Wetschens Coach fordert totalen Einsatz

Holle schüttelt den Frust raus

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Voller Einsatz von Lars Schulze (re.) – den will Friedel Holle von der ganzen Mannschaft sehen.

Wetschen - Als die Fußballer des TSV Wetschen am Dienstagabend erfuhren, dass Trainer Uwe Küpker entlassen worden war, „hat zunächst keiner einen Ton gesagt. Es war Totentanzstimmung in der Kabine“, sagt Co-Trainer Friedel Holle, jetzt zusammen mit Sebastian Schmidt verantwortlich für die Mannschaft. Anschließend auf dem Trainingsplatz aber seien einige wie gelöst gewesen. „Es ist doch normal, dass manche Spieler einen Trainerwechsel gut finden, andere nicht“, so Holle, „und ich habe der Mannschaft gesagt: Rennt euch den Frust raus oder rennt euch das Aufgestaute raus. Aber gebt richtig Gas!“

Es wurde eine sehr, sehr intensive Trainingseinheit. Und diesen Einsatz will Holle nun auch morgen (14.00 Uhr) im Heimspiel gegen den TuS Garbsen sehen. „Die Mannschaft ist jetzt in der Pflicht. Es gibt keine Ausreden mehr“, macht der Coach deutlich, zumal Holle personell deutlich mehr Alternativen hat: „Ich habe die Qual der Wahl.“ So wird es auch personelle Umstellungen geben. Holle: „Der eine oder andere wird sich wundern, dass er auf der Bank sitzt. Das werde ich mit Bastian noch genau besprechen.“

Holle will Gift und Galle auf dem Platz sehen, das Feuer, das Clubchef Klaus Recker zuletzt vermisst hatte. „Die Jungs müssen rennen. Von der ersten Minute an will ich Power sehen. Wir müssen selbst die Richtung bestimmen, was passiert“, fordert Holle eine immens hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft.

Dafür wird der TSV-Trainer auch das System umstellen. „Meine Philosophie ist, mit zwei Spitzen zu spielen. Wenn wir den Gegner vom eigenen Tor weghalten können, ist das sehr wichtig“, kündigt Holle an, gegen Garbsen mit einem 4-4-2-System, also erstmals mit zwei Spitzen zu operieren. „Wir müssen Druck machen, draufgehen, ein Feuer entfachen“, fordert Holle, der die Spieler wieder zu einer Mannschaft zusammenschweißen will. „Einige sind im Kopf jetzt freier, andere noch mehr in der Pflicht. Das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen“, gibt sich Friedel Holle kämpferisch und zuversichtlich zugleich.

Ex-Trainer Küpker hatte Garbsen zuletzt noch beobachtet und übergab seine Unterlagen nun an Holle. „Das wird uns weiterhelfen“, sagt der Neue, „wir wissen, wo die Stärken und Schwächen des Gegners liegen. Wir müssen aber auch selbst anziehen, damit wir die Partie erfolgreich gestalten.“

flü

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