Nach drei Toren in Heeslingen erhält Rehdens Stürmer jetzt eine Einsatzgarantie

Wirbelwind Ölge schießt sich zurück ins Rampenlicht

Nach seinem Dreierpack in Heeslingen hofft Rehdens Erdal Ölge erneut auf einen Platz in der Startelf. ·
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Nach seinem Dreierpack in Heeslingen hofft Rehdens Erdal Ölge erneut auf einen Platz in der Startelf. ·

Kreis-Diepholz - Von Arne FlüggeREHDEN · Erdal Ölge ist nicht der Typ, der jammert, zetert, klagt. „Und schon gar nicht stecke ich den Kopf in den Sand“, sagt der Offensivmann von Fußball-Oberligist BSV Rehden. Dabei hätte der 24-Jährige allen Grund gehabt, frustriert und eingeschnappt zu sein. Fast die komplette Rückrunde fristete Ölge das karge Dasein eines Reservisten, bis er zuletzt im Auswärtsspiel in Heeslingen erstmals die Chance auf einen Platz in der Startelf erhielt – und sich beim 7:0 prompt mit einem Dreierpack und einer Torvorlage aus dem Schatten ins Rampenlicht katapultierte.

„Es hat super Spaß gemacht. Auf diese Chance habe ich lange gewartet“, erklärt der 24-Jährige: „Das Spiel ist für mich richtig gut gelaufen.“ Die überragende Leistung kommt für ihn allerdings nicht überraschend. „Wenn ich ehrlich bin“, sagt Ölge, „hatte ich schon die ganze Zeit diese Form. Doch es war die Entscheidung des Trainers, mich nicht zu bringen. Und das muss ich akzeptieren.“

Coach Jürgen Stoffregen hatte es sich sicherlich nicht leicht gemacht, aber nachdem der BSV Rehden in der Rückrunde mit einer Wahnsinnsserie von jetzt acht Siegen in Folge die Liga aufgemischt hatte, sah er keinen Grund, die Mannschaft zu verändern. „Für Erdal tut’s mir auch ein bisschen Leid“, räumt der 55-Jährige ein: „Aber das gehört dazu. Ich habe den Jungs immer gesagt, dass nicht nur elf Mann, sondern der gesamte Kader wichtig ist. Da darf man sein Ego nicht zu hoch hängen.“

Ölge hat das – wenn freilich auch nicht ganz ohne Zähneknirschen – hingenommen. „Ich kann nur immer wieder im Training Gas geben und meine Leistung abrufen“, weiß der Stürmer: „Und dass ich jetzt gespielt habe, gibt mir zusätzliches Selbstvertrauen.“

Dennoch bleibt Ölge vor dem nächsten Auswärtsspiel am Sonntag (15.00 Uhr) beim Tabellenvorletzten VSK Osterholz-Scharmbeck vorsichtig. „Ich weiß nicht, ob ich wieder von Beginn an spiele, das kann ich im Moment noch nicht einschätzen.“

Stoffregen schon – und der gibt seinem Stürmer für die Partie schon mal fast so etwas wie eine Einsatzgarantie. „Wer so einen Auftritt hingelegt und drei Tore geschossen hat, hat die berechtigte Chance, auch am Sonntag wieder von Beginn an dabei zu sein“, erklärt der Trainer.

Ölge wird das freuen. Und für die Zukunft erhofft er sich dann noch mehr Einsatzzeiten als in dieser Rückrunde. Denn trotz der für ihn in den letzten Monaten unbefriedigenden Situation wird er aller Voraussicht nach in Rehden bleiben und mit dem Club in die Regionalliga gehen. „Ich bin jetzt sechs Jahre hier und fühle mich wohl. Das passt schon. Es ist zwar noch nicht 100-prozentig sicher, weil wir noch ein weiteres Gespräch führen wollen, um die Feinabstimmung zu machen“, erklärt Ölge: „Aber so, wie es jetzt aussieht, werde ich bleiben.“

Dass ein neuer Trainer kommt und sich für Ölge dadurch vielleicht auch eine ganz neue Chance eröffnet, spielt in seinen Überlegungen dabei aber keine Rolle. „Sicherlich fängt jetzt alles erstmal wieder bei Null an. Aber man muss sich jedem Trainer zeigen, ihn überzeugen, dass er dich bringen muss“, hat Ölge erkannt. Zuletzt in Heeslingen hat er das schon mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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