Lingnau erwartet „starkes“ Buntentor – und hofft auf Hasenbürens Patzer

Weyhe hat den Aufstieg im Blick

Wird wohl wieder mitmischen können: Rene Heide (r.). Zuletzt musste der Weyher wegen einer Fußprellung aussetzen.

Weyhe – Ein bisschen enttäuscht war er schon, musste Dennis Lingnau zugeben. Enttäuscht über die Fußballer des Bremer SV. Denn der aktuelle Bremen-Liga-Meister hatte am Mittwoch die Chance, in die Regionalliga Nord aufzusteigen – und vergab sie. Das hatte auch direkte Auswirkungen auf den SC Weyhe, den Lingnau gemeinsam mit Harald Meyer trainiert. Wäre der BSV aufgestiegen, hätte der dritte Platz in der Bezirksliga für den Aufstieg in die Landesliga gereicht. Und auf Rang drei steht Weyhe derzeit. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf den Zweiten Hasenbüren, bei noch zwei ausstehenden Spielen. Weyhe hat es also nicht mehr in der eigenen Hand. Und Lingnau hofft, „dass das jetzt keinen Knacks bringt“.

Denn eigentlich befinden sich die Weyher in einer exzellenten Verfassung, haben ihre jüngsten vier Partien gewonnen – unter anderem überdeutlich mit 11:0 zuletzt beim FC Roland. Das hat zumindest dafür gesorgt, dass das Torverhältnis mit Hasenbüren wieder ausgeglichen ist. „Der Sieg in der Höhe war natürlich sehr wichtig, hat unsere Ausgangssituation klar verbessert“, sagt Lingnau über das Spiel, das für den Rückenwind sorgen soll, den sein Team in den letzten beiden Spielen gut gebrauchen kann. Gerade am Sonntag (13.00 Uhr), wenn es zu Hause gegen den Tabellenvierten ATS Buntentor geht.

„Ich erwarte ein ausgeglichenes, offenes Spiel. Sie sind fußballerisch und taktisch sehr gut“, lobt Lingnau: „Es gibt in der Bezirksliga Mannschaften, die Kick and Rush spielen und Teams, die versuchen, über das Fußballerische zu kommen. Buntentor zählt zu Letzterem – genau wie wir.“ Die ähnliche Spielweise mache es seinem Team aber nicht einfacher, sich auf den Gegner einzustellen, denkt der Coach: „Ich glaube, es könnte viel hin und her gehen – und dadurch wird das Spiel etwas unberechenbarer.“ Der 31-Jährige, der wohl nur auf Steffen Vogeno (Innen- und Außenbandriss am Knöchel) verzichten muss, geht von einem „50:50-Spiel“ aus und hofft, „dass wir das Quäntchen Glück am Ende auf unserer Seite haben“.

Die Hinpartie glich einem Spektakel, endete 4:4. Vierfacher ATS-Torschütze war damals Artur Raffelsiefen. „Wir müssen ihn in den Griff bekomen, legen aber kein Hauptaugenmerk auf ihn. Die Treffer, die er erzielt hat, hätte auch jeder andere machen können“, erinnert sich Lingnau: „Buntentor ist im Kollektiv sehr stark.“

Egal, wie stark der Gegner ist: Wenn er im Rennen um Platz zwei bleiben will, muss der SC muss seine Hausaufgaben mit einem Sieg erledigen – und auf einen Ausrutscher von Hasenbüren hoffen. „Ich gehe davon aus, dass sie noch Punkte liegen lassen“, gibt sich Weyhes Trainer aber optimistisch. Gelingt der Aufstieg noch, hätte das sicher auch positive Auswirkungen auf die Kaderplanung für die kommende Saison. „Der eine oder andere überlegt noch, weil noch nicht klar ist, in welcher Liga wir spielen“, erklärt Lingnau. Zu den Unentschlossenen zählt auch Toptorjäger Gordy Mumpese (29 Saisontreffer). „Er hat einige Anfragen, auch aus der Bremen-Liga. So etwas lockt einen Spieler natürlich immer“, äußert sein Coach Verständnis für Mumpese. Doch selbst, wenn der Stürmer Weyhe verlassen sollte, wird es beim SC „keinen großen Umbruch geben“, verspricht Lingnau: „Der Grundgerüst bleibt.“ Ob in der Bezirks- oder Landesliga, ist dabei zweitrangig . . .  fs

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