Fußball-Bezirksliga-Schlusslicht unterliegt in Wetschen 2:5 / Scharnitzky und Katt treffen doppelt / Ripke: „Wir sind nachlässig geworden“

Wietzen spielt in der ersten Halbzeit wie ein Absteiger

Wetschens Oliver Zboron (r.) – hier im Zweikampf mit Wietzens Robert Fiterer – erzielte am Sonnabend beim 5:2-Erfolg das Tor zum zwischenzeitlichen 4:0. ·
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Wetschens Oliver Zboron (r.) – hier im Zweikampf mit Wietzens Robert Fiterer – erzielte am Sonnabend beim 5:2-Erfolg das Tor zum zwischenzeitlichen 4:0. ·

Kreis-Diepholz - Von Matthias BorchardtWETSCHEN · Nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit steigerte sich Fußball-Bezirksliga-Schlusslicht TSV Wietzen zumindest in den zweiten 45 Minuten, unterlag am Sonnabend vor 80 Zuschauern beim TSV Wetschen nur mit 2:5 (0:5).

Wietzens Trainer Torsten Klein hatte schon zur Pause einen dicken Hals und meinte später: „So schlecht habe ich meine Mannschaft noch nicht gesehen. Wir haben keinen Kampf an den Tag gelegt. Die zweite Hälfte war dann okay, aber für die zwei Tore gibt’s keine Punkte.“

Wietzens Pressesprecher Arno Stumpenhausen haderte beim 0:5-Halbzeitstand: „Jeder hat Angst, einen Fehler zu machen. Die ganze Hintermannschaft ist verunsichert.“ Das wurde schon nach 141 Sekunden deutlich: Bei einem Pass von Marcell Katt stand Wietzens Keeper André Schreuder viel zu weit vor seinem Tor, beim Lupfer zum 0:1 von Goalgetter Florian Scharnitzky schaute er nur noch hinterher. Es kam für die Gäste noch dicker: Nach einem Freistoß von Andre Krause bediente Marwin Meyer Mittelfeldakteur Marcell Katt, der den Ball eiskalt zum 2:0 (9.) versenkte. „Das ist zu billig“, wetterte Schreuder. Im Gegenzug hätte der Tabellenletzte eigentlich treffen müssen: Nach einer Linksvorlage von Roman Fiterer knallte Nils Linderkamp den Ball an den Pfosten, den Abpraller des 23-Jährigen wehrte Wetschens Marcus Pfannenschmidt auf der Linie ab (10.). Anschließend bestimmten die Wetscher das Spiel, profitierten aber auch von den Fehlern des TSV Wietzen. Nach einer weiten Flanke von Kim Siebert erhöhte Scharnitzky mit seinem 19. Saisontor auf 3:0 (23.). Nur 60 Sekunden später scheiterte Krause an Schreuder, den Abpraller verwandelte Oliver Zboron zum 4:0 (24.). Die Verunsicherung der Gäste nahm zu. Einen zu kurzen Rückpass von Benjamin Bauer erlief Scharnitzky, aber Robert Fiterer wehrte den Schuss auf Kosten einer Ecke ab (28.). Auch in der Folgezeit zeigte der heiße Abstiegskandidat kein Zweikampfverhalten. Kurz vor der Pause köpfte Katt den Ball nach einer Freistoß-Hereingabe von Krause zum 5:0 (43.) ins Tor.

Nach dem Wechsel fühlten sich die Hausherren zu sicher. „Wir sind nachlässig geworden, wollten das Ergebnis verwalten. Wir haben nicht mehr den Druck entwickelt, um noch ein Tor zu erzielen“, monierte Trainer Franz-Josef Ripke.

So gelang Roman Fiterer nach einer Linksvorlage von Metin Boran das 1:5 (59.). Nur sechs Minuten später brachte Bauer die „Pille“ nicht an Wetschens Torhüter Kai Winkler vorbei (65.). Die Wietzer spielten weiter nach vorn. Nach einer Faust abwehr von Kai Winkler gab der schwache Schiedsrichter Alexander Sieker (SC Deckbergen-Schaumburg) einen Elfmeter. Er hatte bei dieser Aktion ein Foul an Linderkamp gesehen. Daniel Müller verwandelte den Strafstoß zum 2:5 (71.). Anschließend rissen sich die Wetscher wieder zusammen, erarbeiteten sich Chancen. Katt (Kopfball vorbei/75.), Ömer Sünün (Schreuder hielt/76.) und Scharnitzky (daneben/89.) vergaben ein sechstes Tor. In der Endphase handelte sich Wietzens Ferenc Hilker nach einem Foul an Enno Kohl noch die Ampelkarte ein (83.).

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