Wietzens Siegtorschütze Max Grulke ist sich sicher: „Unser Haufen fällt nicht auseinander“

„Wir haben eine geile Truppe“

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Mit seinem Siegtor gegen Spitzenreiter TSV Wetschen hat Max Grulke (rechts) Schlusslicht TSV Wietzen Leben und ein gutes Gefühl für die Winterpause eingehaucht.

Wietzen - Von Arne Flügge. Nein, so recht wusste Max Grulke auch gestern noch nicht, wie er den Ball nun genau in der 77. Minute über die Linie gedrückt hatte. „Es war komplett aus dem Gewühl heraus. Jeder hat da seinen Fuß hingehalten“, sagt der Offensivspieler von Fußball-Bezirksligist TSV Wietzen: „Und ich hab’ ihn dann irgendwie zwischen Schuh und Schienbein getroffen.“ Am Ende war’s dem 20-Jährigen auch egal. Der Tabellenletzte gewann durch sein „Stochertor“ gegen den schier übermächtigen Spitzenreiter TSV Wetschen mit 1:0. Ein wichtiges Lebenszeichen für den Club.

„Es war schon ein geiles Gefühl, als der Ball drin war“, räumt Grulke ein, „noch schöner war das Gefühl aber, als abgepfiffen wurde und wir das Spiel dann auch tatsächlich gewonnen hatten. Das war Erleichterung pur.“ Schließlich wollte die Mannschaft auch ihrem scheidenden Kollegen Benjamin Bauer noch ein schönes Abschiedsgeschenk machen: „Und das ist uns damit super gelungen.“

Grulke, Polizeischüler in der Akademie in Nienburg, fühlt sich wohl in Wietzen trotz der sportlichen Misere und trotz der bereits fünf feststehenden Abgänge zur Winterpause. „Ich werde weitermachen“, verspricht der Offensivspieler, „wir haben eine geile Truppe mit einem tollen Zusammenhalt. Und das ist unabhängig von Tabellenplatz oder Liga. Ich bin mir sicher, dass unser Haufen nicht auseinanderfällt.“

Fest steht, dass Trainer Friedhelm Gaede sein Engagement nicht über das Saisonende hinaus verlängern wird. „Ich habe vor, nicht mehr als Trainer in Wietzen zu arbeiten“, bestätigt der 65-Jährige. Zwar gibt es in dieser Woche noch ein Gespräch mit dem ersten Vorsitzenden Dieter Pielhop, „doch ich denke, dass es trotzdem bei meinem Entschluss bleibt“.

Nach dem Heimsieg gegen Wetschen trafen sich Mannschaft und Vorstand, um über die Zukunft zu sprechen. Gaede war schon nicht mehr dabei. Ein deutliches Indiz für seine bevorstehende Demission im Sommer. Für den Club wird es eine Herkulesaufgabe, die Bezirksliga-Saison jetzt vernünftig zu Ende zu spielen. Denn in Madjid Derwisch, Metin Boran, Orhan Boran (aller Interkomata Nienburg), Ismail Baydak (SV GW Stöckse) und Benjamin Bauer (Ziel unbekannt) haben fünf Spieler den Club bereits verlassen. Zudem fallen Philipp Lühring und Kristoph Stegmann nach Kreuzbandrissen noch länger aus. „Die Mannschaft hat signalisiert, dass sie sich weiter zusammenraufen und die Saison gemeinsam vernünftig beenden will“, fasst Pressesprecher Arno Stumpenhausen das Gespräch am Sonntagabend zusammen: „Wir werden noch enger mit der Zweiten zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass auch alle mitziehen. Was danach kommt, müssen wir abwarten.“

Die restlichen Jungs wollen also zusammenbleiben. Ein gutes Zeichen. Umso mehr hat sich Trainer Gaede am Sonntag gefreut, dass die Mannschaft lebt. „Wir hatten nur elf Spieler aus dem Kader dabei, jeder hat gekämpft“, sagt Gaede, der natürlich ein Sonderlob fürTrainer Gaede hört

im Sommer auf

seinen Matchwinner parat hat: „Max hat sich gut in die Saison hineingearbeitet, er hat eine gute Körpersprache, ist mutig im Eins-gegen-Eins, ehrgeizig und immer beim Training.“ Natürlich könne Grulke noch an seiner Technik schrauben, meint der TSV-Trainer.

Der Spieler selbst weiß, dass er noch vieles lernen muss. „Ich fasse mir teilweise an den Kopf, was ich noch für Fehler mache“, räumt der 20-Jährige ein: „Zum Glück habe ich erfahrene Kollegen, die dann meine doofen Patzer ausmerzen können.“

Das kommt sympathisch rüber. Gaede: „Max ist unheimlich bescheiden und total in Ordnung. Er passt zu 100 Prozent zu Wietzen.“ Und Grulke hat sich als Jugendspieler auch nicht an den großen Stars orientiert, sondern an seinem heutigen Kollegen Philipp Lühring. „Als ich vor eineinhalb Jahren bei den Herren angefangen bin, wollte ich so werden wie Philipp, wir spielen fast die gleiche Position“, sagt Grulke.

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