Tobias Grube reißt sich erneut das Kreuzband – und weiß nicht, ob er wieder Fußball spielen wird

Wetscher Pechvogel

Ein Zweikampf wurde ihm vor zwei Wochen zum Verhängnis: Wetschens Tobias Grube (li.). Foto: Borchardt

Wetschen - Von Felix Schlickmann. Es war eigentlich alles angerichtet beim TSV Wetschen. Im vorletzten Spiel vor der Winterpause gegen den FC Sulingen (3:2) hatte Tobias Grube erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder auf der Bank gesessen, im Bezirksliga-Derby bei der SG Diepholz Ende November stand er endgültig vor seinem Comeback. Doch das Spiel wurde aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt – und Grube musste nicht nur die gesamte Winterpause abwarten, sondern nun noch viel länger. Denn vor zwei Wochen riss er sich das Kreuzband rechts erneut. Eine Hiobsbotschaft für die Wetscher, vor allem aber für den Fußballer selbst.

Ein eigentlich eher harmloser Zweikampf wurde Grube in der Halle zum Verhängnis. „Das Knie hat sich weggedreht, ich habe es knacken gespürt“, schildert der Pechvogel, der vor seinen beiden Kreuzbandrissen nicht unbedingt besonders verletzungsanfällig war, die Situation. Es sei ihm „irgendwie direkt klar“ gewesen, dass wieder etwas nicht in Ordnung sei. Zwei Tage später gab es durch eine MRT Gewissheit. „Es kann viele Gründe dafür geben, dass ich mir das Kreuzband wieder gerissen habe“, erklärt Grube, einer kann aber eigentlich direkt ausgeschlossen werden: Die Zeit. Zu früh wieder mit (intensivem) Sport angefangen hat er nicht, die erste Operation ist schon knapp 15 Monate her. „Ich wollte mich sicher fühlen, habe erst im November wieder Zweikämpfe bestritten“, sagt er.

Geholfen hat es nicht, und jetzt will der 26-Jährige wissen, warum: „Der Arzt, der mich beim ersten Mal operiert hat, hat direkt angeboten, es wieder zu machen. Ich werde mir aber dieses Mal eine zweite Meinung einholen.“ Grube möchte herausfinden, wie es in seinem Knie aussieht. Es sei möglich, dass die Bohrkanäle bei der ersten OP zu sehr in Mitleidenschaft gezogen worden seien, erklärt er, das weiß er aber wohl erst „nächsten Mittwoch“. Dann hat der Innenverteidiger einen Untersuchungstermin bei einem Spezialisten in Hamburg.

Sollte das der Grund für die erneute Verletzung sein, hat er mehrere Möglichkeiten: „Entweder, ich lasse es wieder direkt operieren oder ich lasse eine Vorbereitungs-OP zur Auffüllung der Bohrkanäle machen. Vier Monate später wäre dann die zweite OP.“ Oder er behandelt sein Knie konservativ. „Wahrscheinlich werde ich es aber wieder operieren lassen“, sagt Grube, „wenn man sportlich aktiv bleiben möchte, ist das der bessere Weg.“ Denn ansonsten wäre eine Schädigung beispielsweise des Knorpels nicht auszuschließen.

So oder so, es wird lange dauern, bis er sich wieder erholt hat. „Scheiße, jetzt muss ich da schon wieder durch“, war ihm im Moment seiner Verletzung durch den Kopf geschossen. Und dabei ging es nicht um Schmerzen, die sich „in Grenzen“ hielten. Er hat nun wieder die Reha vor sich, zweimal die Woche hatte er beim letzten Mal an seiner Genesung gearbeitet. „Das ist schon frustrierend“, gibt der Student (Maschinenbau in Osnabrück) zu. Eingeschränkt sei er in seinem Alltag immerhin kaum, „ich kann laufen“. Den geplanten Skiurlaub musste Grube aber absagen. Sobald er wieder fit ist, will er das schnellstmöglich nachholen.

Ob er allerdings auf den Rasen zurückkehren wird, weiß er (noch) nicht. „Keine Ahnung“, sagt er, „ob es sinnvoll ist, mit dem Fußball wieder anzufangen.“

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