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Werner Schubert auch mit 66 Jahren noch topfit

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Werner Schubert glänzte vor allem bei Senioren-Titelkämpfen und wurde Landesmeister der Altersklasse Ü65.

Werner Schubert - Alle Achtung! Trotz seiner mittlerweile 66 Lenze zählt Werner Schubert unverändert zu den absoluten Leistungsträgern des TSV Heiligenrode II in der Tischtennis-Bezirksoberliga. Zudem räumte er im Jahr 2014 auch auf Turnierebene kräftig ab.

Am Ende konnte sich Schubert in der Ü 65-Konkurrenz im Einzel mit den Titeln des Kreismeisters, Bezirksmeisters und Landesmeisters schmücken und stieß bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft ebenfalls bis ins Viertelfinale vor.

Eigentlich stellen seine Erfolge aber auch keine größere Überraschung dar: Schließlich galt der Kirchweyher bereits in jungen Jahren als sportlicher Tausendsassa. Früh sorgte er schon beim Schwimmen und Turnen für Furore, ehe es Schubert mit 13 Jahren zum Tischtennis verschlug. Mit einem riesigen Balltalent gesegnet, avancierte der vierfache Familienvater (alle vier Kinder übrigens selbst glänzende Tischtennisspieler) zu einem der erfolgreichsten Akteure, die die SV Kirchweyhe bislang hervorgebracht hat. Schubert zählte zur „goldenen“ SVK-Generation und trug in den 80-er Jahren entscheidend dazu bei, Kirchweyhe in der Verbandsliga zu etablieren.

Mit zunehmenden Alter ließ es der 66-Jährige dann zwar etwas ruhiger angehen, doch auf die faule Haut legte sich der kaufmännische Angestellte keineswegs. „Als meine Kinder aus zweiter Ehe noch klein waren, bin ich beim Tischtennis erst kürzer getreten und habe dann auch eine längere Pause eingelegt, aber dafür bin ich jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Bremen gefahren. Noch heute reiße ich so 6000 Kilometer im Jahr mit dem Rad ab. Ohne Sport fühle ich mich einfach körperlich unwohl“, schmunzelt Schubert.

Nur gut, dass seine Sprösslinge mittlerweile längst flügge geworden sind. So konnte der „Vorhand-Wühler“ vor fünf Jahren dem ständigen Kribbeln in den Händen nachgeben und sein Comeback am grünen Tisch starten. Natürlich erneut mit Erfolg: Nunmehr in Diensten des TSV Heiligenrode gilt Schubert selbst im Seniorenalter unverändert als brandgefährlich und äußerst unbequem zu spielen.

Wovon nicht nur die Aktiven der hiesigen Region ein Lied singen können. Früher nie als Turnierspieler bekannt, hat er längst sein Faible für die Senioren-Konkurrenzen entdeckt. Nach drei Einzeltiteln in Folge (Kreismeister, Bezirksmeister, Landesmeister) wurde sein Siegeszug bei der DM in Bielefeld erst im Viertelfinale vom Berliner Gerhard Zeidler gestoppt. Für Schubert dennoch „eine tolle Erfahrung. Ich bin ja sogar nur knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt.“ Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben: Durch souveräne Erfolge bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften qualifizierte sich die Kirchweyher Legende erneut für die Landesmeisterschaft im kommenden Jahr, und steht so dicht vor ihrer zweiten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft. Laut Schubert auch das erklärte Ziel: „Die Möglichkeit ist da. Ich würde zu gerne wieder zur DM. Vielleicht kann ich mir ja mit etwas Glück diesmal eine Medaille schnappen.“ Zuzutrauen ist es dem sportlichen Multitalent allemal. Und wenn nicht 2015, dann eben später. Denn: An ein Karriereende verschwendet Schubert keinen Gedanken.

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