Rieckhof und Klenke glänzen beim 4:3

Sulingen rettet Sieg in spektakulärem Spiel über die Zeit

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Der „Spieler des Spiels“ laut Trainer Walter Brinkmann: Sulingens Tim Rieckhof (am Ball).

Sulingen – Was für ein Spiel! Nach wildem Hin und Her hat der TuS Sulingen am Samstagnachmittag mit 4:3 (2:0) gegen den TSV Pattensen gewonnen – und Sulingens Trainer Walter Brinkmann war nach der Landesliga-Heimpartie nicht einmal sauer, obwohl seine Fußballer beinahe eine 3:0-Führung hatten liegenlassen. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir es souverän nach Hause bringen“, schränkte der 57-Jährige zwar direkt ein, geriet dann aber doch ins Schwärmen: „Aber so ein Spiel mit diesen Emotionen ist doch etwas ganz Besonderes.“ Brinkmann zog einen interessanten Vergleich: „Es war am Ende wie der Start in einem Formel-1-Rennen: hochklassig, spannend, einfach gute Unterhaltung.“

Doch nicht nur der Endspurt konnte sich sehen lassen, denn von Beginn an boten beide Teams tollen Fußball an, zeigten klasse Kombinationen. Die erste leitete Sulingens Tim Rieckhof mit einem starken Dribbling über die linke Seite ein, seine Flanke von der Grundlinie fand Chris Brüggemann, der mit dem Kopf für Pierre Neuse ablegte. Dieser hatte kein Problem, volley den Führungstreffer zu markieren (16.). Und die Gastgeber machten weiter Dampf, Rieckhof traf zwei Minuten später nach einem Steckpass von Neuse trocken ins lange Eck.

Nach der Pause veredelte Jona Hardt die nächste schöne Kombination, nach „Ein-Pass-Fußball“ (Brinkmann) über die Stationen Taiki Hirooka und Julian Fehse traf er zum 3:0 und zur Vorentscheidung (49.) – dachten viele. Doch dann „hat der Gegner brutal aufgemacht, uns war klar, dass wir nicht mehr alles verteidigen können“, erklärte der TuS-Coach. So zum Beispiel in der 64. Minute, als Pattensens Georg-Sebastian Schwarz eine Linksflanke von Darius Marotzke zum 1:3 einschoss. Und plötzlich waren die Gäste wieder voll im Geschäft, denn Simon Hinske gelang nach einer starken Einzelaktion der Anschlusstreffer (70.). Der eingewechselte Sulinger Dennis Pissor sorgte mit seinem 4:2 (79.) nach erneut starker Rieckhof-Vorarbeit ein bisschen für Ruhe – allerdings nur eine Minute lang. Denn traf abermals Hinske zum Anschluss. „Wir waren der Meinung, wir sind durch, das war eine Unaufmerksamkeit“, ärgerte sich Brinkmann. Doch sein Team brachte die Führung über die Zeit.

„Wir haben ein sehr schönes Spiel mit feinem Hochgeschwindigkeits-Fußball auf beiden Seiten gesehen. Wir hätten allerdings früher höher führen müssen. Leider haben wir aber viele große Chancen, zum Beispiel durch Taiki, Tim, Chris oder Sebastian (Elvers, d. Red.) liegenlassen“, meinte Sulingens Trainer, der vor allem zwei Spieler aus dem starken Kollektiv hervorhob. „Yanik Klenke hat das erste Mal bei uns im Tor gestanden, er spielt ja eigentlich in der Zweiten. Aber er hat sich den Einsatz verdient und den Einsatz total gerechtfertigt. Er ist so beweglich wie eine Katze, hat uns ein-, zweimal wirklich den Arsch gerettet“, sagte Brinkmann über den Keeper, der in der 85. Minute mit leichtem Schwindel ausgewechselt werden musste. Auch Rieckhof erhielt ein Sonderlob: „Er hat ein Tor gemacht und zwei weitere schön vorbereitet. Tim war sehr aktiv und schwer zu halten. Für uns war er dadurch der Spieler des Spiels.“

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