Weyhes neuem Trainer Edu Yakan stehen nur 17 Spieler zur Verfügung / Keine Freigabe für Barufe

„Mörder-Saison“ mit Mini-Kader

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Mit folgenden Neuzugängen gehen Weyhes Co-Trainer Horst Albinger (links) und Cheftrainer Edu Yakan (rechts) in die für den SCW am Sonntag beginnende Saison in der Fußball-Bezirksliga (v.l.): Gerrit Privenau, Berkay Imren, Berke Yilmaz, Atakan Karakoc und Richy Rabba.

Weyhe - Von Gerd Töbelmann. Das könnte ein Ritt auf der Rasierklinge werden: Am Sonntag steigt der SC Weyhe in eine Saison der Fußball-Bezirksliga ein, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Durch die Zusammenlegung der beiden Staffeln aus Bremen und Bremerhaven wartet eine Spielklasse mit 20 Teams und insgesamt 38 Spieltagen auf den SCW. Rasierklinge deshalb, weil dem neuen Trainer Edu Yakan nur 17 Spieler zur Verfügung stehen.

Der 46-Jährige weiß um die Schwere der Aufgabe: „20 Spieler wären für eine solch stressige Saison natürlich besser gewesen, aber mir haben unter anderem drei Spieler, die kommen wollten, kurzfristig abgesagt. Deshalb werden wir wohl nicht drumrum kommen und im Winter noch etwas machen.“ Hinzu kam, dass Mittelfeldspieler Cem Barufe, auf den die Weyher fest gesetzt hatten, nun für den TV Stuhr (unter Weyhes Ex-Trainer Stephan Stindt) spielen möchte. Yakan kündigte aber bereits an, dass Weyhe die Freigabe verweigern wird, so dass Barufe wohl erst im November spieberechtigt ist.

Mit Problemen will sich Yakan aber nicht über Gebühr beschäftigen: „Ich konzentriere mich derzeit voll darauf, den jetzigen Kader so gut wie möglich vorzubereiten. Und da kann ich sagen, dass die Jungs in der Vorbereitung toll mitgezogen haben.“

Dabei wollte Yakan, der zuvor als Scout des türkischen Verbandes für den norddeutschen Bereich tätig gewesen war, eigentlich nicht in der Bezirksliga trainieren. Dass es der A-Lizenzinhaber dann doch tat, begründet er so: „Ich hatte weit vor der Saison ein gutes Gespräch mit Spartenleiter Ralf Piel, der mir ein stimmiges Konzept vorlegt hat.“ Das Thema Aufstieg will der „Neue“ auf der Weyher Kommandobrücke aber nicht in den Mund nehmen: „Abwarten. Erst einmal steht im Vordergrund, dass wir guten Fußball bieten. Der Rest kommt dann schon.“ Und guter Fußball heißt für Yakan offensiver Fußball: „Ein 5:4 ist mir lieber als ein 1:0.“

Bei den Neuzugängen sticht einer besonders hervor: Gerrit Privenau. Der 25-Jährige spielte in Weyhe schon in der Landesliga, wechselte dann jedoch nach Bornreihe, Oberneuland und Schwachhausen. Yakan meint über seinen spielenden Co-Trainer: „Er ist meine Geheimwaffe, weil er überall, sogar im Tor, spielen kann. Seine Stärken liegen aber klar im offensiven Bereich.“

Das gilt auch für den vom Landesligisten ATSV Sebaldsbrück gekommenen Berkay Imren (22), über den Yakan sagt: „Ein echter Straßenfußballer mit unglaublich viel Potenzial. Er muss nur noch etwas an der Disziplin arbeiten. Aber dafür bin ich ja da.“ Zudem wollen Atakan Karakoc, Berke Yilmaz und Richy Rabba (alle aus der Brinkumer A-Jugend) in Weyhe den Sprung in den Herrenbereich schaffen. Aus der eigenen Regionalliga-A-Jugend hat sich dafür keiner bereit erklärt.

Und natürlich wird auch der erst 19-jährige Kevin Nienstermann, in der abgelaufenen mit 20 Toren Weyhes mit Abstand bester Schütze, eine tragende Rolle spielen. Für Yakan ist da sogar noch viel Luft nach oben: „Kevin mus noch an seiner Quote arbeiten. Auch in der Vorbereitung hätte er schon viel mehr Tore schießen können.“

Dass kann der Youngster schon am Sonntag nachholen, wenn um 15.00 Uhr die Punktspiel-Premiere bei der Reserve des Bremen-Ligisten TuS Schwachhausen, die im vergangenen Jahr Zwölfter wurde, ansteht.

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