SPIELER DES WOCHENENDES: Lars von Kamp von der HSG Barnstorf/Diepholz

Der Zeremonienmeister

Endlich angekommen: Barnstorfs Linksaußen Lars von Kamp.

Barnstorf - Von Julian Diekmann. Die große Party blieb aus – vorerst. „Wir haben uns aber einige Pizzen in die Halle liefern lassen und noch mal ausgiebig mit den mitgereisten Fans geklönt“, erklärt Lars von Kamp, nachdem der Linksaußen mit seinen sechs Treffern maßgeblichen Anteil daran hatte, dass seine HSG Barnstorf/Diepholz am Samstag das Kellerduell bei der SG HC Bremen/Hastedt mit 28:26 gewann und sich somit einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga sicherte: „Als ich dann zu Hause in meiner WG in Vechta ankam, habe ich aber noch mit ein paar Mitbewohnern auf den Klassenerhalt angestoßen. Das war es aber auch schon.“

Dafür zeigte der 1,90-Meter-Hüne kurz nach Abpfiff seine „Party-Qualitäten“, als er nach dem Auswärtserfolg als Zeremonienmeister fungiert hatte. „Ich habe mit den Fans erst mal Humba Täterä angestimmt. Aber mehr ging nicht wirklich. Wir waren nach dem Spiel alle viel zu kaputt, um noch groß zu feiern.“

Das soll heute aber teilweise nachgeholt werden. „Wirtreffen uns abends mit dem Team und schauen uns das Heimspiel der zweiten Mannschaft gegen den TV Langen an. Danach wird dann ein wenig zusammen gefeiert.“ Die große Party soll aber erst am kommenden Samstag steigen. Nach dem letzten Saisonspiel gegen den ATSV Habenhausen – mit Freibier in der Mühlenkamp-Halle. „Da schauen wir mal, was noch so geht. Wir wollen auf jeden Fall gerne nachlegen und die zwei Punkte einfahren“, blickt der 24-jährige schon mal voraus.

Dabei verlief die Spielzeit für die „Maschine“, wie von Kamp aufgrund seiner Statur vom Team nur genannt wird, alles andere als nach seinen Vorstellungen. „Ich habe mir eine Woche vor dem Saisonstart eine Entzündung des Gewebes im linken Fuß zugezogen“, erinnert er sich noch gut zurück. Die Verletzung hat ihn lange außer Gefecht gesetzt. Erst Ende Januar konnte er wieder die ersten Spiele bestreiten. „Ich nehme zwar immer noch entzündungshemmende Mittel, doch es geht von Spiel zu Spiel immer besser. Aber ich bin immer noch in Behandlung, nehme regelmäßig Physiotherapie. Ich bin auf einem guten Weg. Ich hoffe nur, dass ich zur kommenden Serie komplett schmerzfrei bin.“

Dass seine HSG Barnstorf/Diepholz den Klassenerhalt schaffen würde, daran hatte von Kamp nie Zweifel: „Ich bin fest davon ausgegangen, dass wir HC Bremen schlagen. Wir waren alle hoch motiviert. Und mit der tollen Unterstützung der Fans haben wir es letztendlich auch geschafft. Nervös war ich vor der Partie aber nicht.“

Dafür allerdings ein paar Spieltage zuvor, als er bei seiner „alten Liebe“ und Heimatverein TSV Bremervörde antrat. „Ich musste ausgerechnet gegen meinen Zwillingsbruder Thilo und meinen älteren Bruder Roman spielen. Da war ich viel nervöser als jetzt gegen HC Bremen“, gesteht der Fan von THW Kiel ein.

Doch seinen Wechsel nach Branstorf bereut er keine Minute: „Ich studiere in Vechta Sport und wollte nebenher weiter hochklassig Handball spielen. Da war die Entscheidung für Barnstorf der richtige Schritt. Ich fühle mich hier einfach pudelwohl.“

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