Wilkens kugelt sich die Schulter aus / Landesligist im Pokal mit Sieg und Niederlage

Sulingens Sorgen vergrößert

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Sulingens Rückraumakteur Jonas Langnau (beim Wurf) erzielte am Sonnabend im HVN-Pokal in zwei Begegnungen insgesamt neun Tore. Er schied mit seinem Team aus dem Wettbewerb aus.

Sulingen - Aus in der ersten HVN-Pokalrunde für den TuS Sulingen: Die Landesliga-Handballer belegten beim Dreier-Turnier am Sonnabend in Sulingen den zweiten Platz. Zwar bezwangen sie in der ersten Partie die HSG Aller-Verden mit 39:28, waren aber in der zweiten Begegnung beim 26:38 gegen den Klassenkonkurrenten TuS Rotenburg chancenlos. Zu allem Überfluss kugelte sich Neuzugang Julian Wilkens auch noch die Schulter aus.

Die Verletzungssorgen bei den Sulestädtern haben sich somit vergrößert, denn Julian Meyer (Kreuzbandriss), Björn Meyer (Finger ausgekugelt) und Jan Scharf (Schraube aus dem Sprunggelenk entfernt) fielen bereits im Vorfeld des Turniers verletzungsbedingt aus. Einen ordentlichen Eindruck hinterließen Rückraumakteur Patrick Kappermann und Kreisläufer Stefan Borchert.

TuS Sulingen - HSG Aller-Verden 39:28 (17:15): „Das war ein gutes Vorbereitungsspiel. Wir haben den Ball schnell gemacht, viele Konzepte gespielt, und jeder hat seine Spielanteile bekommen“, sagte Sulingens zufriedener Trainer Ingolf Semper, der aufgrund des Ausfalls von Björn Meyer selbst mitwirkte. Denn ohne den 45-Jährigen hätten die Gastgeber keinen Linkshänder in ihren Reihen gehabt.

Die Sulinger begannen mit einer aggressiven 3:2:1-Abwehr, kamen zu Ballgewinnen und liefen mehrere Gegenstöße. Sie führten schnell mit 6:1 (5.), behaupteten diesen Vorsprung bis zum 12:7 (18.). Danach steigerte sich der Gegner. „Wir haben uns aber nicht mehr richtig bewegt und nicht an die Konzepte gehalten“, monierte Ingolf Semper. So verkürzte die HSG Aller-Verden mit dem Haupttorschützen Tobias Albert (6) auf 15:17.

Nach dem Wechsel zogen die Hausherren die Zügel wieder an, setzten sich mit einem Zwischenspurt entscheidend von 23:19 (39.) auf 27:20 (45.) ab. Am Ende gab’s einen Kantersieg.

TuS Sulingen - TuS Rotenburg 26:38 (8:17): „Die Rotenburger haben uns mit ihrer offensiven Deckung den Schneid abgekauft“, befand Ingolf Semper. Nur bis zum 3:5 (7.) hielten die Sulinger mit. „Danach haben wir uns nicht mehr bewegt, Bälle weggeschmissen“, analysierte der TuS-Coach. Die Rotenburger mit den starken Rückraumakteuren Jens Koch (8) und Luka Bruns (7) zogen über 11:4 (20.) bis zur Pause entscheidend auf 17:8 davon. Die läuferisch starken Gäste erzielten die Hälfte ihrer Tore über die erste und zweite Welle. Spielmacher Fabian Knappik leitete das Gros der Gegenstöße ein.

Die Gastgeber konnten auch körperlich in Hälfte zwei nicht mehr gegenhalten. Nach 40 Minuten kugelte sich Linksaußen Julian Wilkens bei einer Aktion die Schulter aus. Bei den Sulingern gingen die Köpfe immer weiter nach unten. Über 13:26 (42.) und 22:35 (54.) kassierten sie am Ende eine 26:38-Klatsche.

„Wir sind nach dem Auftaktsieg auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden“, hakte Semper das Spiel ab. Die Rotenburger haben als Gruppensieger die zweite HVN-Pokalrunde erreicht.

mbo

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