Was wird aus der Zusammenarbeit der Tennisverbände NTV und TVNW?

Kooperations-Chaos

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Ein offener Brief von NTV-Präsident Gottfried Schumann sorgte vor zweieinhalb Wochen für Verwirrung.

Syke - Im März 2012 haben die Verantwortlichen der Tennisverbände Nordwest (TVNW) und Niedersachsen (NTV) einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Dieser sollte im Laufe der darauffolgenden Jahre in einer Fusion und dem Tennisverband Niedersachsen-Bremen enden (so steht es noch heute im Nachrichtenarchiv auf der Homepage des TVNW). Erster Schritt der Kooperation war der gemeinsame Spielbetrieb im Erwachsenenbereich von der Oberliga bis zu den Regionsklassen.

Federführend waren damals die beiden Präsidenten Gottfried Schumann (NTV) und Hanns-Gerd Fischer (TVNW). Sie trieben die Strukturreform und die geplante Fusion der beiden Verbände stark voran. Nach Unterzeichnung des Vertrages trat Fischer wie angekündigt nicht mehr zur Aufgabenkatalog nicht

gemeinsam realisiert?

Wiederwahl an und übergab die Amtsgeschäfte an Norbert Köpp, der diesen Weg weitergehen wollte. Er betonte aber auch, dass „die Vorteile einer Fusion im Hinblick auf einen Gewinn für Niedersachsen und Bremen ins Auge zu fassen“ seien. Es müsse zu einer „Win-Win-Situation kommen, damit möglichst zusammenwächst, was zusammengehört“. Schumann bekräftigte damals, dass „dem gemeinsamen Spielbetrieb Schritt für Schritt weitere gemeinsame Maßnahmen folgen werden“.

Der Kooperationsvertrag bestand aus einem detaillierten Aufgabenkatalog. Wie der NTV in einem offenen Brief vom 7. August 2015 erläuterte, „wurden jedoch immer weniger dieser Aufgaben gemeinsam realisiert. Dazu gehörte unter anderem der gemeinsame Spielbetrieb der Jugend. Diese Entwicklung und die zwischenzeitliche Distanzierung des TV Nordwest vom ursprünglichen Fusionsziel führten zur Kündigung des Kooperationsvertrags durch den NTV zum 31. Dezember 2013.“ Weiter heißt es: „In der Hoffnung, die ursprünglichen Ziele der Zusammenarbeit wieder in den Mittelpunkt zu rücken, haben wir zum 1. Januar 2014 einen modifizierten Kooperationsvertrag geschlossen. Er konzentrierte sich auf den gemeinsamen Spielbetrieb im Erwachsenenbereich. Auch dieser verlief leider nicht reibungslos. Einzelne Vereine wandten sich mit unterschiedlichsten Beschwerden an Verantwortliche des Sportbetriebs.“

Im April 2015 trafen sich daher die beiden Präsidenten Schumann und Köpp sowie die Geschäftsführer zu einem persönlichen Gespräch. „Jedoch erzielten wir in der Bewertung des Sachverhalts keine Einigung oder gemeinsame Sichtweise. Bereits dort teilten wir mit, dass wir uns als Konsequenz zur Auflösung des Vertrages gezwungen sehen“, erklärte Schumann in dem offenen Brief vom 7. August 2015. Der TVNW kritisierte derweil, dass der NTV in den letzten Jahren versäumt habe, „das Strategiekonzept der Realität entsprechend zu modifizieren und die Belange der Sportler nicht mehr im Fokus zu haben“. So lautete ein Vorwurf aus der Stellungnahme von Norbert Köpp, die er nach der schriftlichen Kündigung des NTV mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 auf der verbandseigenen Homepage Anfang August veröffentlichte.

Das Kooperationsende hat/hätte auch Konsequenzen für die 28 Vereine des Tennisbezirks Huntegau. Während der Kooperation forderte der Landessportbund (LSB) Niedersachsen, seine Satzungsvorgaben hinsichtlich der Meldungen ab sofort konsequent umzusetzen. Vereine aus Niedersachsen, die sich einem Fachverband eines anderen Extra-Gebühren

für Vereine

Bundeslandes (hier: TV Nordwest gehört zum LSB Bremen) anschließen, müssen neben den Gebühren an diesen auch Extra-Abgaben an Niedersachsen entrichten. Während der Kooperation genossen die Huntegau-Vereine einen beitragsfreien Sonderstatus. Jetzt müssten sie, wenn sie im Verband Nordwest bleiben, zwei Euro pro Jugendlichem und drei Euro pro Erwachsenem Extra-Gebühren an den LSB Niedersachsen bezahlen. „Für uns wären das zusätzliche Kosten in Höhe von 2000 Euro“, rechnet Andreas Möhring, Abteilungsleiter beim FTSV Jahn Brinkum, vor. Sollten sich die Huntegau-Vereine dem NTV anschließen, würden diese Extra-Kosten entfallen. Hier herrscht noch Gesprächsbedarf – und man darf gespannt sein, ob es zu einer Einigung kommt.

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