Weyhe-Kapitän Engelhardt teilt nach 1:3 gegen Wulsdorf aus / Grisko verletzt

„Wir sind die Opfer unseres eigenen Mauls“

Weyhe - Von Arne HelmsEs war Kapitän Daniel Engelhardt hoch anzurechnen, dass er seinen Teamkollegen den Glauben an den Sieg in der Fußball-Bremen-Liga gestern nicht absprechen wollte. Doch was der SC Weyhe beim 1:3 (1:2) gegen den TSV Wulsdorf auf der Zentralsportanlage zeigte, erinnerte nicht an Abstiegskampf.

Trainer Stephan Joho hatte „mehr Leidenschaft“ erwartet, bekam aber vor allem mehr Streitigkeiten seiner Akteure mit Schiedsrichter Michael Djoric serviert. Ein Umstand, der seinem Mannschaftsführer die Zornesröte ins Gesicht trieb: „Ich habe Spieler gesehen, die lieber mit dem Schiedsrichter diskutiert haben anstatt weiterzuspielen.“

In der zweiten Minute hatte Engelhardt allerdings nur das Tor gesehen und aus 18 Metern trocken zum 1:0 vollendet – ein Start nach Maß, wenn sich in der vorhergehenden Szene nicht Patrick Grisko verletzt hätte und an einen Jubel der Gastgeber nicht mehr zu denken war. „Ich denke, es ist ein Kreuzbandriss. Ich habe es knacken gehört. Das kenne ich noch vom linken Knie“, sagte der Weyher Stürmer, ehe es nach Schlusspfiff in Richtung Krankenhaus ging.

Seine Mitspieler hatte die Aktion offenbar nachhaltig geschockt, denn das Gefühl eines möglichen Sieges wollte sich irgendwie nicht einstellen. Weyhe gab das Heft sofort aus der Hand und fing sich das 1:1 durch Angelo Pauls (12.), nachdem Sebastian Söhl die SC-Verteidiger Eugen Derr und Phil Maaß mit seinem Solo in die Statistenrolle gedrängt hatte. „Dass wir nach einer Ecke für uns den Ausgleich fangen, ist ein Qualitätsproblem. So hat man dann in dieser Liga auch nichts zu suchen“, nahm Engelhardt kein Blatt vor den Mund. Der defensive Mittelfeldspieler versuchte alles, um sein Team anzutreiben. Engelhardt feuerte an, grätschte kompromisslos, schmiss sich in die Zweikämpfe – aber Ende des ersten Durchgangs war das Maß für den Kapitän voll.

Nicht nur, dass Björn Kohlstedt (35.) Wulsdorf mit 2:1 in Führung geköpft hatte. Vor allem die Reaktion der Gastgeber, bei denen sich Rustam Arify und Phil Maaß immer wieder mit dem Unparteiischen anlegten, auf diesen Rückstand missfiel Engelhardt. „Wir sind keine Opfer des Schiedsrichters. Wir sind Opfer unseres eigenen Mauls“, schrie er über den ganzen Platz. Stille. Der Löwe hatte gebrüllt.

Das Jaulen seines Rudels wollte aber auch in den zweiten 45 Minuten nicht verstummen. Vor Kohlstedts 3:1 (86.) vergab Engelhardt selbst noch die größte Chance auf den Ausgleich (78.). Trainer Joho, dessen Demission zum Saisonende für Unruhe gesorgt hatte, nahm seine Elf in Schutz: „Nach dieser Sache ist eine volle Konzentration nicht mehr möglich.“

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