Arne Budelmann Interims-Coach bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst

„Wir müssen wieder als Team zusammenrücken“

TSG-Kapitän Julian Michel (Bild) war wie die gesamte Mannschaft vom Rücktritt Wilco Freunds überrascht. ·
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TSG-Kapitän Julian Michel (Bild) war wie die gesamte Mannschaft vom Rücktritt Wilco Freunds überrascht. ·

Seckenhausen-F. - Von Arne Flügge. Wilco Freund will jetzt erstmal Abstand gewinnen. Am Dienstagabend war der Trainer von Fußball-Bezirksligist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit sofortiger Wirkung zurückgetreten (wir berichteten), „und natürlich werde ich den Weg der Mannschaft weiter verfolgen“, sagt Freund.

Allerdings auf Distanz und nicht so intensiv. „Ich werde jetzt auch die neu gewonnene Freizeit mit meiner Familie genießen.“ Am Sonntag im Auswärtsspiel beim TSV Bassum wird Freunds nun ehemaliger Assistent Arne Budelmann an der Seitenlinie verantwortlich sein. Und dann für länger? „Ich weiß es nicht“, sagt der 29-Jährige, „in der nächsten Woche werden Gespräche mit der Spartenleitung geführt.“

Budelmanns Fokus liegt ohnehin erstmal auf dem Hier und Heute. „Das vorrangige Ziel ist, dass wir wieder als Team zusammenrücken“, erklärt Budelmann vor der schweren Partie in Bassum: „Wilco hat versucht, mit seinem Rücktritt ein Signal zu geben, jetzt müssen wir auf dem Platz ein Zeichen setzen.“ Dass das Team nun für Freund spielen soll, geht Budelmann freilich etwas zu weit. „Die Mannschaft muss für niemanden spielen außer für sich selbst, denn sie ist absolut intakt. Nur zeigt sie das nicht so nach außen. Das müssen wir ändern.“

Kapitän Julian Michel gibt sich kämpferisch

Bis Sonntag will Budelmann, der von Bruder Torben und Kapitän Julian Michel unterstützt wird, noch eine Reihe von Gesprächen führen: „Ich will mir aus der Mannschaft auch Tipps holen, Anregungen, wo vielleicht noch eine Baustelle ist, die wir schließen müssen. Denn ab jetzt gibt es nur noch eine Richtung: nach vorn.“

Vom Rücktritt Freunds hat Budelmann am Montag erfahren. „Er hat mich ganz früh angerufen“, berichtet der Interims-Coach, der von der Entscheidung ziemlich überrascht war. „Wilco hatte es zwar schon mal angedeutet, aber ich habe es nicht empfunden, dass es so extrem war“, so Budelmann weiter, der die Trennung von Fußballlehrer Freund sehr bedauert: „Wilco ist jemand, von dem man sehr viel lernen kann. Das wird mir jetzt sicherlich fehlen. Schade, es hat mit ihm super Spaß gemacht.“

Nun ist es aber nicht so, dass sich Budelmann, Student für Business-Management an der Hochschule Bremen, ohne Freund völlig verloren vorkommt. Er hat als langjähriger Co-Trainer und Spieler selbst genügend Erfahrung, zudem Unterstützung. Und Budelmann gibt sich sogleich als Kämpfer: „Das Spiel gegen Bassum ist der richtige Zeitpunkt, den Schalter umzulegen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft ein Zeichen setzt.“

Eine Einschätzung, die Julian Michel teilt: „Die Jungs sind heiß, haben Bock auf Fußball. Wir müssen sehen, dass wir wieder als Team auftreten, dann gewinnen wir das Ding gegen Bassum auch.“ Dabei wird für den TSG-Kapitän mit entscheidend sein, „wer von den beiden Mannschaften mit den Vorkommnissen zuletzt am besten umgehen und wer die Vorgaben für das Spiel am besten umsetzen kann“. Denn auch in Bassum herrschte zuletzt große Unruhe, ehe man sich jetzt wieder zusammengerauft hat.

Warum es bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst zuletzt nicht nach Wunsch lief, darüber deckt Michel den Mantel des Schweigens: „Das besprechen wir intern. Was los war, wird nicht nach außen getragen. Ich bin aber zuversichtlich, dass es bergauf geht.“

Auch Michel erklärte, dass der Rücktritt von Freund für die Mannschaft sehr überraschend kam. „Keiner wusste etwas davon, wir waren alle sehr verblüfft“, räumte der Mittelfeldspieler ein: „Wilco hatte seine Gründe, und die müssen wir akzeptieren.“

Wichtig sei es nun, so Michel, nach vorn zu schauen. „Wir müssen versuchen, jetzt eine Siegesserie zu starten, um wieder in die Spur zu finden.“ Zudem müsse möglichst bald eine Lösung in der Trainerfrage gefunden werden. „Bis dahin“, ist Michel überzeugt, „werden wir es so hinbekommen.“

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