Wetschens siebter Streich 

Siegesserie geht auch gegen den FC Sulingen weiter – 3:2

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Spielte eine starke zweite Hälfte: Alper Yildirim vom FC Sulingen (links). Die Punkte blieben aber trotzdem bei den Wetschern mit Marco Babilon (rechts).

Wetschen - So schnell kann es gehen im Fußball: In der vergangenen Woche hatten sich die Spieler vom FC Sulingen nach dem gewonnenen Derby beim TuS II (4:1) noch auf dem Platz als „Spitzenreiter“ gefeiert, am Samstagnachmittag mussten die Akteure des Trainergespanns Stefan Rosenthal/Frank Fischer dabei zusehen, wie es ihnen der TSV Wetschen nachmachte. Denn der hatte gerade das Bezirksliga-Spitzenspiel zu Hause mit 3:2 (2:0) gegen den FC gewonnen und führt die Tabelle nach dem siebten Sieg in Serie nun mit vier Punkten Vorsprung auf die Sulestädter – die allerdings ein Nachholspiel in der Hinterhand haben – an.

Für die Wetscher, die vor dem Seitenwechsel die klar bessere Mannschaft waren, trafen Steffen Winkler per Foulelfmeter (7.), Lars Schulze (21.) und Phil Schwierking, der spät alles klar machte (88.). Bennet Lüdecke (56.) und Lars Mesloh (90.+5) erzielten für die Gäste lediglich jeweils den Anschlusstreffer. „Die erste Halbzeit war der Grundstein“, befand TSV-Coach Thomas Otte: „Darum haben wir dieses interessante und in Teilen hochklassige Spiel auch verdient gewonnen.“ Rosenthal pflichtete dem bei. „Ich will mich jetzt nicht in Floskeln flüchten, aber wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren“, sagte der 40-Jährige: „In der zweiten war dann das Zweikampfverhalten da, das man gegen so einen Gegner in so einem Spiel braucht.“

Dabei hatten sich die Sulinger bereits vor dem Anpfiff auf das Duell gefreut. „Es ist schön, dass wir mal wieder Teil eines richtigen Spitzenspiels sind“, meinte Fischer im Vorfeld. Dass sie Lust auf hochklassigen Fußball haben, zeigten dann aber erst einmal nur die Wetscher. Das Mittelfeld um die beiden Sechser Lars Schulze und Philipp Nüßmann war enorm zweikampfstark, die Defensive – angeführt von Abwehrchef und Kapitän Sören Sandmann – stand gewohnt sicher. Und auch nach vorne ging etwas: Die Gastgeber suchten mit einem langen Ball Finn Raskopp, FC-Keeper Markus Norrenbrock stellte sich beim Herauskommen ungeschickt an und checkte den TSV-Angreifer im Strafraum um. Der Elfmeter war kein Problem für Winkler.

Auch danach wurden die Gäste nicht wach, Wetschen hingegen machte einfach weiter. Raskopp scheiterte nach Winkler-Steilpass an Norrenbrock (9.), auch Sören Sandmann fand im Sulinger Torwart seinen Meister (20.). Bei einem Schulze-Kopfball aus Nahdistanz war dann aber auch der Schlussmann machtlos. „Der Schlüssel waren die Zweikämpfe und das Gegenpressing“, fasste Otte die ersten 45 Minuten zusammen: „Wir haben den FC nicht ins Spielen kommen lassen.“ Auch Rosenthal erkannte an: „Wetschen hat schnörkellos gespielt.“

Zur Pause reagierte der Gäste-Coach, wechselte Richard Fiterer sowie Christian Stechmann ein und änderte die Grundordnung. Der großgewachsene Lars Mesloh – in der ersten Hälfte noch Linkssaußen – rückte ins Zentrum, lange Bälle sollten das heilbringende Mittel sein. „Wir wollten nicht mehr flach durch das Zentrum spielen, denn da waren uns die Wetschen mit ihrer Zweikampfstärke überlegen“, erklärte Rosenthal: „Außerdem haben sie von dort aus immer wieder schnell und gut umgeschaltet.“ Der Plan ging auf, die Sulestädter kontrollierten nun das Geschehen – und belohnten sich nach einem Standard: Lüdecke nahm eine flache Ecke direkt und traf sehenswert ins lange Eck. Die Gäste ließen in der Folge einige Halbchancen liegen, Wetschen fing sich wieder. So ging es hin und her – bis Schwierking mit seinem trockenen Abschluss nach Hackenvorlage von Nüßmann alles klar machte. Meslohs Kopfball-Tor kam zu spät.

„Das 3:2 spiegelt das Spiel schon ganz gut wider“, zeigte sich Rosenthal als fairer Verlierer: „Ich denke, ein Unentschieden wäre auch nicht unverdient gewesen. Aber gerade nach der ersten Hälfte ist das schon in Ordnung.“

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