Roßkopf und Fetzner haben viel zu erzählen

„Wir sind immer noch beste Freunde“

Jörg Roßkopf (l.) und Steffen Fetzner standen unserem Mitarbeiter Carsten Drösemeyer (r.) Rede und Antwort.
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Jörg Roßkopf (l.) und Steffen Fetzner standen unserem Mitarbeiter Carsten Drösemeyer (r.) Rede und Antwort.

Br.-Vilsen - So wünscht man sich Spitzensportler. Äußerst bescheiden auftretend präsentierten sich Jörg Roßkopf (43) und Steffen Fetzner (44) in Bruchhausen-Vilsen als Stars zum Anfassen. Selbst nachdem sich die Tischtennis-Asse mit Autogrammen die Finger wund geschrieben hatten, fanden sie noch Zeit dafür, unserer Zeitung ein Interview zu geben.

Herr Roßkopf, Herr Fetzner – zwei Weltmeister in der Provinz, wie fühlt man sich dabei?

Jörg Roßkopf: Sehr gut. Solange die Zuschauer sich gut unterhalten fühlen, haben wir ja unser Ziel erreicht. Wir machen das schließlich nicht, um uns einige Euros nebenbei zu verdienen.

Steffen Fetzner: Mir macht das auch unheimlichen Spaß. Gerade wenn mir viele Zuschauer sagen, wie sie 1989 mit uns mitgefiebert haben.

Gutes Stichwort. 1989 holten Sie in Dortmund die bislang einzige deutsche Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft. Wie präsent ist dieses Ereignis noch bei Ihnen?

Roßkopf:Sehr präsent. Vor allem, wenn wir wieder gemeinsam im Doppel am Tisch stehen, kommen die Bilder schon erneut hoch. Wir haben ja damals etwas Einmaliges erreicht. Wir werden immer die ersten deutschen Weltmeister bleiben.

Fetzner: Im normalen Alltag denkt man ja gar nicht so oft an die WM. Aber wenn ich hier mit Rossi gemeinsam an den Tisch gehe, dann natürlich schon. Die volle Halle, die jubelnden Fans, das war schon eine riesige Sache.

Sie galten damals als unzertrennlich und wohnten sogar zusammen. Hat Ihre Freundschaft die ganzen Jahre angehalten?

Roßkopf:Natürlich. Wir sind immer noch beste Freunde. Sicherlich sieht man sich nicht mehr so oft. Aber wir telefonieren häufig. Das ist übrigens auch ein Grund für unsere Deutschland-Tour. So können wir wieder mehr Zeit zusammen verbringen und über alte Zeiten plaudern.

Fetzner: An der Freundschaft hat sich nichts geändert. Nur haben wir beide stressige Jobs und wenig Zeit. Ich arbeite als Repräsentant für Donic, und Rossi ist deutscher Nationaltrainer. Da bleiben wenig Möglichkeiten für Treffen. Umso schöner ist jetzt unsere Weltmeister-Gala, wo man viel Zeit füreinander hat.

Wenn man Sie am Tisch erlebt, dürften Sie beide auch noch aktiv Tischtennis spielen...

Fetzner:Ja, aber längst nicht mehr auf dem Niveau von damals. Ich spiele nur noch in der Verbandsliga etwas.

Und wo spielt der deutsche Bundestrainer?

Roßkopf:Auch nur noch in der Oberliga (lächelt). Also nur eine Klasse höher als mein heutiger Gegner Tobias Hippler.

Sie könnten aber mit Sicherheit noch höher spielen. Vielleicht sogar in der Bundesliga?

Roßkopf:Um Gottes Willen. Dafür bin ich zu alt.

Jetzt kokettieren Sie aber etwas...

Roßkopf:(schmunzelt) Okay. Vielleicht ginge es mit viel Training wieder. Aber dann müsste ich mich richtig quälen. Der Job als Bundestrainer ist mir lieber (lacht).

Den Sie mit großem Erfolg ausüben. Was sind die Ziele für die anstehende Einzel-WM?

Roßkopf:In Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov haben wir zwei ganz heiße Eisen im Feuer. Beide sind topfit und beschwerdefrei. Mit etwas Glück ist eine Medaille drin. · drö

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