Nach 7:6-Erfolg gegen BTS Neustadt nun in Runde zwei des Bremer Landespokals

Weyher Underdogs gewinnen Elfer-Krimi

Das lange Bein kommt zu spät. Dennis Rohmeyer (r.) zog mit dem SC Weyhe in die zweite Pokalrunde ein.
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Das lange Bein kommt zu spät. Dennis Rohmeyer (r.) zog mit dem SC Weyhe in die zweite Pokalrunde ein.

Weyhe – Zur Halbzeit deutete noch nicht viel auf den späteren Showdown hin. Mit einem 1:3 ging Landesliga-Aufsteiger SC Weyhe gegen den Bremen-Ligisten BTS Neustadt in die Kabine. Aber dann: Der Underdog glich vor 100 Zuschauern in Runde eins des Bremer Landespokals mit dem letzten Angriff zum 3:3 aus, gewann das Elfmeterschießen mit 4:3 und steht damit in der zweiten Runde. „Das ist natürlich eine ganz tolle Sache! Glückwunsch für die Moral meiner Mannschaft“, meinte Trainer Dennis Lingnau nach der Partie hochzufrieden.

Die Gastgeber hätten eigentlich schon früh mit 2:0 in Führung gehen können – ja müssen: In der sechsten Minute kam Tayfun Cavus elf Meter vor dem BTS-Kasten frei zum Schuss, setzte den Ball aber neben das Gehäuse. Zwei Minuten später hätte der aufgerückte Florian Richter treffen können, scheiterte aus elf Metern aber an Neustadts Keeper Oumar von Asseburg.

Die Bremer waren da schon effektiver, wenn auch mit Unterstützung der Weyher Deckung. Nach einer Ecke war Till Naumann zur Stelle und verwandelte zum 1:0 (12.). 120 Sekunden später führte ein Weyher Stockfehler zum 2:0 durch Mohammed Agoro. Weyhe gab aber nicht klein bei. In der 16. Minute verkürzte Dennis Lampe aus halblinker Position zum 1:2. Dennis Rohmeyer hatte danach (22.) das 2:2 auf dem Fuß, scheiterte mit einer Doppelchance aber an von Asseburg. In der 38. Minute sorgte Naumann per Kopfball für das vorentscheidende 3:1 des Bremen-Ligisten. „Leider haben wir wieder einmal im hinteren Bereich zu leichte Fehler gemacht“, meinte Lingnau kurz nach dem Pausenpfiff.

Dann aber ging es erst so richtig los. Nach einer Stunde schaffte Dennis Lampe nach Zuspiel von Joel Braune das 2:3. Weyhe war jetzt richtig im Match. Von einem Klassenunterschied war nichts mehr zu sehen. Aber alle SC-Bemühungen schienen im Sande zu verlaufen, denn mit viel Glück und Geschick verteidigten die Bremer ihren Vorsprung. Bis zur 90. Minute: Der eingewechselte Weyher Kapitän Sören Peters wurde als Brecher in die Sturmmitte beordert. Und dieser Schachzug sollte sich auszahlen. Mit dem letzten Angriff der regulären Spielzeit gelang der Ausgleich. Nach abgewehrtem Rohmeyer-Schuss staubte Peters zum umjubelten 3:3 ab.

Damit noch nicht genug, denn im folgenden Elfer-Krimi hatte Weyhe mit 4:3 die besseren Nerven. Für den Sieger verwandelten Rohmeyer, Georg Tylla, Rene Heide und Chris Plate. Der Rest war dann nur noch Glückseligkeit. „Was für ein geiles Pokalspiel“, jubelte Lingnau.

Von Gerd Töbelmann

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