INTERVIEW Sudweyhes Coach Benjamin Jacobeit plant schon mit Aufstiegsrunde

„Wir machen das am Samstag klar“

Blickt dem Match am Samstag gegen Twistringen optimistisch entgegen: Sudweyhes Trainer Benjamin Jacobeit.
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Blickt dem Match am Samstag gegen Twistringen optimistisch entgegen: Sudweyhes Trainer Benjamin Jacobeit.

Sudweyhe – Fußball-Bezirksligist TuS Sudweyhe steht dicht vor dem Erreichen der Aufstiegsrunde: Ein Punkt aus den verbleibenden beiden Partien am Samstag gegen Twistringen oder im Nachholspiel am Donnerstag in Bassum reicht dafür. Ob TuS-Coach Benjamin Jacobeit deshalb bereits von der Landesliga träumt – und wie er die jüngste Impfdiskussion verfolgt, verrät uns der 39-Jährige im Interview.

Herr Jacobeit, beim jüngsten 1:1 gegen Okel hat Ihr Team den ersten „Matchball“ für das Ticket zur Meisterrunde vergeben. Wird in Sudweyhe jetzt wieder gezittert?

Also ich bin völlig entspannt. Direkt nach dem Okel-Match war ich zuerst verärgert, weil wir gegen einen defensiven Gegner nicht die richtigen Lösungen gefunden haben, aber unsere Ausgangsposition bleibt ja komfortabel.

Wie sicher sind Sie sich denn, dass der TuS die Aufstiegsrunde erreicht?

Ich bin ausgesprochen optimistisch, dass wir schon am Samstag alles klar machen.

Das Sudweyher Saisonziel war ja bereits vor der Saison klar formuliert worden. Es zählten nur die ersten beiden Plätze . . .

Das stimmt. Und wir liegen ja auch voll auf Kurs. Hätte mir jemand vor der Serie angeboten, dass wir zwei Spiele vor Schluss nur noch einen Punkt brauchen, hätte ich eingeschlagen.

Dennoch ist die Liga eng beieinander. Überrascht Sie die Ausgeglichenheit?

Überhaupt nicht. Uns war klar, dass es auf die nötige Konstanz ankommen wird, wenn man oben landen will. Um in die Meisterrunde zu kommen, darf man sich nicht viele Patzer erlauben.

Ist Sudweyhe das größtenteils denn gelungen?

Eigentlich schon. Eine 0:1-Heimpleite wie gegen Okel passiert halt. Richtig geärgert haben mich nur die Klatschen gegen Vilsen und Heiligenfelde. Da haben sich die Jungs am Ende ergeben.

Sudweyhe musste ja einige Neuzugänge integrieren. Wie gut ist das gelungen?

Anfangs lief es noch etwas holprig. Unsere Spielweise setzt ja äußerst aktives Arbeiten gegen den Ball voraus. Das brauchte seine Zeit. Aber mittlerweile haben die Jungs das verinnerlicht. Wir sind super zufrieden mit unseren Neuzugängen.

Spieltagstipp von Benjamin Jacobeit

SV Heiligenfelde - SV Bruchh.-Vilsen 1:1

TuS Sudweyhe - SC Twistringen 2:0

TV Stuhr - TSG Seckenhausen-F. 1:2

TSV Bassum - TSV Okel 0:1

Würden Sie jemand hervorheben, der Sie besonders positiv überrascht hat?

Schwierig. Also überrascht war ich natürlich nicht, dass Spieler wie Bastian Helms, Ole Scharf oder Maximilian Wirth unser Niveau erhöhen. Deren Qualitäten kannte man ja. Aber die Entwicklung von Jonas Grund ist schon phänomenal. Der Junge kommt aus der A-Jugend und bereichert auf Anhieb unser offensives Mittelfeld. Aber er ist halt ein geiler Zocker.

Wo Sie von der Offensive reden. Wie wichtig ist Ihnen Spektakelfußball?

Sven Helms und ich arbeiten ja gleichberechtigt zusammen. Als wir den Job übernommen haben, waren wir uns in einer Sache sofort einig. Reiner Ergebnisfußball ist mit uns nicht zu machen.

Auch nicht, wenn nur noch ein einziger Punkt zur Aufstiegsrunde fehlt?

(schmunzelt) Bösartige Frage. Im Notfall könnten wir wohl tatsächlich einen Bus vor dem Tor parken, aber das ist nicht unser Ansatz. Deshalb werden wir uns auch Samstag gegen Twistringen kein Unentschieden ermauern.

Setzen nicht aber viele Ihrer Trainerkollegen eher auf eine stabile Defensive? Twistringens Coach Uwe Küpker bemängelte jüngst das ständig sinkende Niveau. Kein Team würde sich mehr etwas trauen.

Den Eindruck habe ich auch. Das liegt aber am System. Alle Vereine wollen in erster Linie in die Meisterrunde, um nicht mehr absteigen zu können. Es geht nicht mehr darum, etwas zu erreichen. Sondern etwas zu vermeiden.

Glauben Sie angesichts dramatisch steigender Coronainfektionen denn, dass im neuen Jahr die Saison überhaupt fortgesetzt werden kann?

Das hoffe ich sehr. Wenn sich alle an die Regeln halten und vorsichtig sind, müsste es ja klappen. Zumal Fußball ein Freiluftsport ist. Auf dem Feld ist die Ansteckungsgefahr doch eher minimal.

Wäre vielleicht eine 2G-Regel noch sinnvoller? Also ein Ausschluss nicht geimpfter Spieler und Verantwortlicher . . .

Ich bin ein klarer Impfbefürworter und habe mich auch schon längst impfen lassen. Trotzdem halte ich Zwang immer für falsch.

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