Hülss fehlen nur vier Sekunden bis zum Treppchen

Weyher schrammt bei Cross-DM knapp an Bronze vorbei

Der Weyher Carsten Hülss schrammte zwar knapp an DM-Bronze vorbei, war aber auch mit Platz vier zufrieden.
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Der Weyher Carsten Hülss schrammte zwar knapp an DM-Bronze vorbei, war aber auch mit Platz vier zufrieden.

Weyhe - „Eigentlich verrückt“, sagt Carsten Hülss und meint damit sich selbst und das, was er am vergangenen Wochenende vollbracht hat. In einem ungeheuren Kraftakt absolvierte der Weyher drei Rennen in zwei Tagen mit ausgezeichneten Ergebnissen.

Bei den deutschen Crossmeisterschaften in Löningen gelang in seiner Altersklasse M 40 ein hervorragender vierter Platz. Tags drauf folgten beim Oste-Cup der Altersklassensieg auf der Mittelstrecke und gleich anschließend der Gesamtsieg auf der Langstrecke.

Großes Lob für die Strecke

Bereits zum dritten Mal fanden in Löningen die deutschen Crossmeisterschaften statt, auf einer absolut meisterschaftswürdigen Strecke. „Der Rundkurs von 1,4 Kilometern hatte alles, was ein Meisterschaftskurs benötigt“, berichtet der für den LAV Zeven startende Weyher. „Sandgrube gleich nach dem Start, immer wieder kurze An- und Abstiege sowie kurze knappe Hügel mit entsprechenden „Schlammsenken“, damit kein regelmäßiger Laufschritt aufkommen konnte.“

Damit stand die Taktik für Hülss fest: Die zu absolvierenden vier Runden im Felde der Senioren M 35-45 wollte er, gemeinsam mit dem Bremer Sven Eilinghoff, ruhig angehen lassen, um dann hinten heraus das Tempo zu erhöhen. Der Plan ging auf. Runde um Runde wurde überholt, erst in der letzten Runde hatten sich die Positionen gefestigt. Mit nur vier Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten erkämpfte sich Hülss in 20:32 Minuten den vierten Platz. Bronze wie im Vorjahr schien damit greifbar nah, und war dennoch, so Hülss, unerreichbar: „Diese vier Sekunden waren in der letzten Runde nicht zu schließen.“ Allerdings war der Weyher auch ohne Medaille hoch zufrieden: „Meine Leistung war deutlich besser als im Vorjahr.“

Hülss bester Niedersachse

Auch bei dieser DM war Hülss bester Niedersachse, auch diesmal ließ er dabei Landesmeister Christoph Meyer (Lüneburg) weit hinter sich. Weitere Läufer aus dem Kreis Diepholz waren nicht am Start.

Mit dem kräftezehrenden DM-Start in den Beinen mutete sich Carsten Hülss tags darauf beim Crosslauf des TuS Zeven einen Doppelstart zu. Und hatte Erfolg. Bei dieser Veranstaltung handelte es sich um das Finale des vierteiligen Oste-Cups. Dabei kommen die Läufer mit ihren drei besten Rennergebnissen in die Wertung, zum Glück von Hülss: „Ich hatte nach einem grippalen Infekt fast drei Wochen pausieren müssen und hatte damit bei einem der Serienläufe gefehlt.“ Hülss sicherte sich zunächst auf der Mittelstrecke (3000 m) als Gesamtdritter den Sieg in der M 40/45. Gesamtsieger wurde hier Sean Hahnefeldt (TSV Otterndorf). Anschließend setzte sich Hülss auf der Langstrecke (9000 m) auf den letzten 400 Metern gegen seinen Vereinskollegen Marcel Frank durch und erkämpfte sich damit den Gesamtsieg der Serie.

Mit seiner Freude am Laufen hat Carsten Hülss längst seine Familie angesteckt. Ehefrau Saskia wurde in Zeven Zweite in der W 40/45 und Moritz kam in der M 9 auf Rang fünf. Lina Marie, die künftig für den FTSV Jahn Brinkum starten wird, bewies ihr Talent als Zweite der W 13.

el

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