Werders Tischtennis-Herren gehen in Champions League und Bundesliga leer aus

Ein Wochenende zum Vergessen

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Spitzenspieler Bastian Steger holte in der Champions League und in der Bundesliga die jeweils einzigen Punkte für den SV Werder Bremen.

Bremen - Beim SV Werder Bremen geht momentan alles schief, was schiefgehen kann: Nicht nur die Fußballer befinden sich in einer veritablen Krise – nein, auch bei ihren Tischtennis-Kollegen läuft es um keinen Deut besser. Erst unterlagen die Hanseaten in der Champions-League beim schwedischen Vertreter Eslövs Al Bordtennis mit 1:3, dann scheiterte Werder gestern in der Bundesliga an Rekordmeister Borussia Düsseldorf ebenfalls mit 1:3.

Eslövs Al Bordtennis - SV Werder Bremen 3:1: „Wir haben alles versucht, aber im Moment fehlt einfach immer das letzte Quäntchen“, seufzte SVW-Coach Cristian Tamas nach der insgesamt verdienten Niederlage. Obwohl die Gäste wieder auf ihre Nummer eins Bastian Steger zurückgreifen konnten, besaßen sie eigentlich nie eine echte Siegchance. Denn: In Hui Xu schlug für die Schweden ein chinesischer Weltklasse-Akteur auf, der erst Kirill Skachkov beerdigte, und dann beim Stand von 2:1 durch einen lockeren Dreisatztriumph über Steger Eslövs Erfolg perfekt machte. Zuvor hatte zwar zwischenzeitlich Steger durch ein 3:1 gegen Robert Svensson ausgeglichen, aber spätestens die folgende Fünfsatzpleite von Constantin Cioti gegen Mattias Oversjö stellte die Weichen für den schwedischen Vertreter auf Sieg.

SV Werder Bremen - Borussia Düsseldorf 1:3: Selbst ohne ihren Spitzenspieler Timo Boll (Knie-OP) setzten sich die Gäste am Ende knapp durch. Allerdings beileibe keine Sensation, da Düsseldorf im Ex-Werderaner Kamal Achanta einen Joker aus dem Ärmel zog, der sofort stach. Beim Stand von 1:1 – Bastian Steger hatte Patrick Franziska abgewatscht und Kirill Skachkov war von Abwehrstratege Panagiotis Gionis auf die Hörner genommen worden – holte der ehemalige Bremer gegen Constantin Cioti im fünften Satz einen 5:7-Rückstand auf, zwang „Costa“ mit 11:8 in die Knie und brach so die Moral der Hanseaten, die sich davon nicht erholten.

Für den deutschen Meister bereits wesentlich mehr als die halbe Miete. Schließlich stand nun das Spitzeneinzel zwischen Steger und Gionis auf dem Programm. Nur in absoluter Bestform hätte der deutsche Nationalspieler gegen das Abwehrbollwerk eine Chance gehabt, doch nach einer längeren Verletzungspause fehlte Steger schlichtweg die Spritzigkeit. Chancenlos wurde Bremens Nummer eins vom Griechen abgefrühstückt, so dass Werder um eine weitere Niederlage reicher war.

Für SVW-Coach Cristian Tamas allerdings kein Grund, die Playoffs schon abzuhaken: „Die Saison ist noch lang. Wir müssen einfach weiter hart arbeiten, dann kehrt hoffentlich auch das Glück bald wieder zurück. Allerdings stehen wir jetzt am nächsten Sonntag in Mühlhausen erheblich unter Druck. Da muss uns ein Befreiungsschlag glücken.“

Angesichts der Tatsache, dass Mühlhausen mit 0:8-Zählern das Tabellenende ziert, sollte die Forderung von Tamas keine unüberwindbare Hürde darstellen. Doch Vorsicht: Wohl jeder kennt den Spruch vom Pferd und der Apotheke...

drö

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