0:5 gegen Kriftel, dann 3:2 gegen Berlin zum Bundesliga-Auftakt / Reitz „schwimmt“

Wollenhaupt belohnt Bassum

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Nervenstark: Sebastian Wollenhaupt sorgte im Stechen für den Bassumer Sieg gegen Berlin. 

Bassum - Eine klare Niederlage, aber dann ein knapper Sieg – und am Ende zufriedene Gesichter. Die Luftpistolen-Schützen des SV Bassum von 1848 haben zum Auftakt der Bundesliga in Sülfeld (Ortsteil von Wolfsburg) einen „super Start“ hingelegt, urteilte Trainer Jens. Nach dem 0:5 gegen Kriftel am Samstag folgte gestern Vormittag ein 3:2 gegen Olympia Berlin – und Voß resümierte nach den Duellen mit zwei hoch eingeschätzten Gegnern: „Darauf lässt sich aufbauen. Wenn wir so weitermachen, werden wir eine schöne Saison haben.“

SV 1935 Kriftel - SV Bassum von 1848 5:0: Dass die Bassumer im ersten Saisonwettkampf punktlos blieben, fand Voß „ärgerlich. Aber es war keine große Überraschung, denn Kriftel ist saustark.“ Allen voran Rio-Olympiasieger Christian Reitz, der direkt vom Weltcup-Finale in Bologna eingeflogen worden war – das er mit der Schnellfeuerpistole übrigens auch noch gewann. „Er ist ein Ausnahme-Athlet und schwimmt auf einer Erfolgswelle“, meinte Voß. Bassums neue Nummer eins Artur Gevorgjan konnte gegen Reitz überhaupt nichts ausrichten und verlor klar mit 369:387 Ringen. Für Gevorgjan ein schwaches Ergebnis, das jedoch nicht völlig unerwartet kam. Schließlich hatte er wegen einer OP lange pausieren müssen. „Da fehlt dann noch ein bisschen die Sicherheit, das ist normal“, urteilte Voß. Auch Sascha Sandmann, Uwe Sonntag, Denis Rother und Sebastian Wollenhaupt an den Positionen zwei bis fünf verloren ihre Duelle gegen den deutschen Vizemeister deutlich. „Da war nichts zu holen“, sagte Voß. Zumal die Bassumer „nicht die Ergebnisse schossen, die wir können“

PSV Olympia Berlin - SV Bassum von 1848 2:3: Nach dem 0:5 gegen Kriftel wollte Voß eine Reaktion und bessere Leistungen sehen – und die bekam er. „Das war die richtige Antwort“, freute sich der Bassumer Coach, dem zu Beginn ein wenig mulmig gewesen war: „An den Positionen vier und fünf hatten die Berliner eine Hochrechnung von über 380 Ringen. Die sind furios gestartet. Aber wir haben klasse dagegengehalten.“ Denis Rother gewann an Vier

Siegschuss im Stechen

knapp (378:376). Wegen des Sieges von Artur Gevorgjan (373:368) sowie den Niederlagen von Sascha Sandmann (368:380) und Martina Schwenker (369:371) kam es auf Sebastian Wollenhaupt an. Und der machte es an Position fünf extrem spannend. Der Bassumer lag gegen Doreen Müller vorne, schaffte im letzten Schuss aber nur eine Acht – und musste ins Stechen. Dort bewahrte Wollenhaupt die Nerven, setzte sich mit 10:8 durch und sorgte für kollektiven Jubel bei den 1848ern. „Eine Sensation ist das nicht, aber schon eine kleine Überraschung“, sagte Voß nach dem Last-Shot-Erfolg gegen den Dritten der vergangenen Deutschen Meisterschaft.

In Euphorie verfiel der 1848-Trainer deshalb aber nicht. Träume vom Erreichen des Viertelfinals der besten acht Teams Deutschlands Anfang Februar in Paderborn verbietet sich Voß: „Das ist nicht so unser Ziel. Wir sind noch im Aufbau, müssen uns als Mannschaft erst mal finden.“ Primär gehe es darum, Punkte einzusammeln, „damit wir den Rücken frei haben. Alles andere sehen wir dann“, meinte Voß.

Den nächsten Wettkampf bestreiten die Bassumer am 22. und 23. Oktober in Berlin. Die Gegner: SV Hegelsberg-Vellmar und SV Falke Dasbach. 

mr

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