16. Ristedter „Württemberg-Cup“

Balsam für Brinkums geschundene Seele

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Mit einem ganz langen Schritt kann Brinkums Innenverteidiger Inouss Boure Toure (links) in dieser Szene die Flanke des Uphuser Angreifers Benjamin Ciosanti verhindern.

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Bei perfektem Fußball-Wetter und einer traumhaften Kulisse von 700 Zuschauern endete gestern Abend der 16. Ristedter „Württemberg-Cup“.

In der Neuauflage des Finals von 2014 setzte sich diesmal der momentan ohne Bremen-Liga-Zulassung spielenden Brinkumer SV mit 3:1 nach Elfmeterschießen gegen den Oberligisten TB Uphusen durch und kassierte dafür 500 Euro. Durch ein 4:1 gegen Sudweyhe holte sich der SV Heiligenfelde (beide Bezirksliga) Platz drei.

Spiel um Platz drei, TuS Sudweyhe - SV Heiligenfelde 1:4 (1:2): Die Heiligenfelder mussten ohne Torjäger Joshua Brandhoff auskommen, der sich im Gruppenspiel gegen Melchiorshausen eine Knieverletzung zugezogen hatte. Während SVH-Coach Walter Brinkmann von einer monatelangen Zwangspause ausgeht, meinte Brandhoff: „So schlimm ist es wohl nicht.“

Bereits in der fünften Minute gingen die bissigen Sudweyher mit 1:0 in Führung. Christian Heusmann traf nach Flanke von Stephen Bohl per Kopf. Dass Sudweyhe mehr vom Spiel hatte, hatte Brinkmann so erwartet: „Ich hatte heute vier Innenverteidiger auf dem Platz. Deshalb wollten wir Sudweyhe kommen lassen, um dann die Räume per Konter zu nutzen.“ Das klappte in der 29. Minute sehr gut, denn da glich Daniel Köhler zum 1:1 aus.

Kurz vor dem Pausenpfiff (35.) der vermeintliche Knackpunkt des Spiels. Sudweyhes Keeper Mirko Meyer will klären, rutscht aus und rauscht Köhler in die Parade – Elfmeter und Rote Rote Karte. „So ein Mist. Das ist meine erste Rote Karte überhaupt“, stöhnte Meyer, der nun wohl im Bezirkspokal in Bassum gesperrt ist. Sein Trainer sah die Situation etwas anders. „Ich denke, dass es die Gelbe Karte auch getan hätte“, meinte Uwe Behrens. Egal – Janek Piontek traf vom Punkt zum 2:1.

In der zweiten Halbzeit erspielte sich Sudweyhe zwar gute Chancen, doch die Tore zum 4:1-Endstand erzielten Oliver Meyer (47.) und Lars Diedrichs (66.).

Finale, Brinkumer SV - TB Uphusen n.E. 3:1 (0:0): Der BSV, der die nächsten zwei Monate ohne den an der Leiste operierten Dimitri Khoroshun auskommen muss, war bissig, wollte die Scharte des vergangenen Jahres auswetzen und sich wohl auch den Frust nach dem Trubel der vergangenen Tage (Lizenzverweigerung) von der Seele spielen. Die beste Chance in der ersten Halbzeit vergab dabei Marcel Dörgeloh, der per Kopfball an TBU-Keeper Leon Seeger gescheitert war.

Nach dem Wechsel war Brinkum erneut stets auf Augenhöhe, wenn auch mit weniger Ballbesitz. Die besseren Chancen jedenfalls notierte BSV-Trainer Kristian Arambasic. Dörgeloh (76.) und Dennis Thüroff (82.) vergaben jedoch freistehend.

Danach brachte das Elfmeterschießen die Entscheidung. Und da wurde Brinkums Keeper Niklas Frank mit drei gehaltenen Elfern zum Helden. Für den BSV trafen Maximilian Wirth, Jannik Bender und Artur Degtjarenko. „Wir kämpfen momentan ums Überleben. Ich kann mich vor dieser Mannschaft nur verneigen“, war Arambasic gestern Abend den Tränen nahe.

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