Heimpleite gegen Wetschen / Trainer Meyer: „Klassenerhalt nicht realistisch“

0:1 und wieder Letzter – Hoyas Hoffnung schwindet

Rassige Zweikämpfe gab’s gestern einige – wie hier zwischen Wetschens Kim Siebert (rechts) und Hoyas Daniel Nadolski, der später verletzt ausgewechselt werden musste. ·

Hoya - Von Malte RehnertNach nur zwei Spielen ist die Serie der SG Hoya schon wieder beendet – und die Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga weiter gesunken. Gestern gab’s auf eigenem Platz ein 0:1 (0:1) gegen den TSV Wetschen. Hoya rutschte damit vorm vorletzten auf den letzten Platz ab, Wetschen bleibt Fünfter.

Hoyas Trainer Jens Meyer klang hinterher ziemlich deprimiert: „Die zweite Halbzeit war ernüchternd für eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft. Wir wollten mit Einsatz und Leidenschaft zeigen, dass wir in die Bezirksliga gehören – das ist uns heute leider nicht gelungen. Ich hatte den Eindruck, dass wir nicht alles in die Waagschale geworfen haben“, meinte der Coach und fügte an: „Der Klassenerhalt ist nicht realistisch.“ In 21 Spielen hat der Aufsteiger erst fünf Siege eingefahren. Vier weitere – in nur noch acht Spielen – müssten es laut Meyer für die Rettung noch sein: „Und da ist die Wahrscheinlichkeit gering.“

Wesentlich besser steht derweil der TSV Wetschen da, der zum sechsten Mal hintereinander nicht verlor und bereits den dritten Sieg in Folge feierte. Mit nun 35 Punkten ist der Klassenerhalt praktisch sicher. „Wir sind so gefestigt, dass wir in Kürze endgültig den Sack zumachen können“, urteilte Trainer Franz-Josef Ripke, der von seinem Team gestern „eine gute Mannschaftsleistung“ sah: „Es war ein Kampfspiel – und nicht einfach.“

Die beiden Mannschaften, die erst am 5. April das nachgeholte Hinspiel bestritten hatten (0:0), mussten sich erst mal eine ganze Weile gedulden. Weil bei der vorherigen Partie von Hoya II gegen Eystrup II (4:3) der Schiedsrichter fehlte, kam’s zu Verzögerungen. Mit knapp 45 Minuten Verspätung ging’s dann los, allerdings nicht gerade feurig. Beide brachten in der Offensive zunächst fast nichts zustande. Nach 24 Minuten lag der Ball zwar im Hoyaer Netz, doch Wetschens Stürmer Björn Pattke hatte ihn eindeutig mit der Hand dorthin befördert und sah dafür Gelb.

Die dickste Chance der Hausherren resultierte aus einer Standardsituation. Andreas Hormann traf bei seinem strammen Freistoß aus 18 Metern den Pfosten (34.). Trotzdem: Hoya wirkte nun entschlossener, kassierte aber mitten in dieser dominanten Phase das 0:1. Der extrem schnelle Pattke ent-eilte der SGH-Abwehr, seinen Querpass verwertete der mitgelaufene Falk Zboron (37.).

Mit der knappen Führung schien Wetschen bestens leben zu können. „Wir haben das ein bisschen verwaltet, weil wir wohl Angst vor Fehlern hatten“, mutmaßte Ripke. So richtig in Gefahr brachte Hoya die Gäste allerdings nur noch ein Mal, als Andreas Hormann an TSV-Keeper Mike Jahn scheiterte (83.). „Wir haben uns zu wenig Chancen erarbeitet, am Willen lag’s sicher nicht“, versicherte SGH-Torwart Alexander Jeck nach dem bitteren Rückschlag im Abstiegskampf.

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