Beide Matches bei 3:1-Siegen der Diepholzer Bundesliga-Squasher gewonnen

Wingelsdorfs Debüt mit weißer Weste

Perfekter Bundesliga-Auftakt: Der Diepholzer Julian Kischel gewann an Position drei am Wochenende seine beiden Partien.
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Perfekter Bundesliga-Auftakt: Der Diepholzer Julian Kischel gewann an Position drei am Wochenende seine beiden Partien.

Diepholz/Hamburg – Auftakt nach Maß für den 1. SC Diepholz! Die Bundesliga-Squasher fuhren am Samstag im Derby gegen den Bremer SC dank einer geschlossenen Mannschaftsleitung einen 3:1-Sieg ein, und mit dem gleichen Erfolgserlebnis verabschiedeten sie sich am Sonntag vom Team des Sportwerks Hamburg. „Auf Playoff- Platz zwei zu überwintern, ist klasse“, jubelte Spielertrainer Dennis Jensen. Zur Spitzenposition nach dem ersten Wochenende der Saison reichte es für die Niedersachsen zwar nicht – denn den nimmt der Top-Favorit Paderborner SC nach zwei makellosen 4:0-Erfolgen ein. Doch mit dem Branchenprimus, seines Zeichens Titelverteidiger und 15-facher deutscher Meister, wollen sich die Kreisstädter ohnehin nicht vergleichen.

Auch Julian Kischel siegt doppelt für Diepholz

1. SC Diepholz - Bremer SC 3:1: Die Hanseaten konnten zwar nicht in Bestbesetzung im Sauna- und Sportparadies antreten, das soll die Mannschaftsleistung des 1. SCD aber nicht schmälern. Das untere Paarkreuz war fest in Diepholzer Hand. Neuzugang Willi Wingelsdorf gab laut Jensen „ein tolles Debüt“ auf dem Diepholzer Centre Court und hatte keine Mühe, Florian Becker in drei deutlichen Sätzen zu schlagen. Der erste Sieg des 23-Jährigen im Diepholzer Trikot! Auch Julian Kischel sah Jensen an, dass er sich für diese Saison einiges vorgenommen hat. „Das spürte man in jeder Sekunde“, sagte der Teamchef über Kischels Match gegen Felix Göbel, das er nach vier Abschnitten für sich entschied.

Das darauf folgende Topspiel des Tages erfüllte voll und ganz die Erwartungen: Jensen hatte in Person von Omar Abdel Meguid den zweiten Diepholzer Neuzugang aufgeboten – und die ehemalige Nummer 25 der Welt kämpfte mit dem Belgier Joeri Hapers über fünf hochklassige Sätze. Dem 33-jährigen Ägypter fehlte nach einer langen Verletzungspause zwar noch die Matchpraxis, aber sein Händchen und seine Spielintelligenz durften seine neuen Kollegen schon in vollen Zügen genießen. „Hier haben wir einen zusätzlichen Trumpf in der Hand, den wir im weiteren Saisonverlauf ausspielen können“, freute sich Jensen.

Ungültiges Impfzertifikat: Gegner Muhwati muss draußen bleiben

An Position zwei siegte der 1. SCD in Person von Dylan Bennett kampflos, weil Bremens Blessing Muhwati wegen eines ungültigen Impfzertifikats der Zutritt unter 2G-Regeln verweigert wurde.

Sportwerk Hamburg - 1. SC Diepholz 1:3: Liveübertragung, eine tolle Zuschauerkulisse – und dann noch ein Auswärtssieg nach einem harten und spannenden Fight – besser konnte es für die Diepholzer nicht laufen. Dennis Jensen schenkte wieder Wingelsdorf das Vertrauen – und der schlug auf dem reinen Glascourt den Hamburger Lennard Hinrichs in drei Sätzen. „Willi hat in den entscheidenden Phasen kühlen Kopf bewahrt“, lobte der 46-Jährige seinen „Neuen“ nach dessen zweitem Sieg im zweiten Spiel. Auch Wingelsdorf selbst strahlte nach seinem Debüt: „Es hat großen Spaß gemacht mit dem Team und allen, die dazu gehören“, unterstrich der Ex-Stader.

Julian Kischel tat sich gegen den strak aufspielenden Fynn Schuck schwer und lag mit 1:2 Sätzen zurück, ehe ein Ruck durch ihn ging und er furios ausglich. Der fünfte Satz war dann ein Krimi, den Kischel im Tiebreak für sich entschied.

Und es folgte der nächste Thriller: Die Hamburger hatten den Weltranglisten-60. Benjamin Aubert auf der Top-Position aufgestellt, doch Diepholz’ Ägypter Omar Abdel Meguid lieferte ein Klassematch ab. Beide Akteure schenkten sich nichts, sodass es auch hier in den Entscheidungssatz ging – aber diesmal mit dem besseren Ende für den Franzosen.

Dauerbrenner Bennett macht Erfolg in Hamburg perfekt

Somit musste das Duell an Position zwei zwischen dem Spanier Nilo Vidal und Diepholz‘ Dylan Bennett die Entscheidung bringen. Der Niederländer, der in seine 13. Serie beim 1. SCD ging, spielte seine komplette Erfahrung aus und sicherte sich mit einem Viersatz-Sieg den Auswärts-„Dreier“ unter großem Jubel der Gäste.

Squash-Bundesliga im Stenogramm

1. SC Diepholz - Bremer SC 3:1: Omar Abdel Meguid - Joeri Hapers 2:3 (7:11, 11:3, 10:12, 11:8, 6:11); Dylan Bennett - Blessing Muhwati 3:0 (11:0, 11:0, 11:0); Julian Kischel - Felix Göbel 3:1 (11:2, 7:11, 11:8, 11:9); Willi Wingelsdorf - Florian Becker 3:0 (11:5, 11:4, 11:3).

Sportwerk Hamburg - 1. SC Diepholz 1:3: Benjamin Aubert - Omar Abdel Meguid 3:2 (11:7, 11:13, 11:5, 5:11, 11:9); Nilo Vidal - Dylan Bennett 1:3 (12:10, 7:11, 7:11, 9:11); Fynn Schuck - Julian Kischel 2:3 (13:11, 8:11, 11:5, 5:11, 10:12); Lennard Hinrichs - Willi Wingelsdorf 0:3 (7:11, 9:11, 9:11).

„13 Jahre für Diepholz – das ist eine stolze Zeit“, gestand auch Bennett. Doch er scheint sie nach wie vor zu genießen: „Ich freue mich immer, hier zu sein – und wenn ich dazu beitragen kann, dass wir gewinnen, dann umso mehr!“

Nach diesem schlauchenden Doppelpack haben die Kreisstädter in der 1. Squash-Bundesliga Nord nun erst einmal Winterpause. Weiter geht‘s – so jedenfalls der Plan vor der erneuten Eskalation der Pandemie – am Samstag, 15. Januar 2022, mit dem Auftritt in der Bundeshauptstadt bei Airport Squash Berlin. Am darauf folgenden Sonntag, 16. Januar, steht dann das Heimspiel gegen den SC Hasbergen an – „und das hoffentlich wieder bei voller Zuschauerauslastung“, wünscht sich Jensen mit Blick auf die Corona-Lage.

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