Weyhes Trainer Joho weiß, dass mit diesem Kader der Abstieg droht / Gestern 0:5 gegen OSC

„Wir müssen personell nachlegen“

Bei den stark defensiv ausgerichteten Weyhern hatte Stürmer Cemal Kayacan gestern gegen OSC Bremerhaven einen extrem schweren Stand.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannWEYHE · Bis zum Ende des Jahres wollte Stephan Joho 15 bis 18 Punkte auf dem Konto haben, um recht beruhigt in die Rückserie der Fußball-Bremen-Liga starten zu können. Von diesem Ziel verabschiedete sich der Coach des Aufsteigers SC Weyhe nach dem gestrigen 0:5 (0:2) auf eigenem Platz gegen den OSC Bremerhaven. „Wichtig ist jetzt, dass wir vor der Winterpause noch gegen Teams wie Melchiorshausen oder VfL 07 gewinnen, um überhaupt hoffen zu dürfen.“

Die Fakten sind ernüchternd, denn nach elf Spieltagen sind die Weyher mit nur drei Punkten weiterhin Träger der Roten Laterne. Und mittlerweile ist bei Joho auch die Erkenntnis gereift, dass die prekäre Tabellenlage nicht nur etwas mit Verletzungspech zu tun hat: „Das ist auch eine Qualitätsfrage. Einige Spieler stoßen in der Bremen-Liga an ihre Grenzen.“ Deshalb meint Joho, „dass wir im Winter personell nachlegen müssen.“ Und gibt den Kelch gleich mal an den Verein weiter: „Da muss man sich überlegen, was man will. Fakt ist, das wir gute Spieler nur bekommen, wenn wir auch etwas Geld ausgeben. Vor der Saison sind mir drei gute Leute abgesprungen, weil wir diesbezüglich nichts bieten konnten.“

Gegen die Bremerhavener wurde das mit den Grenzen einiger Spieler gestern überdeutlich. Auf dem Kunstrasenplatz ist Technik gefragt,um das Spiel gefährlich nach vorn zu tragen. Daran mangelte es fast allen Weyher Spielern. Von 20 Pässen in die Spitze kam gefühlt nur einer an. „Da war OSC eine Klasse besser als wir“, erkannte Joho neidlos an und erinnerte zudem daran, dass ihm die Stammkräfte Daniel Engelhardt, Alexis Pflug und auch Phil Maaß nicht zur Verfügung standen.

Dennoch schafften es die Gastgeber, bis tief in die erste Halbzeit hinein ein 0:0 zu halten. Doch dann kam es noch knüppeldick: In der 41. Minute schaffte der quirlige Shawn Minns das 1:0 – quasi mit dem Pausenpfif legte Verteidiger Patrick Schuder nach fatelem

▪ „Wir machen

▪ das echt gut“

Fehlpass des gerade eingewechselten Mazlum Demirci das 2:0 nach. OSC-Trainer Sasa Pinter jedenfalls frohlockte: „Wir machen das echt gut. Wenn wir so spielen, hat es jeder Gegner schwer.“

Als Gökhan Yücel nach einem Steilpass auf 3:0 (55.) erhöhte, war das Match schon ziemlich früh entschieden. Danach schien es so, als sollten es die Seestädter mit diesem Ergebnis gut sein lassen. Fehlanzeige: In der 80. und 85. Minute schossen Remigius Wild (Freistoß aus 20 Metern) und Matthias Milz (Schlenzer mit rechts ins lange Eck) den 5:0-Kantersieg heraus.

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