„Wir waren einfach zu grün“

TuS Sulingen kassiert höchste Saisonniederlage – 0:4 beim BV Cloppenburg

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Taiki Hirooka (vorne) und seine Sulinger Teamkollegen schafften es nicht, Loth-Benny Boungou (daneben) zu bremsen. Der Cloppenburger ebnete seiner Mannschaft den Weg zum Heimsieg.

Cloppenburg - Von Cord Krüger. Ein Freistoß aus 18 Metern, ein Klatschen des Balls an den linken Winkel – doch darüber ärgerte sich Salam Garaf schon nicht mehr. Der Kunstschütze drehte sich nach dieser verpassten Chance auf den Ehrentreffer für seinen TuS Sulingen in Minute 89 weg, und wenig später hatte er es hinter sich. Mit 0:4 (0:2) kam der Oberliga-Aufsteiger gestern Abend beim BV Cloppenburg unter die Räder. Und Trainer Maarten Schops hatte schnell den Grund für die höchste Saisonniederlage parat: „Wir waren heute so wie unsere Trikots – einfach zu grün.“

Der Ex-Profi erkannte die höchst effiziente Leistung des BVC an, haderte aber mit einigen vergebenen Chancen: „Man darf so etwas gar nicht sagen, wenn man so hoch verliert, aber wir waren spielerisch nicht schlechter als Cloppenburg. Aber wir hatten bei den Standards einfach nicht die nötige Präsenz.“

Schops musste ohne Stammtorwart Tim Becker auskommen, der an einer schmerzhaften Hüftprellung laborierte. Für ihn stand David Schröder zwischen den Pfosten – und der musste schon nach sechs Minuten hinter sich greifen, weil Looth-Benny Boungou eine scharf hereingegebene Ecke von Dennis Mooy druckvoll in die Maschen köpfte. Sulingen antwortete mit dem ersten Schuss aufs Tor, doch BVC-Keeper Diederik Bangma drehte den Versuch von Garaf um den Pfosten (8.). Auch bei der nächsten guten Gäste-Szene war Bangma zur Stelle, als er einen Freistoß von Linksverteidiger Jona Hardt aus dem Winkel fischte (21.). Bis dahin hatte der TuS auf dem holprigen Geläuf mit doch recht lückenhaftem Rasen mehr Mühe als die Gastgeber, deren Fünfer-Abwehrkette aufmerksam verschob. „Cloppenburg hat tief und gut gestanden“, lobte Schops. Mit einem feinen Spielzug hebelte sein Team die Cloppenburger Defensive jedoch aus: Garaf steckte von rechts durch auf Taiki Hirooka, dessen Querablage bugsierte Hussein Saade aber mit der Hacke an den Pfosten (30.). Hirooka leitete auch die nächste Chance ein: Seine

Nach der Pause eiskalt erwischt

Linksflanke nahm Garaf aus spitzem Winkel direkt, traf allerdings nur das Außennetz (40.). Pech für die „Grünen“ – und das bestraften die Schwarz-Weißen in den letzten Sekunden der ersten Hälfte: Der bärenstarke BVC-Sechser Tom Schmidt brachte einen Freistoß von links ins viel zu freie Zentrum – und Boungou bedankte sich dafür mit dem 2:0 (45.).

Klar, dass Schops reagieren musste. So brachte er zur zweiten Hälfte Stürmer Chris Brüggemann für Sebastian Elvers. Doch sein Team wurde gleich eiskalt erwischt: Diesmal gab Boungou den Vorbereiter, flankte von rechts auf Derrick Ampofo – und der köpfte das schnelle 3:0 (47.). Die Sulinger waren nun konsterniert – „und das kann ich auch verstehen“, gestand Schops. Als seine Abwehr den Ball in Minute 54 nicht aus der Gefahrenzone bekamen, fasste sich Schmidt aus der zweiten Reihe ein Herz, zog per Vollspann ab und traf zum 4:0. „Immerhin haben wir uns danach noch um das Ehrentor bemüht“, urteilte Schops. Der eingewechselte Pascal Löhmann prüfte noch einmal Bangma (73.) und hatte fünf Minuten später mit einem abgefälschten Schuss Pech, Salam Garaf setzte einen Versuch von halblinks zu hoch an – egal. Sulingens Niederlage war zu diesem Zeitpunkt natürlich längst besiegelt.

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