Oberligist erwartet Primus TV Bissendorf-Holte / Mosel will’s zum Abschluss wissen

Nur ein Wunder beschert HSG Barnstorf noch den Titel

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Fällt mit einer Knieverletzung vorläufig aus: Mittelmann Kamil Chylinski von der HSG Barnstorf/Diepholz. Wenn der Pole Pech hat, dann hat er sich das Kreuzband gerissen. ·

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Es bleibt spannend, denn erst am Sonntag – letzter Spieltag – wird die Meisterschaft in der Handball-Oberliga entschieden. Die HSG Barnstorf/Diepholz erwartet um 15 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamphalle vor vollem Haus Spitzenreiter TV Bissendorf-Holte. Die Gastgeber haben nur noch eine ganz kleine Titelchance, müssen den Primus schlagen und gleichzeitig hoffen, dass der Tabellenzweite SG Achim-Baden daheim gegen Absteiger ATSV Habenhausen II patzt. Doch so recht glauben mag im Lager der HSG keiner mehr daran.

Durch das unnötige 31:31 beim Elsflether TB hat sich der Tabellendritte selbst um eine optimale Ausgangsposition gebracht. Barnstorfs Kapitän Nils Mosel hat den ersten Platz noch nicht ganz abgehakt: „So lange die Chance rechnerisch noch da ist, werden wir kämpfen. Wir haben doch im Saisonverlauf viele Rückschläge gut weggesteckt.“ Der 31-Jährige, der zusammen mit Marius Kasmauskas sein letztes Punktspiel für die HSG Barnstorf/Diep-holz bestreitet, wird sich aber noch einmal voll reinhängen: „Egal, welche Tabellenkonstellation wir haben: Ich will mein letztes Pflichtspiel gewinnen. Allerdings weiß ich, dass Bissendorf es aus eigener Kraft schaffen kann.“

Die Barnstorfer haben den Patzer in Elsfleth analysiert. „Jeder hat Fehler eingeräumt“, unterstreicht Nils Mosel. Seine Forderung für den Knüller am Sonntag: „Das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr muss stimmen.“ Dass die Hausherren den TV Bissendorf-Holte schlagen können, das haben sie beim eindrucksvollen 30:19-Hinspielerfolg bewiesen. Der Linkshänder glaubt an eine Wiederholung: „Die Bissendorfer Mannschaft liegt uns.“ Die auswärts noch ungeschlagenen Gäste sinnen auf Revanche. „Das wird super-spannend und ein ganz knappes Ding, anders als im Hinspiel“, glaubt TVB-Kreisläufer Simon Mayer.

Barnstorfs Trainer Mario Mohrland spricht das Wort Meisterschaft nicht aus, sagt nur so viel: „Rechnerisch gibt es noch eine Chance, aber der Glaube ist nicht mehr zu 100 Prozent da. Die Enttäuschung in Elsfleth ist uns in alle Glieder gefahren.“ Die HSG büßte durch das Remis nicht nur die Spitze ein, sondern verlor auch noch Mittelmann Kamil Chylinski. Der Pole fiel nach 20 Minuten mit einer Knieverletzung aus, steht auch am Sonntag nicht zur Verfügung. Es liegen zwar mittlerweile MRT-Bilder vom rechten Knie vor, sie müssen aber noch von Ärzten ausgewertet werden. Im schlimmsten Fall hat sich der 118-fache Torschütze einen Kreuzband riss zugezogen. Seinen Part übernimmt Saulius Liutikas.

Erst kurzfristig entscheidet sich, ob Torhüter Manuel Pauli (entzündetes Handgelenk) zum Aufgebot gehört. Der wurfstarke Litauer Arunas Srederis blickt Vaterfreuden entgegen, ist aber am Sonntag dabei.

Thiemann: „Wir

steigen nicht auf“

Mohrland lobt den Gegner: „Die Bissendorfer sind auf jeder Position torgefährlich.“ Kopf der Mannschaft ist Spielmacher Louis Kamp, der bereits 168/41 Tore erzielt hat. Der schnelle Rechtsaußen Matthias Reiser brachte es auf 163/5 „Buden“. Und in Youngster Christian Rußwinkel haben die Bissendorfer noch ein hoffnungsvolles Rückraumtalent in ihren Reihen. Der Shooter ist Torschützenkönig in der A-Jugend-Bundesliga. Wenn Mohrland beide Mannschaften vergleicht, kommt er zum Entschluss: „Es ist ein Duell auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen des Kaders bei Bissendorf.“

Barnstorfs sportlicher Leiter Heiner Thiemann, der schon einiges im Handball erlebt hat, rechnet nicht mehr mit Platz eins: „Wir steigen nicht auf.“ Er geht auch fest von einem Sieg der SG Achim-Baden aus: „Dass Achim verliert, schließe ich aus.“ Somit spielt die HSG Barnstorf/Diepholz das Zünglein an der Waage. Feiert der TV Bissendorf-Holte in Diepholz die Meisterschaft und den Aufstieg in die dritte Liga?

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