3:0 gegen Bad Königshofen

Tischtennis: Werder steht im Final Four

Werders Omar Assar verlor gestern beim 2:3 gegen Düsseldorf das entscheidende Match gegen Stefan Fegerl in vier Sätzen. - Foto: Westermann
+
Werders Omar Assar verlor gestern beim 2:3 gegen Düsseldorf das entscheidende Match gegen Stefan Fegerl in vier Sätzen.

Bremen - Erstes Saisonziel erreicht: Mit 3:0 fertigte Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen am Freitagabend im Pokal-Viertelfinale den TSV Bad Königshofen ab und qualifizierte sich erstmals seit der Spielzeit 2014/15 wieder für das Final Four. Gegner im Halbfinale wird dann am 6. Januar in Ulm Rekordmeister und Titelverteidiger Borussia Düsseldorf sein. Gegen die Borussen ging es gestern im Bundesliga-Punktspiel, wobei die Bremer mit 2:3 verloren.

Pokal-Viertelfinale, Werder Bremen - Bad Königshofen 3:0: Am Freitag freuten sich die Hanseaten wie die Schneekönige über ihren Erfolg. Allen voran SVW-Coach Cristian Tamas: „Wir waren von Beginn an konzentriert und bissig. Unser Sieg geht absolut in Ordnung.“ Ging er in der Tat. Vom ersten Ballwechsel an spürte man, dass die Grün-Weißen einfach gieriger aufs Gewinnen waren. Schon das Auftakteinzel zwischen Bremens Nummer eins Bastian Steger und Kilian Ort geriet zu einer regelrechten Tischtennis-Demonstration. In drei überdeutlichen Sätzen faltete der SVW-Altmeister seinen Nationalmannschaftskollegen zusammen und brachte die Hausherren mit 1:0 in Front. Sehr zur Freude von Werder-Teammanager Sascha Greber: „Eine bärenstarke Vorstellung von Basti. Er hat Ort nicht den Hauch einer Chance gelassen.“

Etwas spannender wurde es dann indes im zweiten Einzel. Nach gewonnenem ersten Satz lag Bremens Neuzugang Omar Assar gegen Darko Jorgic im zweiten Durchgang bereits mit 1:6 zurück, um sich nach einer famosen Aufholjagd den Satz aber noch zu „klauen“ und anschließend mit 3:0 zu triumphieren. „Danach war ich mir sicher, dass wir es packen würden und das haben wir ja dann auch“, strahlte Greber. Besonders bemerkenswert: Die Hanseaten qualifizierten sich für das Final Four sogar ohne Satzverlust, da Florent Lambiet beim Stand von 2:0 nach leichten Anlaufschwierigkeiten (im ersten Durchgang musste der junge Belgier zwei Satzbälle abwehren) am Ende in souveräner Manier gegen Filip Zeljko alles klar machte. „Ich bin stolz auf die Jungs. Endlich sind wir wieder beim Final Four-Event dabei“, jubelte Greber entsprechend überglücklich.

Bundesliga, Werder Bremen - Borussia Düsseldorf 2:3: Zwei Tage nach dem glatten 3:0 im Pokal rechneten sich die Bremer auch in der Bundesliga durchaus etwas aus. Grund: Der deutsche Rekordmeister trat in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle ohne seinen Star Timo Boll an. Der Weltcup-Zweite war zur Schoning in Düsseldorf geblieben.

Im ersten Match des Tages erfüllte Werders Spitzenmann Bastian Steger die Bremer Erwartungen und setzte sich in fünf Sätzen gegen Stefan Fegerl durch. Doch die Freude darüber währte nicht lange, denn ebenfalls in fünf mehr oder minder engen Sätzen musste sich Omar Assar dem Borussen-Spitzenspieler Anton Källberg geschlagen geben, wobei der Entscheidungssatz in die Verlängerung ging, in der Källberg mit 13:11 die Oberhand behielt.

Doch das hätte so eigentlich nicht passieren dürfen. Werders Trainer Cristian Tamas klärt auf: „Beim Stande von 11:10 im Entscheidungssatz, also beim Matchball, hat Omars Ball ganz leicht noch die Kante berührt. Doch der Schiedsrichter hat das nicht gesehen, und Källberg hat auch nichts gesagt, sodass es danach 11:11 stand. Omar hat danach die beiden Punkte und das Spiel verloren.“

Doch Werder ließ sich dadurch nicht beirren und ging wieder in Front. Hunor Szöcs benötigte allerdings ebenfalls die volle Distanz von fünf Sätzen, um beim 3:2 den zweiten Punkt für das Tamas-Team einzufahren.

Steger hätte es im Spitzen-Einzel gegen Källberg schon richten können, doch der deutsche Nationalspieler verlor in vier Sätzen und musste somit den Ausgleich zum 2:2 zulassen.

Nun hing also alles am Schläger von Omar Assar. Gegen Fegerl holte sich der Bremer Neuzugang auch den ersten Satz mit 11:9, um dann jedoch die drei folgenden Durchgänge jeweils mit 9:11 abzugeben. Durch diese 2:3-Niederlage bleiben die Werderaner auf dem vierten Platz, der gerade noch für das Erreichen der Bundesliga-Playoffs der vier besten Teams langt. „Und da haben wir heute gezeigt, dass wir mit Düsseldorf zumindest dann mithalten können, wenn Timo Boll nicht spielt“, sagte Tamas. 

drö/töb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Linke Demos zum 1. Mai - Krawalle in mehreren Städten

Linke Demos zum 1. Mai - Krawalle in mehreren Städten

RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale - Kohfeldt bleibt

RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale - Kohfeldt bleibt

Meistgelesene Artikel

Tabellenführer um FC Sulingen sind die großen Verlierer

Tabellenführer um FC Sulingen sind die großen Verlierer

Tabellenführer um FC Sulingen sind die großen Verlierer
„Ich habe mein Büro immer dabei“

„Ich habe mein Büro immer dabei“

„Ich habe mein Büro immer dabei“
Neugieriger Blick in das frühere Offiziersheim

Neugieriger Blick in das frühere Offiziersheim

Neugieriger Blick in das frühere Offiziersheim
Kristina Logvin - neue Freiheit bei den „Löwinnen“

Kristina Logvin - neue Freiheit bei den „Löwinnen“

Kristina Logvin - neue Freiheit bei den „Löwinnen“

Kommentare