Landespokal: Bezirksligist 7:8 gegen Landesligisten Grohn / Schenkluhn am Geburtstag tragischer Held

Weyhe verliert das Elfer-Drama

„Cooler Hund“: Weyhes Rene Heide (li.) verwandelte im Elfer-Schießen seinen Strafstoß mit einem Lupfer. Foto: töbelmann

Weyhe - Von Gerd Töbelmann. Pascal Schenkluhn ist ein Baum von einem Kerl. Gestern Nachmittag hätte er sich jedoch ganz klein machen mögen, um dann im Erdboden zu versinken. Grund: Im Elfmeterschießen gegen den Landesligisten SV Grohn vergab der zuvor starke Keeper des SC Weyhe den entscheidenden Strafstoß, sodass die Weyher in der ersten Runde des Fußball-Landespokals mit 7:8 (3:3) den Kürzeren zogen.

Schenkluhn, der gestern seinen 26. Geburtstag feierte, war später untröstlich: „Tja, dumm gelaufen. Wichtig ist jetzt, dass wir es nächste Woche zum Saisonstart in der Bezirksliga besser machen.“ Schuldzuweisungen an Weyhes Ersatzkeeper (Stammtorwart Finn Wiechmann war nicht rechtzeitig aus Berlin zurückgekehrt) wären aber auch fehl am Platze gewesen. Nachdem fünf Weyher angetreten waren, hatte es SC-Coach Dennis Lingnau seinem Team freigestellt, wer danach schießen sollte. Keiner drängte nach vorn – Schenkluhn übernahm Verantwortung, knallte die Kugel beim Stande von 7:7 aber in die Wolken.

„Schade, dass wir nicht weitergekommen sind. In der ersten Halbzeit hat mir unser Spiel noch nicht so gut gefallen. Aber in der zweiten Halbzeit war ein Klassenunterschied doch nicht zu sehen“, meinte Weyhes Coach Dennis Lingnau nach dem Match.

Bereits die 90 Minuten vor der finalen Entscheidung vom Punkt waren gepflastert mit Strafstößen. Nachdem Grohns Muhammet Özkul zweimal im Abschluss gepatzt hatte, machte es Jesse Wieczorek auf der anderen Seite besser und traf per Strafstoß (Foul an Marco Lampe) zum 1:0 (19.). In der 26. Minute gab es Elfmeter auf der anderen Seite, den Jannis Kurkiewicz zum 1:1 nutzte. Danach erlahmte der Weyher Spielfluss. Grohn hätte davonziehen können, aber Ismail Zivoli (32.) und Özkul (34.) trafen jeweils nur den Pfosten.

Nach dem Wechsel ging das mit den Strafstößen weiter: Nach Foul an Özkul traf Kurkiewicz vom Punkt zum 2:1 (51.). Ach ja: Aus dem Spiel heraus ging auch mal was. Nach Steilpass von Marco Lampe glich Bruder Dennis Lampe zum 2:2 (61.) aus. Danach war dann wieder Kurkiewicz an der Reihe, der Grohn nach Rechtsflanke mit 3:1 in Führung brachte. Der Rest der ersten Halbzeit gehörte dann wieder den kräftemäßig gut aufgestellten Weyhern. In der 72. Minute wurde Dennis Lampe erneut steil geschickt und behielt beim 3:3 die Nerven. Der Underdog hätte die Überraschung vier Minuten später auf den Weg bringen können, doch nach Foul an Georg Tylla schoss Wieczorek den Elfer einen Meter über den Balken.

Im fälligen Elfmeterschießen machte es Wieczorek besser und verwandelte seinen Strafstoß sicher zum zwischenzeitlichen 5:4. „Gut, dass er sich die Pille nach dem kurz zuvor verschossenen Elfer genommen und getroffen hat. Sowas hängt einem sonst noch lange in den Kleidern“, meinte Weyhes neuer Betreuer Hans Peters.

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