Startnummer 28: Nina Woller

Nina Woller

Da ist das Ding: Weyhes Nina Woller reckt den Landespokal nach dem 4:1 gegen Eiche Horn in die Höhe. - Foto: Töbelmann

WEYHE - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage, ohne Nina Woller wäre der kometenhafte Aufstieg des Fußball-Verbandsligisten SC Weyhe kaum vorstellbar. Als „Frau der ersten Stunde“ trug die 21-Jährige maßgeblich dazu bei, das frisch aus der Taufe gehobene Team von Erfolg zu Erfolg zu führen.

Bereits seine erste Saison schloss der SCW (auch dank grandiosen 24 Treffern von Woller) in der höchsten Bremer Klasse auf Rang drei ab und gewann zudem noch durch ein 4:1 im Finale gegen Meister TV Eiche Horn den Bremer Landespokal. Mit Woller als eindeutiger Matchwinnerin, da der sympathische Wirbelwind den Favoriten mit zwei Toren praktisch im Alleingang zerlegte. „Für unsere erste Saison lief es wirklich gut. Schließlich mussten wir erstmal als Mannschaft zusammenfinden. Der Pokalsieg und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal war dabei natürlich das Sahnehäubchen“, denkt Woller gerne an die Weyher Sternstunde zurück. Erfolge (selbst im DFB-Pokal scheiterte Weyhe nur knapp mit 0:2 beim Regionalligisten 1.FFC Fortuna Dresden), die ohne die Sudweyherin nicht möglich gewesen wären.

Die Gene ließen ihr keine andere Wahl . . .

Doch wen wundert es? Schließlich wurden ihr die Fußball-Gene ja regelrecht in die Wiege gelegt, da schon Großvater und Vater mit Begeisterung kickten. „Mein Dad hat mich von Kindesbeinen an mit zum Platz genommen. Ich hatte wohl keine andere Wahl, als Fußballerin zu werden“, schmunzelt Woller. Sicherlich keine schlechte Wahl. Von der G-Jugend an zeigte sich ihr großes Talent, so dass Woller in sämtlichen Sudweyher Jungenmannschaften unter den strengen Blicken von Trainer Woller senior zu den unangefochtenen Leistungsträgerinnen zählte. Berufungen in den Stützpunkt-Kader stellten so die logische Konsequenz dar. „Einmal durfte ich die Mannschaft bei einem internationalen Jungen-Turnier in Barcelona sogar als Kapitänin aufs Feld führen“, erinnert sich Woller mit Stolz.

Klar, dass auf diesen Rohdiamanten auch andere Vereine aufmerksam wurden. Den Zuschlag bekam dann im Jahr 2009 der SV Werder Bremen mit seiner neu gegründeten Mädchen-Mannschaft. „Ich bin einfach mal auf gut Glück zu einem offenen Training gefahren und habe da wohl so überzeugt, dass Werder mich sofort genommen hat. Das war auch gut. Schließlich wollte ich ja nicht immer mit Jungs spielen“, lächelt Woller. Abermals die eindeutig richtige Entscheidung. Mehrmals räumte sie mit dem SVW die Norddeutsche Meisterschaft ab und reifte zu einer echten Klassespielerin heran. Für die Bremer Bundesliga-Mannschaft reichte es jedoch nicht ganz. „Das hätte mich natürlich gereizt, aber es hat leider nicht gepasst“, seufzt der Youngster.

Als Weyhe das „Projekt Frauenfußball“ ins Leben rief, war das der beste Zeitpunkt für einen Neuanfang. „Das klang alles sehr interessant, lag vor der Haustür, und Trainer Rolf Schwenke kannte ich noch von früheren Zeiten in der Kreisauswahl“, erklärt Woller ihre Entscheidung pro Weyhe. Sofort übernahm die 21-Jährige als Kapitänin Verantwortung und beeindruckte Schwenke durch „ihre Spielintelligenz. Nina versteht Fußball, ist technisch stark und verfügt über einen guten Abschluss. Eine echte Leaderin.“

Lediglich Schnelligkeit spricht Schwenke ihr etwas ab, erhält dafür aber ein Contra von Woller: „Ich flitze vielleicht nicht allen weg, doch ich teile mir meine Sprints clever ein. Wie Claudio Pizarro bei meinem Lieblingsverein Werder Bremen.“

Und ähnlich wie „Pizza“ ist auch Woller für ihren Verein die fleischgewordene Lebensversicherung. Achtmal schlug sie in dieser Saison bereits wieder zu und trug erheblich dazu bei, dass Weyhe als Zweiter vom Verbandsligatitel träumen darf. „Schwachhausen liegt nur drei Tore vor uns. Vielleicht fangen wir die noch ab“, setzt sich Woller bewusst ein hohes Ziel. Zurecht, mit Anführerin Nina Woller ist dem SCW noch viel zuzutrauen.

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