3:5-Schlappe im Verbandsliga-Hit

Fußball-Verbandsliga Bremen: Weyher Aufholjagd endet im Nichts

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Da war die Enttäuschung bei den Weyher Spielerinnen nach dem 3:5 gegen Schwachhausen groß, denn dadurch verpasste der SCW den Titel und die Regionalliga-Relegation.

Weyhe - Von Jörg Beese. Die Frauen des SC Weyhe haben es nicht geschafft: Der Meister der Fußball-Verbandsliga Bremen heißt TuS Schwachhausen. Und das völlig verdient, denn nach dem 2:0-Hinspielsieg gewannen die Schützlinge von Benjamin Eta auch in Weyhe mit 5:3 (4:0) in einem Spiel, das nach der Halbzeit noch eine kaum für möglich gehaltene Wendung zu nehmen schien.

Kaum für möglich gehalten deswegen, weil die Weyherinnen vor der Pause so ziemlich alles vermissen ließen, was eine gute Fußballmannschaft auszeichnet und mit dem 0:4-Pausenstand noch gut bedient waren. Dementsprechend fiel auch das Statement von Weyhes Trainer Rolf Schwenke aus. „Gemessen an beiden Spielen war Schwachhausen die bessere Mannschaft und hat daher verdient die Meisterschaft geholt“, so der Coach, dessen Mannschaft zumindest nach der Pause Moral bewies und auch bei der Siegerehrung durch den Präsidenten des Bremer Fußball Verbandes, Björn Fecker, nach überwundener erster Enttäuschung dem neuen Meister fairen Beifall spendete.

Doch was war in die Gastgeberinnen vor der Pause gefahren? Da klappte gar nichts. Kaum ein Pass kam an, die Zweikämpfe wurden nicht geführt oder verloren, und in der Abwehr taten sich Riesenlöcher auf. So konnte Charlotte Spude beim 1:0 (15.) frei auf das Weyher Tor zulaufen und vollstrecken. Fast identisch das 2:0 (33.), als Merle Liebs über die rechte Seite freie Bahn hatte und Celina Ludes erneut überwand. 

Bei Spudes 3:0 (40.) patzte Weyhes Innenverteidigerin Joana Schierenbeck, und beim 4:0, erneut durch Liebs (44.), ließ die SCW-Hintermannschaft eine Flanke durch den kompletten Torraum segeln und die Bremerin konnte ungehindert einschieben. Die einzige Chance des SCW durch Nina Woller verhinderte Schwachhausens Torfrau Janella Quesada (34.).

Wer dachte, nun sei alles entscheiden, der irrte. „Wir haben die Mannschaft in der Pause gefragt, ob wir alles riskieren oder das Ergebnis verwalten wollen – die Mädels wollten das Risiko“, so Schwenke weiter. Und weil Schwachhausen sich nun viel zu weit zurückzog, stand es plötzlich 3:4. Catharina Stelljes (70.), allerdings aus klarer Abseitsposition, Nina Obst (75.) und erneut Stelljes (80.) sorgten für neue Spannung. Doch nun schalteten die Bremerinnen wieder auf Angriffsmodus und machten den Deckel mit Jana Rietmanns Kopfballtor zum 5:3 (86.) drauf.

Und so spielt nun Schwachhausen und nicht Weyhe in gut zwei Wochen gegen den Hamburger Meister Wellingsbüttel um den Regionalligaaufstieg, während Weyhe nach zwei Titeln in der vergangenen Saison diese Spielzeit ohne Trophäe abschließt.

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