Winkelmanns Wiedersehen

Künftiger Trainer der SG Diepholz sagt: „Mir fehlt der Fußball ohne Ende“

Gemeinsam im Garten: Jörg Winkelmann (links) übernimmt Bezirksligist SG Diepholz und trainiert dann auch wieder seinen Sohn Nico (rechts). Foto: winkelmann
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Gemeinsam im Garten: Jörg Winkelmann (links) übernimmt Bezirksligist SG Diepholz und trainiert dann auch wieder seinen Sohn Nico (rechts).

Lembruch/Diepholz - Mal eben rausfahren und ein Bild von einem neuen Trainer machen? Das ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht so einfach. Da hilft es natürlich enorm, wenn die Protagonisten mitspielen. „Klar, kein Problem“, sagt Jörg Winkelmann.

Kurz nach dem Telefonat schnappt er sich seinen Sohn Nico und einen Fußball, die beiden schlüpfen noch schnell in Sportklamotten, stellen sich zu Hause in Lembruch in den Garten und lassen sich ablichten. Fertig ist das Motiv des Bald-Coaches vom Fußball-Bezirksligisten SG Diepholz. Im Sommer übernimmt der 49-Jährige das Amt von Marcell Katt und wird dann – wie früher schon mal – auch seinen eigenen Sohn (22) in der Mannschaft haben. Für Winkelmann ist es zugleich eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte, vor knapp zehn Jahren hatte er für anderthalb Jahre das Sagen bei der SG Diepholz II.

„Wir hatten sehr positive Gespräche, das Konzept bei der SG Diepholz passt einfach“, sagt Winkelmann und meint die Verzahnung mit der zweiten Mannschaft der SGD sowie dem A-Junioren-Team, aus dem vor allem im kommenden Jahr einige Talente in den Herrenbereich aufrücken. „Mit jungen Leuten zu arbeiten, macht mir viel Spaß“, betont der Coach in spe: „Wir wollen sie schon in der kommenden Saison an die Mannschaft heranführen.“

Winkelmann hat im Südkreis einige Mannschaften betreut. Zunächst die Damen des SV „Friesen“ Lembruch, dann die A-Junioren der SG Brockum, die Herren des SV Barver, die Diepholzer „Zweite“, das A-Jugend-Team der Spielgemeinschaft Rehden-Wetschen-Diepholz, die Reserve des BSV Rehden und zuletzt – nach einem halbjährigen Abstecher zum TuS Levern – den TSV Aschen. Mit letztgenanntem Club wurde er zweimal hintereinander Meister, ehe den Zimmermann im Sommer 2019 eine Schulterverletzung für längere Zeit außer Gefecht setzte.

Nun kann es Winkelmann kaum erwarten, wieder einzusteigen: „Der Fußball fehlt mir ohne Ende.“ Zwei, drei andere Gespräche habe er geführt, sich letztlich aber für ein Comeback in Diepholz entschieden. Egal, in welcher Liga der aktuell Tabellenvorletzte in der kommenden Saison spielt. Er ist aber optimistisch, dass es weiterhin die Bezirksliga sein wird, denn: „Wenn wir uns noch ein bisschen verstärken, können wir da mitspielen.“ Viele Diepholzer hätten in der miserablen Hinrunde nicht das gezeigt, was sie eigentlich können. „Da steckt mehr Potenzial drin – und das möchte ich herauskitzeln“, meint Winkelmann, den SGD-Abteilungsleiter Frank Werner als „sehr motiviert und ehrgeizig“ beschrieben hat.

In Diepholz kommt es dann auch zur erneuten Zusammenarbeit zwischen Winkelmann senior und Winkelmann junior – wie schon in der Jugend und der „Zweiten“ in Rehden. „Wir freuen uns darauf“, sagt der Vater. Einen Bonus habe sein Sohn jedoch nicht: „Ich behandle alle gleich.“ Auch Nico, findet sein künftiger Trainer, könne in der Innenverteidigung oder als Sechser „noch viel mehr abrufen“.

In der aktuellen Spielzeit war dies allerdings ziemlich schwierig: Erst plagte sich Nico Winkelmann mit einem Bänderriss herum (erlitten in der Vorbereitung), dann folgte ein Ellbogenbruch. Nun ist er wieder fit und kann in der neuen Saison richtig angreifen – gemeinsam mit seinem Vater.

Kaderplanung: Ohne Otto und Vogt

Wenn Jörg Winkelmann im Sommer als Trainer bei der SG Diepholz einsteigt, werden die meisten Spieler aus dem aktuellen Kader noch dabei sein. „Bis auf Zwei haben alle zugesagt“, sagt Abteilungsleiter Frank Werner. Luca Vogt lege aus beruflichen Gründen eine einjährige Pause ein, der Pass bleibe aber in Diepholz, berichtet Werner. Und Torwart Lukas Otto „hat uns mitgeteilt, dass er hier aufhören möchte“. Saad Haji, der zunächst für die „Zweite“ gespielt hatte, wird laut Werner in der kommenden Serie fest zur ersten Mannschaft gehören.

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