Wetschens Interimscoach mit neuem System / Morgen Heimspiel gegen Hameln

Friedel Holle hochmotiviert

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Wieder dabei: Wetschens Ricardo Tenti (am Ball) wäre im von Interimscoach Friedel Holle offensiver ausgerichteten System eine Alternative.

Wetschen - Von Cord Krüger. Friedel Holle ist motiviert bis in die Haarspitzen. „Es macht mir Spaß“, sagt der B-Lizenz-Inhaber. Nach der Entlassung von Uwe Küpker vor gut zwei Wochen war der Co-Trainer des TSV Wetschen beim Landesligisten zum Chefcoach aufgestiegen. Zunächst interimsweise. „Aber ich habe dem Vorstand schon gesagt, dass ich mir vorstellen könnte, das bis zum Sommer so weiterzumachen.“ Eine Entscheidung steht noch aus, doch mit einem Sieg morgen ab 14 Uhr auf eigenem Platz gegen die SG Hameln 74 könnte Holle weiter Eigenwerbung betreiben. Es wäre der dritte „Dreier“ im dritten Auftritt unter seiner Regie. „Und ich bin da ganz zuversichtlich.“

Seinen Optimismus schöpft er erstens aus der Tatsache, „dass wir gut trainiert haben“. Klar, die Platzverhältnisse ließen nur bedingt solche Elemente wie Torschusstraining oder Flügelspiel zu, „weil wir wichtige Bereiche des Platzes schonen“. Doch Ausdauer- und Sprinteinheiten sind möglich, und diese Schnelligkeit der ohnehin schon flinken Wetscher soll sich auch taktisch niederschlagen: „Wir haben jetzt ein offensiveres System“, nennt der 57-Jährige den zweiten Grund, warum er guten Mutes ist. Erste Früchte trug das 4-4-2 beim 4:0 gegen den TuS Garbsen. Und morgen stünde die Abteilung Angriff geschlossen zur Verfügung – auch der erfolgreiche Springreiter Ricardo Tenti hat diesmal kein Turnier.

Weiter hinten schlagen jedoch zwei Sperren ins Kontor: Lars Schulze, zuletzt als Rechtsverteidiger aufgeboten, muss wegen einer Gelb-Roten Karte zusehen. Danny Lange, inzwischen aus dem Abwehrzentrum auf die linke Seite gerückt, sah gegen Garbsen seine fünfte Gelbe Karte. Es könnte also sein, dass Dino Maieli wieder nach außen rücken muss. „Aber er hat das zuletzt in der Innenverteidigung sehr gut gemacht“, lobt Holle, so dass er sich vielleicht noch andere Gedanken macht: „Unser Kader ist jedenfalls noch groß und stark genug.“

Beobachtet hat der TSV-Coach die SG Hameln zuletzt nicht, „aber das Hinspiel hat mir ohnehin schon gereicht“, versichert er mit leicht säuerlichem Unterton in Erinnerung ans unglückliche 1:3 am zweiten Spieltag. Damals schoss Andre Krause ein Eigentor – doch dies ist nicht der Grund, warum Holle den Routinier nun weiter vorn einsetzt: „Andre spielt als freier Mann hinter den Spitzen und ist da wertvoller, weil er nicht so viel nach hinten arbeiten muss.“ Hinter ihm könnte Lukas Heyer eine Sonderaufgabe zukommen. „Denn im Hinspiel sind mir die Leute zu leicht durchs Mittelfeld marschiert“, begründet Holle. Besonders warnt er vor Robin Tegtmeyer, der bereits sieben Mal traf.

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