Es geht weiter

Wetscher Rennfahrer feiert nach elfjähriger Pause Klassensieg am Nürburgring

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Das erfolgreiche JA-Racing-Team freut sich über den Klassensieg (v.l.): Chefkoch Florian Abeling, Jenny Abeling, Rennfahrer Fred Abeling, Chefmechaniker Dirk Abeling und kniend Schrauber Michael Krull.

Wetschen - Erfolgreiches Comeback: Nach elf Jahren Rennpause feierte Fred Abeling vor kurzem mit seinem Racing-Team den Klassensieg beim internationalen ADAC/RGB Saisonfinale am Nürburgring. Stundenlange Feinjustierungen auf dem Leistungsprüfstand brachten den über 10 000 Umdrehungen drehenden Motor zu einer Performance, die in Verbindung mit Fred Ablings Fahrkünsten zu Top-Rundenzeiten führten.

Inspiration für die Teilnahme am Rennen war der Tag des Motorsports vom AMC Diepholz Mitte August dieses Jahres in der Innenstadt. Die Veranstalter hatten das JA-Racing-Team angefragt, mit dem historischen Fiat 128 Berlinetta Coupé teilzunehmen. Der Rennwagen stand allerdings zu diesem Zeitpunkt ohne Motor in einer Scheune. Dem unermüdlichen und nächtelangen Einsatz von Chefmechaniker Dirk Abeling (51) gemeinsam mit seinem Bruder Fred ist es zu verdanken, dass der Bolide komplettiert und rennfähig gemacht wurde.

Durch geschickte Reifenwahl und eine top Fahrwerksabstimmung war es dem 47-jährigen Fred Abeling aus Wetschen gelungen, den Renner nach dem Zeittraining in einem Starterfeld von 44 Fahrzeugen für den ersten Lauf auf dem fünften Startplatz zu platzieren. Eine abgerissene Antriebswelle in der letzten Runde des ersten Laufs sorgte dafür, dass das Team im zweiten Durchgang von Platz 16 starten musste. Die langjährige Erfahrung von Fred Abeling und seinem Team ermöglichte eine furiose Aufholjagd, die schließlich dem Wetscher den Klassensieg einbrachte. Der Wiedereinstieg hat allen enormen Spaß gemacht. Es soll bei keiner Eintagfliege bleiben. Das versichert Teamchef Jürgen Jülke: „Es wird noch in diesem Jahr eine Renn-Fortsetzung geben.“

Angefangen hatte die Erfolgsgeschichte der Gebrüder Fred und Dirk Abeling und Teamchef Jürgen Jülke Ende der 80er-Jahre mit Autocross-Rennen, in denen das Team mehrere deutsche Meistertitel sammelte. Ab Mitte der 90er-Jahre kam dann der Einstieg in die internationale ADAC Youngtimer-Trophy, wofür der Fiat 128 Berlinetta inklusive Renntechnik aufgebaut und das JA-Racing-Team gegründet wurde. Das Team kann auf viele Erfolge auf Europas Rennstrecken zurückblicken. Nach dem erfolgreichen Comeback am Nürburgring ist es auf den Geschmack gekommen und will weiterhin für positive Schlagzeilen sorgen. 

mbo

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