„Benachteiligt“ und „kläglich im Angriff“: Brinkums Handballer kommen nicht vom Fleck

Mit Wucht in die Nieren

Kritik für seine Spieler und sich selbst: Sven Engelmann.
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Kritik für seine Spieler und sich selbst: Sven Engelmann.

Brinkum - Normalerweise kann Sven Engelmann an der Seitenlinie eines Handballfeldes nur selten etwas aus der Ruhe bringen. Die Schiedsrichter Jan Bröcker und Markus Hindersmann (TV Bissendorf-Holte) haben es am Samstagabend geschafft.

Die 25:30 (10:14)-Niederlage des FTSV Jahn Brinkum – bereits die fünfte im achten Oberligaspiel seit dem Aufstieg – beim TV Cloppenburg hatte sich in der 53. Minute längst abgezeichnet (20:28), als dem Jahn-Coach laut eigener Aussage „die Hutschnur geplatzt“ ist.

Bröcker und Hindersmann seien nach 40 Minuten „völlig von ihrer vorherigen Linie weggegangen“, fauchte Engelmann: „Wir haben plötzlich Zwei-Minuten-Strafen für Schubser bekommen, und auf der anderen Seite bekommt unser Hannes Brenning so einen in die Nieren, dass er eineinhalb Meter zur Seite fliegt. Da konnte ich nicht mehr. Wir können uns nicht alles gefallen lassen.“ Brinkum kassierte die nächste Zeitstrafe für den Wutausbruch – eine von insgesamt acht, Cloppenburg bekam vier. „Wir wurden sehr benachteiligt“, sagte Engelmann klipp und klar.

Der Ärger musste raus, das war ihm deutlich anzumerken. Mehr aber auch nicht, der Gästecoach suchte die Schuld für die Pleite mitnichten bei den Unparteiischen. „Wir waren die ersten 45 Minuten gar nicht auf dem Spielfeld. Ich kann mir dieses Auf und Ab bei uns nicht erklären, da muss ich mich auch selbst hinterfragen“, merkte der 46-Jährige selbstkritisch an. Vor allem der Ex-Barnstorfer Tobias Meyer (6 Tore) habe ihm zu Beginn „Probleme bereitet“, gestand Engelmann. Aus rund acht Metern – und damit schon an der Grenze des „Nahwurfbereichs“ (Engelmann), setzte es gleich vier Gegentore für Keeper Aschkan Sadeghi, weil die Brinkumer gar nicht daran dachten, Meyer einfach mal zu blocken. Als sie es dann doch taten, blieb mehr Raum für Kreisläufer Ulf Grädtke (5), ebenfalls ein ehemaliger Barnstorfer. Das Paradoxe an den vielen leichten Gegentoren: Jahn hielt trotzdem den Kontakt, lag nach 17 Minuten nur 7:8 hinten. In der 35. Minute stand es noch 17:19, ehe Cloppenburg auf 21:15 (44.) wegzog.

In diesen Momenten fehlen dem Aufsteiger derzeit die echten Säulen im Team. Die Rückraumspieler Matthias Schneider und Ralf Warfelmann leisteten sich zusammen 14 Fehlwürfe und sieben technische Fehler – „damit haben sie 21 Angriffe verschuldet“, gab sich ihr Trainer mit dieser Leistung alles andere als zufrieden. Auch Spielmacher Carsten von der Heyde wirke „gehemmt“, unter Umständen wegen vieler kleiner Blessuren, die den Kapitän momentan plagen. Ordentliche Abschlüsse waren kaum zu sehen. „Kläglich“, raunte der Coach – ganz auf die eigenen Angriffe bezogen und nicht auf die beiden Schiedsrichter. · ahe

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