Erst 3:0, dann 0:3: Die Bremer sind in der Champions League voll auf Kurs, in der Bundesliga allerdings nicht

Werder zeigt seine zwei Gesichter

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Werders Spitzenspieler Chih-Yuan Chuang gewann in der Champions League, verlor aber in der Bundesliga. ·

Bremen - Durchwachsenes Wochenende für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: Während der Deutsche Meister in der Champions-League mit einem schneidigen 3:0-Triumph beim österreichischen Vertreter SPG Walter Wels brillierte, unterlagen die Hanseaten im Bundesliga-Verfolgerduell glatt mit 0:3 gegen den TTC Frickenhausen. Negative Konsequenz: Werder musste Platz drei an Frickenhausen abtreten.

Champions League: SPG Walter Wels - SV Werder Bremen 0:3: Die Erleichterung nach dem richtungweisenden Erfolg war Bremens Coach Cristian Tamas deutlich anzumerken: „Damit stehen wir praktisch im Viertelfinale. Selbst eine 1:3-Heimniederlage gegen Hennebont würde uns am Freitag schon reichen.“ Doch soweit wollen es die Grün-Weißen laut Tamas gar nicht erst kommen lassen: „Das Ziel ist klar. Wir möchten mit einem Sieg Gruppenerster werden, um im Viertelfinale einen leichteren Gegner zu bekommen.“

Angesichts der Leistung in Wels dürfte dem wenig im Weg stehen. Die Gäste blieben im österreichischen Hexenkessel erstaunlich cool und zogen den Hausherren schnell den Zahn. Mit seiner wohl besten Saisonleistung rang Adrian Crisan trotz eines 0:3-Rückstands im Entscheidungssatz den Singapur-Chinesen Jian Zhan nieder, so dass Werder von Beginn an in Front lag. „Eine ganz starke Leistung von ,Crisi‘. Obwohl er den vierten Satz trotz Matchballs noch abgeben musste, hat er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dieser Sieg war Gold wert“, lobte Tamas die Bremer Nummer zwei. Sichtlich geschockt von dieser nicht einkalkulierten Niederlage lief bei den Österreichern fortan kaum noch etwas zusammen. Nahezu mühelos baute SVW-Spitzenspieler Chih-Yuan Chuang durch einen Dreisatztriumph über Zolt Pete den Vorsprung aus, ehe Constantin Cioti gegen Lehel Demeter den Schlusspunkt zum 3:0 setzte. „Damit haben wir die 1:3-Hinspielpleite wieder ausgebügelt“, freute sich Tamas.

Bundesliga: SV Werder Bemen - TTC Frickenhausen 0:3:Eigentlich wollten die Bremer mit dem Rückenwind aus der Champions League direkt in der Bundesliga nachlegen. Doch daraus wurde nichts. Ohne den kurzfristig ausgefallenen Leistungsträger Adrian Crisan (Grippe) stand Werder frühzeitig auf verlorenem Posten. Schon das Auftakteinzel war für die Hausherren ein heftiger Nackenschlag. Im mit Spannung erwarteten Asiaten-Duell scheiterte Werders Spitzenspieler Chih-Yuan Chuan in fünf begeisternden Sätzen hauchdünn am weiterhin ungeschlagen Japaner Koki Niwa. Für Bremens Coach Cristian Tamas war das bereits der Anfang vom Ende: „Damit war die Messe gelesen. Ohne Adrian hätte Chih zwei Punkte einfahren müssen.“ Tat er aber nicht. Und da Paul Drinkhall sowie Constantin Cioti ebenfalls glücklos blieben, hieß es am Ende 3:0 für den TTC. Für Werder war’s eine bittere Pleite im Kampf um die Playoff-Plätze. Ein Sieg zum Jahresabschluss gegen Saarbrücken gerät so fast schon zur Pflicht. · drö

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