Stuhrer Stürmer meldet sich eindrucksvoll zurück – und träumt noch vom Aufstieg

Wetjens dritter Vierer-Feiertag

Volles Pfund: Timo Wetjen trifft den Ball perfekt – das war gegen Neubruchhausen häufiger der Fall . . . ·

Stuhr - Der 14. und 21. November 2010 – und nun der 15. Mai 2011: Diese Daten sind die ganz persönlichen Feiertage von Timo Wetjen. An allen dreien gelangen dem Stürmer des Fußball-Kreisligisten TV Stuhr vier Tore ein einem Spiel, jeweils vor eigenem Publikum.

Erst beim 10:1 gegen Eydelstedt, dann beim 9:4 gegen Mörsen, vorgestern beim 6:0 gegen Neubruchhausen. Alltäglich sind solche Galas für den 19-Jährigen allerdings nicht: „So viele Tore sind immer etwas Besonderes.“

Mit insgesamt 17 Treffern ist Wetjen nun mit Abstand der erfolgreichste Stuhrer. Sebastian Dreyer (12) sowie Philipp Schröer und Riccardo Azzarello (je 11) haben am Sonntag den Anschluss verloren. „Dass ich die vereinsinterne Torschützenliste anführe, hätte ich nie gedacht“, staunt Wetjen, der im Sommer aus der A-Jugend kam und erst seine erste Saison im Herrenbereich bestreitet. Und mit der, sagt er, „bin ich absolut zufrieden“.

Wer Wetjen gegen Neubruchhausen gesehen hat, kann kaum glauben, dass der angehende Industriemechaniker lange Zeit überhaupt nicht getroffen hatte. Nach seinem Viererpack gegen Mörsen herrschte totale Flaute, neun Spiele lang. Erst beim 3:1 in St. Hülfe beendete er vor gut einer Woche die Zeit des Darbens. „Ich bin nicht gut in die Rückrunde gestartet, aber so eine Phase hat doch jeder mal“, meint Wetjen – und sein Trainer gesteht sie ihm zu. „Timo hing lange durch, aber wir haben trotzdem immer auf ihn gesetzt, haben ihn regelmäßig spielen lassen“, sagt Christian Meyer und fügt lobend an: „In den letzten Wochen ist er wieder eifriger geworden – und jetzt hat er sich dafür belohnt. Bei Stürmern muss eben auch mal ein Knoten aufgehen.“

Das ist bei Wetjen am Sonntag geschehen, bei seinem Team schon vor einigen Wochen. Mit vier Siegen hintereinander hat sich Stuhr bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten SV Bruchhausen-Vilsen heranmanövriert, darf sich wieder berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Bezirksliga machen – und das mit einer blutjungen Mannschaft. Die Startelf gegen Neubruchhausen hatte ein Durchschnittsalter von 19,8 (!) Jahren. Und sie war in der Lage, „90 Minuten Vollgas zu gehen“, sagt Wetjen: „Wir sind alle gut trainiert und haben sehr gut zusammen Fußball gespielt.“

So soll’s in den letzten drei Partien weitergehen, wünscht sich der 19-Jährige: „Ich hoffe, dass wir alles gewinnen und Vilsen noch Punkte lässt.“ · mr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Fossilien-Grube Messel feiert 25 Jahre Welterbe

Fossilien-Grube Messel feiert 25 Jahre Welterbe

Von Black Power bis George Floyd: Sport als politische Bühne

Von Black Power bis George Floyd: Sport als politische Bühne

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Wolle, Wärme und Wandern im Sarntal

Wolle, Wärme und Wandern im Sarntal

Meistgelesene Artikel

Marcel Heyer bleibt in Wagenfeld

Marcel Heyer bleibt in Wagenfeld

„An Aufgabe denke ich nicht“

„An Aufgabe denke ich nicht“

Fußballfrei – und plötzlich zwickt der Rücken

Fußballfrei – und plötzlich zwickt der Rücken

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Kommentare