100 Tombola-Nieten

Wer solche Freunde hat

Kai Dieckmann ist schon ewig mit Ristedts Fußballern verbunden. Der Inhaber einer Firma für Gartenservice unterstützt auch die im Rahmen des „Württemberg-Cups“ durchgeführte Tombola regelmäßig mit der Gabe des Hauptpreises. Aber der 43-Jährige gilt auch als Schnäppchenjäger.

Regelmäßig kauft Dieckmann für sich selbst oder für die Kinder Luke (13) und Kian (9) Lose, um möglichst wertvolle Gewinne zu ergattern. In diesem Jahr war das schwierig. Dieckmann weilte mit Frau Anja und den Kids während des Turniers auf Kos. Doch die Lösung des Problems lag quasi um die Ecke. Nachbarin Anke wurde beauftragt, in den ersten Tagen des Turniers 100 Lose zu kaufen. Mit Dieckmanns klarer Ansage: „Aber nur aus dem letzten Eimer. Da sind die meisten Gewinne drin.“ Soviel zum Thema Schnäppchenjäger. Die treue Nachbarin tat wie ihr aufgetragen.

Am Donnerstag, dem Tag vor der Finalrunde in Ristedt, kehrte Familie Dieckmann aus Kos zurück. Am nächsten Morgen machte sich Kai schon um 8 Uhr auf den Weg zur Nachbarin – die Kinder schliefen noch. „Ich habe die von Anke gekauften Lose abgeholt und sie in einen kleinen Eimer gelegt. Beim Frühstück sollten die Kids quasi als Überraschung die Lose auspacken“, sagte Papa Dieckmann.

So machten sich Luke und Kian mit großen Augen daran, die Lose zu „entblättern“. Doch nach und nach schwand die gute Laune. Eine Niete nach der anderen trat da zum Vorschein. Nach den ersten 20 Losen meinte Kai noch: „Okay, eben Pech gehabt.“ Aber es wurde und wurde nicht besser. Unter den 100 Losen war nicht ein Gewinn dabei! Bei Ehefrau Anja kam leichte Skepsis auf, ob das denn alles so mit rechten Dingen zugegangen sei.

Am Abend standen auf dem Sportplatz dann die Finalspiele an. Familie Dieckmann war natürlich auch vor Ort. Aber zunächst nicht, um die Spiele zu beobachten. Der erste Weg ging in den großen Tombola-Raum zu Tombola-Chef Günter Schlottmann. Der gab zunächst den Ahnungslosen, konnte sich das Lachen aber nur schwer verkneifen.

Um die Situation nicht eskalieren zu lassen, klärte Schlottmann dann auf. Nachbarin Anke hatte ordnungsgemäß 100 Lose gekauft, wurde von Schlottmann aber auch mit 100 präparierten Losen versorgt, die allesamt Nieten waren. Am Freitagabend dann wurden den Dieckmanns die richtigen Lose übergeben, die Luke und Kian dann auspacken durften. Und siehe da: Von den 25 Gewinnen waren auch vier hochkarätige dabei. Für die Dieckmanns war die (Los-)Welt wieder in Ordnung.

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