Diepholz-Coach Hegerfeld hofft in Tündern auf Normalität

„Wir wollen nur spielen“

Diepholz - Marco Hegerfeld klang schon ‘mal fröhlicher. „Die Woche war auch nicht einfach für uns“, entschuldigt sich der Trainer des Fußball-Landesligisten SG Diepholz. Schließlich galt es, das Skandalspiel gegen Bavenstedt mit fünf Platzverweisen und einem ganz späten 0:1 zu verarbeiten. Mit 15 Hinausstellungen in dieser Serie belegt die SG auch in der Fairplay-Wertung den letzten Platz.

Doch das Thema ist Hegerfeld ziemlich leid, und deshalb wünscht er sich vor dem Gastspiel morgen beim HSC BW Tündern (14 Uhr): „Wir wollen einfach nur Fußball spielen.“ Alle Nebengeräusche sollen verstummen. Aber ist das überhaupt möglich? „Wir haben im Training versucht, wieder Freude und Spaß reinzukriegen. Wir haben diese Geschichte jetzt abgehakt“, behauptet Hegerfeld und kündigt an: „Wir werden nicht anders spielen als sonst auch. Wir sind doch keine fiese Truppe, die nur knüppelt und von Anfang an auf den Schiedsrichter schimpft.“

Allerdings ist Hegerfeld schon viel zu lange im Geschäft, um zu ahnen, „dass sich unsere Geschichte bei den Schiris rumgesprochen hat. Das darf uns aber nicht interessieren.“ Denn als Tabellenletzter habe sein Team schon genügend andere Sorgen: „Wir müssen uns darauf konzentrieren, hinten wieder sicher zu stehen. Das ist unsere Stärke.“ Vorne soll dann der liebe (Fußball-)Gott helfen und Ferdi Yilmaz. Den Neuzugang aus Bremen (FC Oberneuland II) hatte Hegerfeld gegen Bavenstedt an vorderster Front gebracht. „Ferdi hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobt der Coach einen seiner letzten verbliebenen Offensiven.

Die Auswahl ist auch durch das Fehlen der Rotsünder Adrian Mangu, Andrej Sabou, Nico Files und Romulus-Ovidiu Muresan-Kis begrenzt. Zudem droht der erneute Ausfall von Niko Senkler (Adduktorenprobleme). Hegerfeld lässt das allerdings als Ausrede nicht gelten: „Wir wollen in Tündern etwas Zählbares mitnehmen und nicht ewig Letzter bleiben.“ · kni

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