Sensationell deutlicher Sieg gegen Düsseldorf / Crisan entzaubert Boll

Werder steht vor dem Einzug ins Finale – 3:0

Mit einer Weltklasseleistung zwang Werders Adrian Crisan (Bild) Tischtennis-Ass Timo Boll in die Knie. ·
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Mit einer Weltklasseleistung zwang Werders Adrian Crisan (Bild) Tischtennis-Ass Timo Boll in die Knie. ·

Bremen - Größer könnten die Gegensätze kaum sein. Während die Fußballer des SV Werder Bremen rasant der 2.Bundesliga entgegentaumeln, stehen die Tischtennisspieler vor dem größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte. Im Hinspiel des Playoff-Habfinals triumphierten die Hanseaten vor 800 begeisterten Zuschauern sensationell deutlich mit 3:0 gegen Borussia Düsseldorf.

Damit benötigen die Bremer im Rückspiel am 5. Mai nur noch ein Pünktchen, um ins Finale zur Deutschen Meisterschaft am 2. Juni in Frankfurt einzuziehen. Kein Wunder, dass Bremens Teammanager Sascha Greber regelrecht aus dem Häuschen war: „Wir haben ein unglaubliches Niveau gezeigt. Alle Spieler waren auf dem Punkt topfit.“

Was insbesondere auf Adrian Crisan zutraf: Nach dem erwarteten Auftaktsieg von Chih-Yuan Chuang gegen Youngster Ricardo Walther lieferte der Rumäne gegen die deutsche Ikone Timo Boll eine absolute Weltklasseleistung ab. In einem atemberaubenden Fünfsatz-Match zwang Crisan den Weltranglisten-Fünften in die Knie und erntete dafür ein Sonderlob von Greber: „Adrian hat das überragend gemacht. Dabei hat Timo auch sogar sein bestes Tischtennis gezeigt.“ An diesem Tag war Bolls bestes Tischtennis aber nicht gut genug. Crisan trumpfte wie entfesselt auf und stufte den Erfolg sogar als Höhepunkt seiner Sportlerlaufbahn ein: „Das ist der schönste Moment meiner Karriere. Für solche Augenblicke spielt man Tischtennis.“

Während sich die Werder-Fans angesichts der 2:0-Führung ihres Teams verwundert die Augen rieben, setzten die Grün-Weißen in Gestalt von Constantin Cioti sogar noch einen drauf: Obwohl der deutsche Nationalspieler Patrick Baum gegen ihn einen 0:2-Satzrückstand egalisierte und im fünften Durchgang schon mit 5:1 in Front lag, ließ sich „Costa“ nicht beirren.

Traumhaft sicher fand Cioti wieder in die Partie zurück und zwang den am Ende konsternierten Baum mit 11:9 zum Bremer 3:0-Siegpunkt in die Knie. Doch trotz der glänzenden Ausgangsposition warnt Greber aber davor, das Finale bereits als Selbstgänger zu betrachten: „Das war nur der erste Schritt. Wir müssen hellwach bleiben.“ · drö

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