Dem ersten Saisonsieg in der Bundesliga folgt Pokal-Aus im Achtelfinale

Werders Lust und Frust

Mit Werder gab es für Mattias Falck am Wochenende Sieg und Niederlage.
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Mit Werder gab es für Mattias Falck am Wochenende Sieg und Niederlage.

Bremen – Wichtiger Erfolg für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: Nach zwei Niederlagen zuvor triumphierten die Hanseaten am Freitagabend mit 3:1 über den TSV Bad Königshofen und fuhren so die ersten Zähler der laufenden Saison ein. Aber der Nackenschlag folgte gestern, denn im Pokal-Achtelfinale schied Werder an eigenen Tischen nach einem 2:3 gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt aus.

Der Punktspielerfolg war ganz nach dem Geschmack von SVW-Coach Cristian Tamas: „Wir sind natürlich sehr glücklich über den ersten Sieg. Ich denke, das Ergebnis geht auch in Ordnung.“ Ja, diese Meinung kann man vertreten.

Offenbar beflügelten die rund 100 Zuschauer die Hausherren von Beginn an. Erstmals seit der Corona-Pandemie durften die grün-weißen Fans wieder in die Klaus-Dieter-Fischer-Halle und sahen gleich zum Auftakt einen überzeugenden Auftritt von Bremens Nummer eins Mattias Falck. Den gewiss nicht zur sportlichen Laufkundschaft zählenden Franzosen Abdel-Kader Salifou schickte der Vizeweltmeister souverän auf die Bretter und brachte die Norddeutschen schnell in Front.

Anschließend zeigte allerdings sein Vorgänger Bastian Steger, dass mit ihm auch im Herbst der Karriere unverändert zu rechnen ist. Bremens Nummer zwei Marcelo Aguirre wirkte gegen den langjährigen Werder-Spitzenspieler wie ein besserer Statist, sodass dem dritten Einzel schon enorme Bedeutung zukam.

Keine leichte Aufgabe für den jungen SVW-Kasachen Kirill Gerassimenko, doch er behielt die Nerven und erzwang gegen Kilian Ort in vier ganz engen Sätzen die 2:1-Vorentscheidung.

Falck konnte nun also alles klarmachen – und ließ sich diese Chance auch nicht entgehen. Überdeutlich mit 11:5, 11:7, 11:6 schickte der Schwede Steger vom Tisch und sorgte ob seiner Galavorstellung selbst bei Tamas für Staunen: „Einen so exzellenten Spieler wie Basti derart klar zu schlagen, ist unfassbar stark. Mattias war unser Matchwinner.“

Das traf für den gestrigen Pokalauftritt nicht zu. Der Vizeweltmeister verlor gleich seine erste Partie gegen Alvaro Robles in drei mehr oder minder klaren Sätzen. „Danach hat uns dann Kirill im Match gehalten“, meinte Werders Manager Sascha Greber. Der Angesprochene, mit Nachnamen Gerassimenko, setzte sich in drei Sätzen gegen Benedikt Duda durch.

Nach dem 1:3 von Hunor Szöcs gegen den Österreicher Stefan Fegerl lag Bergneustadt mit 2:1 vorn. Lange freuen durften sich die Gäste nicht über diesen Vorsprung, denn Falck gab in seinem Einzel quasi sein letztes Hemd. „Mattias musste drei Matchbälle abwehren und hat das Match dann noch gewonnen“, meinte Greber zum Krimi-Sieg in fünf Sätzen gegen Duda.

Somit musste das Doppel über Ausscheiden oder Weiterkommen entscheiden. Die Bremer Paarung Aguirre/Szöcs zog dabei in vier teilweise engen Sätzen gegen Robles/Fegerl den Kürzeren. „Wir haben wirklich bis zum letzten Moment gefightet, aber heute war der Gegner etwas stärker. Das muss man auch mal anerkennen“, erwies sich Tamas als fairer Verlierer. Und Greber fügte noch hinzu: „Schlecht war das heute nicht, aber wir sind natürlich sehr traurig, dass wir in dieser Saison nicht mehr zum Pokal-Final-Four nach Ulm fahren können.“  drö

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