Wetschens Trainer beendet seine Laufbahn, will sich aber mit dem Meistertitel verabschieden

Otte geht, der Familie zuliebe

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Hängt seinen Trainerjob gänzlich an den Nagel: Thomas Otte zieht sich nach der Saison zurück.

Heiligenfelde - Von Arne Flügge. Nach nur einem Jahr muss sich der TSV Wetschen bereits wieder nach einem neuen Trainer umschauen. Wie Thomas Otte vor dem Auswärtsspiel beim SV Heiligenfelde bestätigte, wird der Coach dem Fußball-Bezirksligisten in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. „Es hat nichts mit der Mannschaft oder dem Verein zu tun“, erklärte der 49-Jährige, „ich werde komplett aufhören, mich gänzlich vom aktiven Fußball zurückziehen.“ Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Maarten Schops, der seine aktive Laufbahn beim TuS Sulingen beendet, und auch Dirk Meyer, ehemaliger Trainer des Ligakonkurrenten FC Sulingen, werden aber bereits als Kandidaten gehandelt.

Otte arbeitete 15 Jahre – davon 14 Jahre im Jugendbereich – als Trainer auf Bezirks- und Landesebene. „Das war schon sehr intensiv“, sagte er, „meine Familie hat sich in all’ den Jahren nur nach mir gerichtet. Wir haben sogar unseren Urlaub nach Spiel- und Vorbereitungsplan gebucht.“ Jetzt sei es an der Zeit, etwas zurückzugeben. Otte: „Vor allem meine Frau musste immer zurückstecken.“ Zudem sei er auch beruflich immer mehr in der Verantwortung.

Ottes Entschluss ist in den vergangenen Wochen gereift. Am Dienstagabend informierte der scheidende Trainer die Mannschaft. „Es war schon ein bisschen ruhig in der Kabine“, berichtete Otte, „doch es geht weiter, wichtig ist, dass der Verein jetzt einen guten neuen Trainer findet.“ Der würde eine absolut intakte Truppe vorfinden.

In den letzten Saisonspielen gehe es nun darum, das Saisonziel zu erreichen. Otte würde sich gern als Meister und Landesliga-Aufsteiger verabschieden. „Die Mannschaft und ich werden alles geben, um den Titel zu holen. Denn ich bin mir sicher, dass das Team bei einem Aufstieg in der Landesliga auch absolut konkurrenzfähig wäre“, so Thomas Otte. Ein Anfang soll nun am Sonntag in Heiligenfelde gemacht werden. „Klar wollen wir dort die drei Punkte mitnehmen“ sagt Otte.

Was die Gastgeber freilich verhindern möchten. SVH-Trainer Frank Fischer weiß aber, dass die Trauben gegen den Tabellenführer hoch hängen: „Wir sind absoluter Außenseiter. Das wird eine harte Nuss.“ Schließlich erwartet der Trainer einen Gegner, der sich im Titelkampf jetzt reinhängen und „richtig Gas geben wird“. Unabhängig von Ottes Entscheidung. Fischers Devise daher: „Wir wollen ein gutes Spiel machen, dagegenhalten und Wetschen einen ordentlichen Kampf liefern.“ Selbstbewusst genug ist sein Team, das zuletzt mit dem Sieg in Drakenburg die 40-Punkte-Marke geknackt hat.

Es fehlt (Heiligenfelde): Gerrit Bolte (Gelb-Rot-Sperre).

Es fehlen (Wetschen): Dominic Becker (Bänderdehnung im Knie), Steffen Winkler (Gelbsperre), Hauke Wendt (weilt auf einem Lehrgang) und Kai Winkler (Bänderverletzung/fraglich).

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