Schwierking verletzt

4:1 im Derby: Wetschen feiert „dreckigen Sieg“

Früher Feierabend für Ramiz Pasiov (am Ball): Wetschens Stürmer, hier gegen Sulingens Niklas Klare, musste schon nach einer halben Stunde mit einer Zerrung vom Platz. Doch auch ohne ihn reichte es zum Derbysieg.
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Früher Feierabend für Ramiz Pasiov (am Ball): Wetschens Stürmer, hier gegen Sulingens Niklas Klare, musste schon nach einer halben Stunde mit einer Zerrung vom Platz. Doch auch ohne ihn reichte es zum Derbysieg.

Wetschen – Ein Trikotzupfer hier, ein Meckern dort – und regelmäßiges Abräumen des Gegners im Mittelfeld: Möglicherweise muss sich Schiedsrichter Felix Goebel eine neue Gelbe Karte besorgen, weil sie gestern Abend durch neunfaches Zücken durchgescheuert ist. Unberechtigt war keine Verwarnung – Derbyzeit eben. Das ging auch in diesem rassigen Duell zwischen dem TSV Wetschen und Landesliga-Konkurrent TuS Sulingen zu Lasten der spielerischen Klasse, aber Oliver Marcordes war das nach dem Abpfiff herzlich egal:

„Das ist ein dreckiger Sieg, den man auch mal braucht“, freute sich der TSV-Trainer, wenngleich er einräumte, dass dieser 4:1 (1:1)-Heimerfolg „um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Gerade am Anfang hat uns Sulingen ziemlich überrannt.“

Dessen Coach Thorolf Meyer konnte sich für das Lob zwar nichts kaufen, doch er sah sich darin bestätigt, „dass wir nicht um diese drei Tore schlechter waren. Im Moment haben wir einfach nicht das Selbstvertrauen, aber wir sind mit der richtigen Einstellung in dieses Derby gegangen.“

Stimmt – nämlich „genau so, wie wir es eigentlich vorhatten“, verriet Marcordes. So aber hatte sein Team arge Probleme, gegen den deutlich griffigeren TuS ins Spiel zu finden. Den ersten Warnschuss gab Pierre Neuse ab (knapp am linken Giebel vorbei/2.), auch Tim Rieckhof zielte knapp daneben (5.). Für Sulingen wurde es erst nach zwölf Minuten gefährlich, als Ramiz Pasiov durch die Kette sprintete, doch die Brüder Felix und Niklas Klare bereinigten die Situation gemeinsam. Kurz darauf rettete TuS-Keeper Eric Schröder mit vollem Einsatz – erst mit den Fäusten bei einem Versuch von Ricardo Tenti, dann schmerzhaft mit dem Gesicht beim Nachschuss von Lukas Heyer (14.). Torge Rittmeyer schoss aus dem Lauf knapp vorbei (19.) – jetzt übernahmen die Wetscher vor 300 Zuschauern die Kontrolle.

Umso überraschender das 0:1: Theo Klare zog nach einem schnellen Spielzug über Pascal Löhmann und Rieckhof, der den Ball zu ihm klatschen ließ, von links mit rechts einfach mal ab – und die Kugel schlug im langen Eck ein (25.). Kurz darauf war Sulingens Defensive Pasiov im Wetscher Sturm los – er musste mit einer Zerrung im hinteren rechten Oberschenkel vom Platz. „Unglaublich“, entfuhr es dem Routinier, „da trainiert man zuletzt völlig beschwerdefrei – und nach zwei Minuten zieht es sofort hinten rein.“

Folglich mussten mal wieder andere für die Tore herhalten – und zwar zunächst tragischerweise Rieckhof, der ein hohes Pensum abspulte, im eigenen Strafraum nach einem Freistoß von Sören Sandmann aber ins eigene Tor köpfte, nachdem sich der heraus geeilte Schröder verschätzt hatte – 1:1 (36.).

So ging‘s mit zwei Sulinger Torschützen in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff neutralisieren sich beide Seiten weitgehend – mit leichten Feldvorteilen für die Gäste. Bis die Wetscher in Führung gingen, sich darüber aber nicht so recht freuen konnten. Denn dem Elfmeter, den Sandmann sicher oben rechts verwandelte (61.), war eine spektakuläre Flugeinlage von Schröder vorausgegangen. Dabei erwischte er Phil Schwierking sicher nicht absichtlich, aber doch so heftig, dass der TSV-Verteidiger nach längerer Behandlung mit starken Hüft- und Rückenschmerzen direkt in die Kabine geführt wurde. „Der Elfmeter hat uns das Genick gebrochen“, fand Meyer.

Trotzdem blieb es körperbetont mit vielen Fouls. Fein herausgespielt hingegen die Entscheidung: schneller Vorstoß der Wetscher, Querpass von Tenti – und Hinnerk Mittendorf vollendete zum 3:1 ins lange Eck (74.). TuS-Coach Meyer versuchte noch einmal, mit der Umstellung auf ein offensiveres 3-4-3 heranzukommen – doch das Gegenteil passierte: In der Nachspielzeit schloss Torge Rittmeyer von halbrechts zum 4:1 ab (90.+2).

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