Brinkum hat Gefallen an Regionalliga-Relegation gefunden / Gute Rolle im Pokal spielen

„Wir würden die Lizenz jederzeit wieder beantragen“

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Trainer Frank Thinius (hinten links) und Manager Frank Kunzendorf (hinten rechts) freuen sich auf folgende Neuzugänge (hinten v.l.): Jürgen Heijenga, Marcel Dörgeloh und Dennis Krefta sowie (vorn v.l.): Inouss Boure-Toure, Nicolai Gräpler, Mathis Peters und Jannis Berendt. Auf dem Bild fehlt Lennart Kotschelnik. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannDas fängt ja gut an für den Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV: Platz eins beim Ristedter „Württemberg-Cup“ (im Jahr davor Zweiter) und im Bremer Landespokal die erste Runde überstanden (im Jahr davor kläglich im ersten Spiel an Türkspor gescheitert). So kann es weitergehen, folgt man den Worten von BSV-Trainer Frank Thinius. Vor allem im Pokal will Brinkum nach der Insolvenz von Dauersieger FC Oberneuland durchstarten. „Drei Runden will ich mindestens gewinnen. Wenn es mehr werden, ist es auch nicht schlimm“, sagt Thinius.

In der Liga soll der fünfte Platz aus dem Vorjahr wiederholt und sogar, wenn möglich, noch verbessert werden. Dass Brinkum für die Regionalliga gemeldet hatte und auch an der Relegationsrunde teilnehmen durfte, soll keine Eintagsfliege bleiben. „Das war eine tolle Erfahrung, obwohl wir alle drei Spiele verloren haben. Sollten wir sportlich wieder die Chance bekommen, so eine Runde zu spielen, würden wir die Lizenz jederzeit wieder beantragen. Man muss sich doch Ziele setzen“, sagt Thinius, der aber glaubt, „dass in dieser Saison auch Teams wie der FC Sparta Bremerhaven, Aumund-Vegesack oder aber der Bremer SV Interesse am Aufstieg zeigen werden.“

Erst einmal jedoch muss sich Brinkum erneut ins Vorderfeld der Liga spielen. Dafür wurde der Kader noch einmal verändert. Der namhafteste Abgang ist sicherlich der des Haupttorschützen Anil Morkan. Der 16-fache Torschütze wollte sein Glück ursprünglich in Bremerhaven versuchen, überlegte es sich anders, um wieder am Brunnenweg anzuheuern. Doch da hatte Morkan mit Zitronen gehandelt. „Ich hätte ihn sportlich gern wiedergenommen, doch unser Etat für den Kader gab das nicht mehr her. Anil kann Spiele allein entscheiden, aber ihm fehlt es an der nötigen Disziplin“, erklärt Thinius.

Für den Angriff erhofft sich „Thini“ sehr viel vom aus Seckenhausen geholten Marcel Dörgeloh (22), der jüngst beim Ristedter Turnier Torschützenkönig wurde: „Marcel ist ein ruhiger Typ, der ab und an etwas lebhafter sein könnte. Aber im Gegensatz zu Morkan ist er nicht eigensinnig, sondern sieht und sucht auch seine Nebenleute. Er wird seinen Weg machen, auch wenn er kraftmäßig noch draufpacken muss.“

Von der Kraft her eine ganz andere Nummer ist der aus Huchting geholte Dennis Krefta (21). „Er geht dahin, wo es richtig weh tun kann. Taktisch ist er aber noch nicht ausgereift“, erklärt Thinius.

Ein Mann für den hinteren Bereich ist der von Frisia Loga gekommene Jürgen Heijenga (26). Thinius sieht ihn als Kandidaten für die Viererkette und als einen kommenden Führungsspieler. Dazu passt auch folgende Anekdote, die Thinius freudig zum besten gibt: „Auf dem Rasen sagen die Spieler ja schon mal ,Leo‘, wenn sie den Ball haben wollen. Bei Jürgen ist das anders – der sagt ,Jürgen‘. Das kam offenbar im Team so gut an, dass jetzt auch andere ihren eigenen Vornamen schreien, wenn sie die Pille haben wollen.“

Als Defensiv-Allrounder könnte sich der vom Liga-Konkurrenten FC Union 60 geholte Inouss Boure-Toure (22) erweisen, der jedoch momentan noch eine Fußverletzung auskuriert.

Im rechten Mittelfeld soll sich der vom SC Weyhe geholte Jannis Berendt (22) beweisen, doch da muss er im jungen Kai Tönsmeyer einen starken Konkurrenten aus dem Weg räumen.

Und wie sieht es nach dem Weggang von Tim Meyer (zum Liga-Konkurrenten Aumund-Vegesack) im Brinkumer Kasten aus. Niklas Frank und der aus der A-Jugend beförderte Mathis Peters (19) liegen da momentan auf Augenhöhe. Um beide mit einem Bankdasein nicht zu verprellen, denkt Thinius über eine vierwöchige Rotation nach.

Alles in allem scheint Brinkum gerüstet zu sein, um weiterhin im ersten Drittel der Tabelle eine gute Rolle spielen zu können.

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