1:2 – Atlas Delmenhorst nutzen Abwehrfehler zum Sieg

Wieder ein früher Schock für Rehden

Diesmal Rechtsverteidiger: Rehdens Julijan Popovic (l.) setzt sich hier gegen Delmenhorsts Linksverteidiger und Startelf-Debütanten Philipp Eggert durch.
+
Diesmal Rechtsverteidiger: Rehdens Julijan Popovic (l.) setzt sich hier gegen Delmenhorsts Linksverteidiger und Startelf-Debütanten Philipp Eggert durch.

Rehden – Hätte Andreas Golombek an diesem Freitagabend zur Nassrasur angesetzt – die Klinge wäre am versteinerten Gesicht des Trainers vom BSV Rehden abgebrochen. Während der 53-Jährige mit finsterer Miene in der Pressekonferenz nach dem Regionalliga-Heimspiel gegen den SV Atlas Delmenhorst ins Leere stierte, nippte SVA-Coach Key Riebau neben ihm genüsslich an einem Siegerbierchen.

Rehdens Trainer Golombek wettert gegen Schiedsrichter

„Wir haben uns das Glück erarbeitet“, urteilte Riebau nach dem 2:1 (1:0)-Sieg und räumte ein, „dass es mir für ,Golo‘ unheimlich leidtut“.

Der wiederum rügte seine Abwehr nach dem wieder mal frühen Gegentor – „diesmal schon nach einer Minute“, wetterte allerdings auch gegen Schiedsrichter Tim-Alexander Strampe und seine Assistenten: „Irgendwann hat man bei solchen Schiris keine Lust mehr. Entweder, sie pfeifen ordentlich – oder sie sollen es lassen!“ Der Fußballlehrer sah sein Team unter anderem durch kleinliches Pfeifen gegen die Gastgeber und ein nicht gegebenes Tor von Bocar Djumo benachteiligt. Gleichwohl stellte er klar: „Deswegen haben wir nicht verloren.“

Tobias Steffen trifft schon nach 45 Sekunden

Wohl aber wegen mangelnder Chancenausbeute vorn und fehlender Zuordnung hinten. Schon nach 45 Sekunden schepperte es im BSV-Gehäuse: Cerruti Siya setzte sich stark über rechts durch, Tobias Steffen veredelte die Hereingabe im Nachsetzen viel zu frei zentral vor dem Tor – 0:1. Siya hätte nach einer Viertelstunde erhöhen können, scheiterte aber freistehend an BSV-Torwart Flemming Niemann.

Zwischendurch hatten sich die Platzherren nach vorn vor allem über außen bemüht, in der Mitte ließ die Gäste-Abwehr den Stürmern Michael Seaton und Kevin Coleman aber keinerlei Raum. Ein Abschluss von Coleman war sichere Beute des früheren BSV-Keepers Rico Sygo (26.), zuvor hatte Rehden nur Gefahr bei zwei Ecken von Kamer Krasniqi ausgestrahlt. Auf der anderen Seite musste Niemann in höchster Not gegen den durchgebrochenen Marco Stefandl retten (30.). So blieb es beim aus Rehdener Sicht noch glücklichen 0:1 zur Pause.

Erst der eingewechelte Djumo strahlt vorn Gefahr aus

Zum zweiten Durchgang schickte Golombek in Djumo eine weitere Offensivkraft aufs Feld. Mit dem Portugiesen wurde es vorn deutlich gefährlicher - und er drehte schon sechs Minuten nach Wiederanpfiff jubelnd ab, als er einen Pass von Daniel Haritonov in die Maschen gedrückt hatte. Doch die Freude währte nur kurz, denn Strampe pfiff den Treffer wegen eines angeblichen Handspiels von Djumo zurück.

Die Szene wirkte aber als Weckruf: Krasniqi zwang Sygo mit sattem Schuss zur Flugeinlage (55.) – und dann schlug Djumo wirklich regelkonform zu: Einen feinen Pass von Krasniqi schloss er von links per Direktabnahme ins lange Eck zum 1:1 ab (58.). Wenig später hätte Djumo Popovic fast zum 2:1 bedient, doch der zielte knapp links daneben (61.).

Stenogramm

Regionalliga Nord

Südstaffel - BSV Rehden - Atlas Delmenhorst 1:2 (0:1) - Rehden: Niemann - Popovic (74. Lindner), Roschlaub, Becken, Haritonov - Tomic (46. Djumo), Temin, Krasniqi, Nandzik - Seaton, Coleman (69. Menga). Delmenhorst: Sygo - Eggert, Sari, Baloki, Rauh - Eggerslüß, Schindler - Steffen (85. Stöhr), Siya (85. Taag), Stefandl (89. Mjeshtri) - Ferfelis (62. Janssen). Tore: 0:1 (1.) Steffen, 1:1 (58.) Djumo, 1:2 (73.) Sari. Schiedsrichter: Tim-Alexander Strampe (MTV Handorf). Zuschauer: 260.

In den folgenden zehn Minuten diktierte der BSV das Geschehen – und fing sich wie aus dem Nichts den erneuten Rückstand: Eine Ecke von Oliver Schindler drückte Yunus Sari aus dem Gewühl zum 2:1 im Fallen in die Maschen (73.). Golombek reagierte prompt, warf in Jaroslaw Lindner den nächsten Stürmer rein. Der BSV rannte an, flankte, köpfte, ackerte – „aber Delmenhorst hat das mit Mann und Maus verteidigt und richtig gut gemacht“, sagte Golombek anerkennend in Richtung seines Kollegen Riebau.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Meistgelesene Artikel

Ein Spiel sieht rot

Ein Spiel sieht rot

Ein Spiel sieht rot
„Ein geiler Moment“: Ölges Traumtor beschert Neuenkirchen emotionalen 1:0-Sieg gegen Nordwohlde

„Ein geiler Moment“: Ölges Traumtor beschert Neuenkirchen emotionalen 1:0-Sieg gegen Nordwohlde

„Ein geiler Moment“: Ölges Traumtor beschert Neuenkirchen emotionalen 1:0-Sieg gegen Nordwohlde
Brinkum trotz 4:1-Sieg bei Werder III weit weg von der Bestform

Brinkum trotz 4:1-Sieg bei Werder III weit weg von der Bestform

Brinkum trotz 4:1-Sieg bei Werder III weit weg von der Bestform
„Das kann doch gar nicht sein“

„Das kann doch gar nicht sein“

„Das kann doch gar nicht sein“

Kommentare