„Wie 36 fühlt sich mein Körper jedenfalls nicht an“

Stürmer Mehmet Koc will beim TuS Sulingen noch viele erfolgreiche Jahre erleben

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Sulingens Mehmet Koc (re.) ist noch lange nicht müde. Am liebsten würde er noch einmal in der Oberliga auflaufen.

Sulingen - Von Julian Diekmann. Mehmet Koc gehört mit seinen 36 Jahren ohne Zweifel zu den ältesten Spielern in der Fußball-Landesliga. Im Kader des TuS Sulingen, für den er regelmäßig auf Torejagd geht, ist er sogar der älteste Spieler. Doch alt fühlt sich der Angreifer nicht – ganz im Gegenteil. „Körperlich bin ich immer noch topfit“, sagt er mit voller Überzeugung: „Wie 36 fühlt sich mein Körper jedenfalls nicht an – eher wie eines unter 30-Jährigen.“ Dass er aktuell voll im Saft steht, stellte der Stürmer erst am Wochenende eindrucksvoll unter Beweis, als er seinen TuS zum Landesliga-Auftakt mit zwei Treffern zum 3:1-Heimsieg über SV Brigitta-Elwerath Steimbke führte.

Da lag es auf der Hand, dass Koc zu unserem ersten Spieler des Wochenendes der neuen Spielzeit 2018/19 gekürt worden ist.

Und Koc zahlt das in ihn gesetzte Vertrauen mit starken Leistungen zurück. „Das liegt aber auch daran, dass ich in meiner sportlichen Karriere weitgehend von schweren Verletzungen verschont geblieben bin. Von daher bin ich immer noch in der Lage, über die vollen 90 Minuten zu gehen“, lässt Koc keine Zweifel aufkommen, wer Sulingens Stürmer Nummer eins ist.

Und wenn es nach dem Angreifer mit türkischen Wurzeln geht, soll sich daran in näherer Zukunft auch nichts ändern. „Ich mache mir momentan überhaupt gar keine Gedanken, ob diese Saison meine letzte sein könnte. Ein paar Jährchen möchte ich für den TuS Sulingen gerne noch auflaufen und dann irgendwann meine fußballerische Karriere im Sportpark beenden.“

Doch bis es soweit ist, will Koc mit Toren dazu beitragen, dass Sulingen baldmöglichst wieder in der Oberliga aufläuft. „Ganz ehrlich“, gesteht der Angreifer, „wurmt mich der Abstieg immer noch. Es war einfach ein schönes Abenteuer, das ich gerne noch einmal erleben möchte. Nach der schlechten Rückrunde sind wir schon verdient abgestiegen. Ich möchte aber beweisen, dass wir dazugelernt haben und es besser können.“

Nun müssen sich Koc und seine Mannschaft aber erst einmal in der klassentieferen Landesliga erneut beweisen. Und er ist überzeugt, „dass wir dort eine gute Runde spielen“. Denn eines steht fest: Als Oberliga-Absteiger zählt der TuS Sulingen eindeutig zum Kreis der Meisterschaftsanwärter – auch wenn sein Trainer Maarten Schops es nicht gerne hört und das Wort Wiederaufstieg erst gar nicht in den Mund nehmen möchte. „Ich glaube, dass wir eine sehr gute Serie spielen können“, ist Koc überzeugt: „Ich zähle uns neben den SV Ramlingen-Ehlershausen und den SV Bavenstedt auf jeden Fall zu den stärksten Teams der Liga. Ich will am Ende am liebsten ganz oben stehen. Aber ich denke, dass die drei Mannschaften die Meisterschaft unter sich ausmachen werden.“

Und für das Ziel ist Koc, der beim Hauptsponsor des TuS Sulingen als Lagerist arbeitet, bereit, sein letztes Hemd zu geben: „Wir haben im Club einen super Teamspirit. Wenn alle am selben Strang ziehen, bin ich mir auch sicher, dass wir eine sehr gute Serie spielen. Ich als Stürmer werde natürlich an Toren gemessen und hoffe, dass ich mit vielen Treffern dazu beitragen kann, unsere Ziele zu erreichen.“ Seine Statistik kann sich schon jetzt sehen lassen. In 109 Einsätzen für den TuS Sulingen erzielte der Stoßstürmer starke 59 Treffer.

Dass ihm sein Trainer mit Spielern wie Ramin Safi, Marvin Zawodny, Kevin Reinking oder Eigengewächs Mario Meyer nun Konkurrenz vor die Nase gesetzt hat, stört den Vater von zwei Kindern wenig. „In den vergangenen Spielzeiten war ich auf meiner Position meistens konkurrenzlos. Aber die neue Situation spornt mich eher an. Wie heißt es so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft. Wenn ich allerdings meine Leistung über die komplette Spielzeit konstant abrufe und immer Vollgas gebe, bin ich und bleibe ich wichtig.“

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