0:4 – TSV Wetschen bietet Favorit TuS Sulingen lange Paroli / Otte zufrieden

Ein bitterer Elfmeter und Brinkmanns Kabinenpredigt

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Starker Auftritt von Dennis Neumann (li.): Der Sulinger Kapitän bereitete ein Tor vor und erzielte das 3:0 selbst.

Wetschen - Von Arne Flügge. Zum Glück gab es am Ende keine zwei Meinungen: Der Elfmeter, den Fußball-Landesligist TuS Sulingen in der dritten Minute der Nachspielzeit in Durchgang eins bekommen hatte, war berechtigt. Aber er war auch mit spielentscheidend. Denn bis dahin hatte Bezirksligist TSV Wetschen in der ersten Runde des Bezirkspokals ein 0:0 gehalten – am Ende verlor das Team von Trainer Thomas Otte noch klar mit 0:4 (0:1).

„Natürlich war der Elfer der Knackpunkt. Bis dahin hatten wir gut gestanden“, sagte Otte. Aber auch der TSV-Coach räumte ein, dass es Elfmeter war, „das haben mir auch die Jungs gesagt“.

Die Szene: Nach einem langen Ball steuerte Sulingens Bogdan Golgot auf das TSV-Tor zu, wurde dabei aber von Danny Lange gehalten. „Ich habe ihn einmal an der Schulter gerissen, dann ist er noch zwei Meter gelaufen, hat geschossen und ist gefallen“, sagte „Übeltäter“ Lange: „Man kann ihn geben.“ Für Golgot indes war es „ein klarer Elfer. Er zieht mich an der Schulter, ich komme nicht mehr zu einem sauberen Abschluss.“

Die Chance zum 1:0 ließ sich Manuel Meyer nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß sicher. Es war eine glückliche Pausenführung der Sulinger, die zu sehr mit sich selbst gehadert hatten, anstatt Fußball zu spielen. Spieler keiften sich an oder leisteten sich Frustfouls. Und dieses Verhalten war Trainer Walter Brinkmann richtig auf den Keks gegangen. Zusammen mit Co-Trainer Thorolf Meyer stauchte er seine Spieler in der Halbzeit zusammen. „Es gab eine richtig klare Ansage. So etwas will ich nicht sehen“, sagte der Coach später: „Da waren mir zu viele Frustaktionen, die Jungs haben sich zu viel kritisiert. Und da muss man als Trainer auch mal sagen, wo es lang geht.“

Schließlich hatte der TSV Wetschen in den ersten 45 Minuten ein starkes Spiel gemacht, war giftig in den Zweikämpfen, stand defensiv sehr sicher. „Und wir hatten auch gute Aktionen nach vorn“, sagte Trainer Otte. So in der 16. Minute, als Steffen Winkler aber an TuS-Torwart Marc Jamieson scheiterte. „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft gerade in der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Da haben Leidenschaft, Einstellung und auch das Spielerische gestimmt“, lobte Otte sein junges Team.

Nach der Pause versuchte Wetschen zwar weiter dagegenzuhalten, doch nun drehten die Sulinger plötzlich auf. Brinkmanns Kabinenpredigt schien gefruchtet zu haben. Die Gäste spielten nun Fußball. „Das haben sie auch wirklich clever gemacht. Und so einen Mann wie Koc kannst du nicht immer verteidigen“, meinte Otte.

So war es auch Sulingens Stürmer Mehmet Koc, der in der 55. Minute nach Pass von Kapitän Dennis Neumann auf 2:0 erhöhte. Und nur drei Minuten später sorgte Neumann selbst mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck für das 3:0 und damit die Vorentscheidung. Der eingewechselte Sebastian Elvers, der viel Dampf über die linke Seite gemacht hatte, stellte schließlich den 4:0-Endstand her (78.). „Wir haben uns gut verkauft“, meinte Otte, während TuS-Trainer Brinkmann sagte: „Die zweite Hälfte hat mir viel besser gefallen, obwohl wir von unserer Topleistung noch weit entfernt sind. Aber wenigsten war Ruhe auf dem Platz.“

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