Nach Siegen gegen Bad Homburg und Grenzau gestern 0:3 in Ochsenhausen

Werder verpasst das Maximum

Verpasste gestern die Überraschung mit Werder Bremen: Kirill Gerassimenko verlor mit dem Bundesligisten 0:3 in Ochsenhausen. 
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Verpasste gestern die Überraschung mit Werder Bremen: Kirill Gerassimenko verlor mit dem Bundesligisten 0:3 in Ochsenhausen. archiv

Grenzau/Ochsenhausen – Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen befindet sich im Aufwind: Am Freitag langte es für das Team von Trainer Cristian Tamas zu einem 3:1 beim TTC Zugbrücke Grenzau. Das Maximum von neun Punkten innnerhalb von fünf Tagen (am Dienstag wurde Bad Homburg besiegt) verpasste Werder allerdings klar, denn gestern gab es ein 0:3 bei TTF Ochsenhausen.

Nach dem Grenzau-Spiel meinte Bremens Teammanager Sascha Greber: „Nach dem hartumkämpften Erfolg gegen Bad Homburg war das diesmal richtig seriös von uns. Das Ergebnis geht komplett in Ordnung.“

Ging es ohne jeden Zweifel. Obwohl Bremens Nummer zwei Marcelo Aguirre, der den Vortritt vor Hunor Szöcs erhalten hatte, im Auftakteinzel knapp an Cristian Pletea scheiterte, geriet der Werder-Sieg nie in Gefahr. War größtenteils an SVW-Spitzenspieler Mattias Falck lag. Mit einer konzentrierten Vorstellung zwang der schwedische Vizeweltmeister in vier Sätzen Altmeister Aleksandar Karakasevic in die Knie und glich zum 1:1 aus. „Wenn Mattias seinen Rhythmus gefunden hat, ist er nur schwer zu knacken“, strahlte Greber: „Karakasevic muss man erst einmal so souverän in Schach halten.“ Stimmt, zur Laufkundschaft zählt „King Kara“ nämlich trotz seiner mittlerweile 44 Lenzen längst noch nicht. Die krachende Rückhand des Serben ist weiterhin gefürchtet, doch Falck ließ die TTC-Legende nie zur Entfaltung kommen.

Ähnlich ging es anschließend Ioannis Sgouropoulos. Gegen Kirill Gerassimenko sah Grenzaus starker Grieche kein Land, sodass sich laut Greber die Gäste-Aufstellung als goldrichtig erwiesen hatte: „Wir wollten auf Nummer sicher gehen und haben Kirill deshalb an Position drei aufgeboten. Damit haben wir ja auch nicht so falsch gelegen.“

Richtig. Denn nun konnte Falck alles klar machen.

Gesagt, getan: In Weltklassemanier räumte der kühle Blonde im Spitzeneinzel Pletea in drei Sätzen ab und setzte so den Schlusspunkt zum überzeugenden 3:1.

Gestern nun stand Werder auf verlorenem Posten gegen „eine der besten Mannschaften Europs“, wie Tamas nach der Partie meinte. Werders Coach hatte sich etwas einfallen lassen und seinen Star Mattias Falck nur an Position drei eingestuft. „Wir hatten gehofft, dass es nach den ersten beiden Einzeln 1:1 steht, Mattias uns dann in Führung bringt, und wir so vielleicht spätestens durch den Sieg im Doppel das ganze Spiel gewinnen“, erklärte Tamas.

Damit hatte er die Rechnung ohne den Gastgeber gemacht, denn sowohl der Brasilianer Hugo Calderano (Nummer sechs der Welt) und auch der US-Amerikaner Kanak Jha setzten sich gegen die Bremer Hunor Szöcs und Kirill Gerassimenko durch. Falck hätte danach zumindest verkürzen sollen, verlor aber in drei Sätzen gegen den Franzosen Simo Gauzy, immerhin Vize-Europameister des Jahres 2016. Satz drei hätte der Schwede eigentlich gewinnen müssen, vergab jedoch diverse Satzbälle.

Während sich der Bremer Tross danach mit dem Bus auf die rund 700 Kilometer lange Heimreise machte (Ochsenhausen liegt zwischen Stuttgart und München), war Falck nicht mit dabei. Grund: Der 29-Jährige war schon auf dem Weg nach München, von wo er morgen nach China fliegt, um im „Reich der Mitte“ an einer gut dotierten Turnierserie teilzunehmen.  drö/töb

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