Wetschens Stürmer schnürt Viererpack gegen FC Sulingen – 5:4 / Unger verletzt

Steffen Winkler trifft im Topspiel aus allen Lagen

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Sulingens Torjäger Svend Kafemann schoss in dieser Szene den Ball durch die Beine von Wetschens Danny Lange und erzielte das zwischenzeitliche 2:2.

Wetschen - Von Matthias Borchardt. Neun Tore, packende Zweikämpfe, einige Abspielfehler und ein Viererpack von Wetschens Stürmer Steffen Winkler: 250 Zuschauer kamen im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga gestern auf ihre Kosten. Der ungeschlagene Tabellenführer TSV Wetschen bezwang Verfolger FC Sulingen verdient mit 5:4 (2:2).

„Der größere Wille meiner Mannschaft gab den Ausschlag. Wir haben verdient gewonnen, sind nach dem Ausgleich zum 2:2 gut zurückgekommen. Drei Tore haben wir den Sulingern geschenkt“, sagte Wetschens Trainer Thomas Otte. Neben Steffen Winkler lobte er besonders die beiden Mittelfeldakteure André Krause und Marwin Meyer.

Sulingens Coach Dirk Meyer erkannte den Sieg der Gastgeber neidlos an: „Wetschen hat die Fehler eiskalt ausgenutzt. Wir standen hinten nicht sicher, da passte die Abstimmung nicht. Außerdem sind wir mit dem kleinen Platz und dem frühen Pressing nicht klargekommen.“ Er musste kurzfristig hinten umstellen, denn Felix Klare fiel mit einem Bluterguss auf dem Fuß aus. So bildete Benjamin Barth das Innenverteidiger-Duo mit Patrik Siebert. Sulingens Kapitän Barth fehlte somit aber im Mittelfeld.

Die kampfbetonte Partie begann mit einem Paukenschlag: Bei einem weiten Pass von Tobias Grube kam Sulingens Torhüter Tobias Plümer zu zögerlich aus dem Kasten heraus. Nils Unger köpfte den Ball zum 1:0 (11.) ins Tor. Plümer erwischte Unger beim Zusammenprall am Kopf. Der Mannschaftskapitän wurde mit der Trage vom Platz gebracht und kam mit einer leichten Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

Nach sechsminütiger Unterbrechung ging es weiter. „Jetzt alle für Nils“, forderte Steffen Winkler seine Mitspieler auf. Doch die nächste Chance hatte Sulingens Torjäger Svend Kafemann, der mit einem Schuss nur die Latte traf (14.). Das nächste Tor fiel auf der anderen Seite: Nach öffnendem Grube-Pass erhöhte Steffen Winkler auf 2:0 (20.). Anschließend ließ sich auch der vom Zusammenprall angeschlagene Tobias Plümer auswechseln. Für den 28-Jährigen ging Kai-Christian Siemering zwischen die Pfosten. Er hatte Glück, als Wetschens Ricardo Tenti nach einem Winkler-Zuspiel freistehend am langen Eck vorbeizielte (24.). Die Gäste trauten sich danach mehr zu: Nach einer Vorlage von Martin Roughley gelang Torben Wiegmann das 1:2 (27.). Der Primus legte weiter den Vorwärtsgang ein. Krause scheiterte an Siemering (29.), und Winkler schoss neben den Pfosten (31.). Mit einem katastrophalen Fehlpass im Mittelfeld leitete Tenti das 2:2 (33.) durch Stürmer Kafemann ein.

Nach dem Wechsel schlug Winkler zweimal (52./59.) eiskalt zu, verwertete Vorlagen von Dominic Becker und Philipp Nüßmann zum 4:2. Kafemann verkürzte mit seinem zweiten Treffer auf 3:4 (69.). Einen weiteren Konter schloss der schnelle Winkler eiskalt mit dem 5:3 (77.). „Der hat einen Lauf“, jubelte Wetschens Tenti, der nur 120 Sekunden später einen Ball über die Latte jagte (88.). Es ging weiter rauf und unter. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Roughley köpfte Wetschens Lars Schulze die „Pille“ zum 4:5 (90.) ins eigene Tor. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verhinderte FCS-Schlussmann Siemering gegen Benjamin Priesmeier ein sechstes Gegentor.

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