Zevener verhindert Männer-Triple des Gastgebers beim 39. Stuhrer Silvesterlauf

Hülss ist Hansas Spaßbremse

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Die Stuhrer Philipp Fahrenholz (vorn links) und Sebastian Kohlwes (vorn rechts) gewannen ihre Strecken, aber über 4,5 km siegte der Zevener Carsten Hülss (hinten) und vermasselte dem LC Hansa damit das Männer-Triple.

Fahrenhorst - Von Gerd Töbelmann. ,,Du, Du hast uns das Triple versaut!“, zeigte Lokalmatador Mario Lawendel (32) im Ziel mit dem Finger auf 4,5-Kilometer-Sieger Carsten Hülss (LAV Zeven). Beim 39. Silvesterlauf des LC Hansa Stuhr wollten die Gastgeber alle Männer-Strecken gewinnen, blieben aber schon beim ersten Wettbewerb stecken. Der gespielte Ärger verrauchte aber auch schnell wieder: „Ich habe echt großen Respekt vor Carsten.“ Lawendels Teamkollegen Sebastian Kohlwes (9,5 km) und Philipp Fahrenholz (13,5 km) erfüllten dagegen mit den Streckensiegen ihr Soll.

„So haben die Jungs eben für nächstes Jahr noch ein Ziel“, schmunzelte Hansa-Chef Berthold Buchwald. Der 73-Jährige hatte sich im Vorfeld zwar auch das Triple gewünscht, war hinterher aber dennoch zufrieden: „Wir hatten 613 Teilnehmer. Das ist ganz hervorragend und zeigt, dass dieser Lauf im Norden eine echte Größe ist. Aber wir brauchen auch die Einnahmen, denn sie sind das finanzielle Rückgrat unseres Vereins.“

Zurück zu den 4,5 Kilometern. Im vergangenen Jahr hatte noch Lawendel triumphiert, doch nun war der schon 40-jährige Hülss (war damals Dritter) dran. „Ich habe nicht gedacht, dass ich Mario packen kann, habe mich aber von Anfang an gut gefühlt“, erklärte der Zevener. Die Zeiten sprechen Bände: Während Hülls nach 15:23 Minuten ins Ziel lief, kam Lawendel erst 57 Sekunden später an.

Eine noch größere Dominanz des Siegers gab es über 9,5 Kilometer. Sebastian Kohlwes (LC Hansa Stuhr), der Shooting-Star der Szene im abgelaufenen Jahr, demütigte seine Konkurrenten und siegte in 32:34 Minuten vor Malte Rolf-Pissarczyk (VSK Osterholz Triathlon/35:02). „Ich bin von Anfang an vorn gelaufen und habe schon sehr bald keinen mehr im Nacken gehabt“, erklärte der 26-jährige Sieger, der im vergangenen Jahr hinter seinem Teamkollegen Philipp Fahrenholz noch Zweiter geworden war. Und was hat sich Kohlwes, der ab zehn Kilometer aufwärts so ziemlich alles ziemlich schnell läuft, für dieses Jahr vorgenommen? „Beim Hamburg-Marathon möchte ich unter 2:35 Stunden bleiben. Und dann will ich natürlich im Oktober beim Bremen-Marathon gut aussehen“, sagte der Stuhrer nach seinem Zieleinlauf – und war schon wieder sehr gut bei Atem.

Der schon angesprochene Fahrenholz (24) entschied sich am Donnerstag für den langen Kanten über 13,5 Kilometer und bekam es dort mit Hansa-Größe und Bremen-Marathon-Sieger Oliver Sebrantke (39) zu tun. Fahrenholz hielt seinen Teamkollegen tatsächlich in Schach und gewann in 47:58 Minuten. Als Zweiter benötigte Sebrantke, der auch im vergangenen Jahr Zweiter wurde, elf Sekunden mehr. „Ich bin immer mit Olli zusammen gelaufen und habe mich etwa 2,5 Kilometer vor dem Ziel abgesetzt“, erklärte Fahrenholz. Sebrantke hatte eine etwas andere Sicht: „Philipp ist lange Zeit nur in meinem Windschatten gelaufen. Das hätte ich an seiner Stelle auch gemacht.“ Dass Sebrantke am Ende nichts mehr zuzusetzen hatte, lag vielleicht auch daran, dass er als Sieger des Uenzener Vor-Silvesterlaufes (mit Streckenrekord) noch 6,1 Kilometer in den Beinen hatte.

Die Ziele des 39-Jährigen für 2016 liegen aber eher im Bereich des Marathons: „Ich kann jetzt in der AK 40 starten und würde gern den Kreisrekord von Horst Wittmershaus brechen, der bei 2:44 Stunden liegt. Das sollte klappen. Weitere Highlights sind die Landesmeisterschaft im April in Hannover, die Titelverteidigung in Bremen und die Altersklassen-WM im australischen Perth im November.“

Bei den Frauen ist derzeit die Schwarmerin Maren Rösner das Maß der Dinge. Nach ihren klaren Sieg mit Streckenrekord in Uenzen ließ sie über 4,5 Kilometer auch in Fahrenhorst in 18:41 Minuten nichts anbrennen und siegte klar vor Lea van Beek (TuSG Ritterhude/19:38).

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